Das Kind der GesellschaftS


Cell Phone

Regensburg: 20-jährige Studentin nach Party vermisst - Handy in Nähe der Donau gefunden

Vermisstenanzeige Studentin Regensburg
© BR
Noch immer ist die 20-jährige Malina Klaar verschwunden. Polizisten kämpften sich gestern mit Stöberstäben durch Laub und Gebüsch in einem Regensburger Park - ohne Erfolg. Inzwischen wurde das Handy der Vermissten gefunden.

Passanten haben das Handy im Herzogspark, in der Nähe der Donau gefunden und bei der Polizei abgegen. Das bestätigte ein Polizeisprecher dem BR. Welche Folgen das für die weitere Suche nach Malina hat, ist noch offen. Das Handy wird nun auf neue Hinweise zur Vermissten ausgewertet. Außerdem werde derzeit geprüft, ob jetzt Taucher in der Donau nach Malina suchen sollen, sagte der Polizeisprecher. Der Fluss hat eine starke Strömung.

Große Suche

Die Suche hatte am Dienstagnachmittag an der Albertstraße im Bereich des sogenannten Schwammerl begonnen und zog sich bis hin zur Kumpfmühler Straße. Dort befindet sich das Kulturzentrum Alte Mälzerei, in dem sich die Studentin bis zum Sonntagmorgen aufgehalten hatte. Die Beamten suchten mit Stöberstäben im Laub, in Gebüschen und Sträuchern des Parks nach Gegenständen, die mit der Vermissten in Verbindung gebracht werden könnten. Relevante Gegenstände fanden sich laut Polizei jedoch nicht. Es war die zweite große Suchaktion der Polizei, die Kripo hat die Ermittlungen bereits übernommen und bittet um Hinweise (0941/506-2888).

Airplane Paper

Zug entgleiste in der Schweiz - Mehrere Verletzte

Ein Stunde lang mussten Passagiere bei Luzern in einem entgleisten Zug ausharren. Der Bahnverkehr in der Region kam zum Erliegen. Über dem umgekippten Waggon waren die Stromleitung heruntergerissen und ein Mast eingeknickt.
zugunglück schweiz
© dpa
Beim Entgleisen eines Zuges sind in der Schweiz am Mittwoch vier Menschen leicht verletzt worden. Der Zug hatte noch kaum Geschwindigkeit, weil sich das Unglück bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Luzern ereignete, wie die Schweizer Bahnen SBB mitteilten. Mehrere Waggons seien um kurz nach 13.54 Uhr unter einer Brücke aus den Schienen gesprungen. Ein Waggon kippte auf die Seite und riss dabei eine Stromleitung herunter.

An Bord waren 160 Menschen. Angesichts der dramatischen Bilder waren Rettungskräfte zunächst mit einem Großaufgebot an Krankenwagen im Einsatz. Der Zeitung 20 Minuten sagten Insassen des verunglückten Zugs, es habe plötzlich einen lauten Knall gegeben. Panik habe sich nicht eingestellt. Ein Arzt sei schließlich zugestiegen und habe die Menschen im Waggon betreut.

X

Unter Androhung von Sanktionen: Langzeitarbeitslose sollen nun auch zu unbezahltem Sozialdienst gezwungen werden

Eingangsbereich Arbeitsagentur
© Reuters
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hält Hartz-IV-Sanktionen für notwendige Erziehungsmittel. Die Union will Langzeiterwerbslose unter Androhung von Strafen zum unbezahlten Sozialdienst verpflichten. Ist das verfassungskonform? Karlsruhe will entscheiden.

Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) macht auf sozial. Er will die Agenda 2010 reformieren. Dass es sich dabei um das umfassendste Projekt für Sozialabbau und die Ausdehnung eines Niedriglohnsektors in der deutschen Nachkriegsgeschichte handelt, stört ihn jedoch weniger. Bis zu zwei Jahre länger sollen Erwerbslose Arbeitslosengeld I erhalten. Bedingung: Sie müssen sich marktgerecht weiterbilden. „Je besser qualifiziert die Menschen sind, desto höher ist die Chance, in den Arbeitsmarkt zu kommen“, sagte Martin Schulz am Freitag in einem Interview mit der Rheinischen Post. Die Bildung müsse den Bedarf des regionalen Arbeitsmarktes im Auge behalten, da die Wirtschaft heute anders als 2003 unter Fachkräftemangel leide.

Keine sozialen Wohltaten

Das Perfide an Schulz' Plan: Es steckt nicht nur neoliberale Motivation dahinter, erwerbslos Gewordene mit dem avisierten Arbeitslosengeld II zielgerichteter in den Arbeitsmarkt zu pressen. Sein Ansinnen würde nämlich auch die weniger Betroffenen tangieren, nämlich rund 800.000 Bezieher von Arbeitslosengeld I. Die Masse, etwa 4,3 Millionen Langzeiterwerbslose und deren 1,7 Millionen Kinder, hätte nichts davon. Schulz beabsichtigt keineswegs, ihnen das Leben zu erleichtern. So erklärte er im Interview:
„Manche unterstellen ja, beim ALG II geht es um soziale Wohltaten. Im Kern geht es um den Standort Deutschland. Wenn wir den Fachkräftemangel nicht in den Griff bekommen, schadet das massiv unserer Wettbewerbsfähigkeit.“
Die 4,3 Millionen Hartz-IV-Bezieher will der SPD-Kanzlerkandidat hingegen weiterhin mit Sanktionen in jede zumutbare Arbeit - zu jedem Lohn, versteht sich - zwingen. Dass Sanktionen zum Beispiel bei 15- bis 24jährigen schon bei der ersten „Pflichtverletzung“ zum vollständigen Entzug der Lebensgrundlage führen, hält er für keine Schikane. Dass jeden Monat mehr als 7.000 Menschen von einem vollständigen Entzug aller Mittel betroffen sind, findet er auch nicht schlimm. Das Thema werde überhöht, meint Schulz und wiegelt ab: Es gehe darum,
dass sich selbstverständlich auch Bezieher von Hartz IV an bestimmte Spielregeln halten und etwa verabredete Gesprächstermine einhalten.“

Kommentar: In welcher Welt lebt dieser Mann? Als würdiger Vertreter des Volkes erweist er sich bereits jetzt schon nicht.


Kommentar:


Attention

Scherz über Bombe auf thailändischem Flug - Teenager droht bis zu 5 Jahre Haft

flugzeug symbolbild
© dpaSymbolbild
Bangkok - Ein 14-Jähriger hat in einem thailändischen Flugzeug einen Witz über eine Bombe gemacht - nun drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft. Der Junge sei beim Einsteigen in die Maschine einer thailändischen Billigairline von Bangkok nach Chiang Rai nach seinem Ticket gefragt worden, sagte ein Polizeisprecher. Da er in beiden Händen Taschen hielt, bat er einen Flugbegleiter, in seiner Jackentasche nach dem Ticket zu greifen. Dann habe er gesagt: «Achtung, ich habe eine Bombe». Dem Jungen werde vorgeworfen, in einem Flugzeug mit falschen Informationen Panik geschürt zu haben.

dpa

Hardhat

Dortmund: Fahrscheinautomat gesprengt - ein Toter und Festnahme

Ein lauter Knall, ein zerstörter Fahrscheinautomat und ein Toter. Nach einer Automatensprengung an einem Dortmunder Bahnhof nimmt die Polizei am frühen Dienstagmorgen einen Mann fest.
fahrscheinautomat
© dpa
Bei der Sprengung eines Fahrkartenautomaten am Bahnhof Dortmund-Scharnhorst ist am frühen Dienstagmorgen ein 31-Jähriger ums Leben gekommen.

Ein 26-Jähriger wurde am Tatort festgenommen und bereits vernommen, wie ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft am Morgen sagte.

Hinweis auf lauten Knall am Bahnhof

Der Mann habe ausgesagt, den Verstorbenen gekannt und vorher zufällig am Bahnhof getroffen zu haben. Die Leiche des 31-Jährigen soll im Laufe des Tages obduziert werden. Der Nah- und Fernverkehr zwischen Dortmund und Hamm war für mehrere Stunden beeinträchtigt.

Attention

Unglaublich: Anti-Soziale Autofahrer blockieren Rettungskräfte

Rücksichtslose Autofahrer blockieren die Rettungsgasse
© FeuerwehrRücksichtslose Autofahrer blockieren die Rettungsgasse
Theo Herrmann ist seit 46 Jahren bei der Feuerwehr Mörfelden, einen Einsatz wie am Mittwoch auf der A5 hat er aber noch nicht erlebt. Ein Interview über die Konsequenzen aus einem schlimmen Nachmittag.

Herr Herrmann, was genau ist am Mittwoch passiert?

Wir sind am Nachmittag mit vier Einsatzfahrzeugen zu einem Einsatz auf der A5 bei Weiterstadt ausgerückt, weil ein Arbeiter von einer Brücke abgestürzt war und schwer verletzt auf der Straße lag. Unser Einsatzleitfahrzeug ist mit der Polizei vorneweg gefahren, die Autofahrer haben eine Rettungsgasse gebildet. Leider sind ein paar Schlaumeier auf die Idee gekommen, sich hinter dem Feuerwehrauto einzureihen. Kurz darauf ging dann gar nichts mehr, die Autos waren quasi verknotet, konnten nicht mehr nach links oder rechts. Wir haben zusammen mit dem Rettungswagen versucht, durchzukommen, irgendwann haben wir aufgegeben und sind die letzten 800 Meter gelaufen.

Das heißt, der Verletzte musste länger als nötig auf Hilfe warten?

Glücklicherweise kam auf der Gegenfahrbahn zufällig ein Rettungswagen vorbei, der ihn versorgt hat. Außerdem war der Rettungshubschrauber unterwegs, wir mussten dann nur noch für ihn die Straße absperren. Aber nicht auszudenken, wenn jemand in einem brennenden Auto eingeklemmt gewesen wäre. Der hätte keine Chance gehabt.

Haben Sie die Autofahrer auf Ihr Fehlverhalten hingewiesen?

Ja, und solche Reaktionen habe ich in meinen 46 Jahren bei der Feuerwehr noch nie erlebt. „Macht nicht so ein Zirkus“, hieß es, manche haben uns richtig angepöbelt oder ausgelacht. Wir haben auf dem Weg Fotos gemacht, um die Fahrer anzeigen zu können. Unsere Kollegen mussten die Autos dann zentimeterweise nach links und rechts dirigieren, es hat eine halbe Stunde gedauert, bis sie endlich bei uns waren. Und auch unglaublich: Selbst hinter ihnen sind dann wieder Autos hergefahren. Völlig sinnlos: Die Autobahn war sowieso lange gesperrt, es ging also nur darum, 30 Meter weiter vorne zu stehen. Was soll das also?

Kommentar: Unfassbar, dieser rücksichtslose Egoismus. Hier geht es um Menschenleben und diese Autofahrer lachen die Rettungskräfte auch noch aus! Wenn ein erfahrener Feuerwehrmann so etwas noch nie erlebt hat, ist das sicherlich ein Zeichen für die Verrohung der Gesellschaft.


Yoda

Erfolg - Der Druck auf Ölkonzern hat gewirkt: Bohrungen im Land unkontaktierter Völker abgebrochen

unkontaktiertes VOlk Amazonas
Entlang der Grenze zwischen Peru, Brasilien und Bolivien erstreckt sich das unkontaktierte Grenzland des Amazonasgebietes. 2012 begann der kanadische Ölkonzern Pacific E&P auf Land der Matsés und benachbarter unkontaktierter Völker nach Öl zu suchen. Auch Ölkonzerne haben die Pflicht, nationale und internationale Gesetze zum Schutz der Rechte indigener Völker einzuhalten.

In den letzten Jahrzehnten stellte sich heraus, dass weltweit mehr natürliche Ressourcen (Öl, Erdgas etc.) verbraucht werden, als gefördert werden können. Vor nichts machen diese Konzerne halt. Erst nach heftigem Protest hat Shell seine umstrittenen Ölförderpläne in der Arktis gestoppt, doch auch hier ist es nur eine Frage der Zeit, wann Shell wieder mit der Ölförderung beginnt.

Vergessen Sie nicht „Deepwater Horizon“ - Am 20. April 2010 kam es durch verschiedene schwere Versäumnisse zu einem Blowout, bei dem die Plattform in Brand geriet und infolgedessen zwei Tage später unterging. Elf Arbeiter kamen ums Leben. Das ausströmende Öl führte zur Ölpest im Golf von Mexiko, der schwersten Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte. 580 000 Millionen Liter Öl - etwa der Inhalt von 300 olympischen Schwimmbädern - liefen ins Meer. Fast sieben Jahre später leidet das Ökosystem immer noch unter den Folgen, die sich in reduzierten Fischfängen, Massensterben, Fehlbildungen, Sterilität oder Immunschäden bei Meerestieren äußern.

Kommentar: Unglaublich: BP will in einem neu entdeckten, unberührten Amazonas-Delta nach Öl bohren, ignoriert Warnung der Wissenschaftler


Control Panel

Tausende Kurden demonstrieren gegen Erdogan in Frankfurt

Nein zur Diktatur": Bei einer Demonstration in Frankfurt haben rund 30.000 Teilnehmer gegen die geplante Verfassungsreform des türkischen Präsidenten Erdogan protestiert. Ankara kritisierte dies scharf.
kurden, demonstration
© dpa
Rund 30.000 Menschen haben in Frankfurt gegen die türkische Regierungspolitik demonstriert. Unter dem Motto "Nein zur Diktatur - Ja zu Demokratie und Freiheit" wandten sich die Teilnehmer gegen das vom türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und seiner AKP-Partei initiierte Referendum für eine Verfassungsreform. Es soll ein Präsidialsystem eingeführt werden, das nach Ansicht von Kritikern Erdogans Machtbefugnisse massiv ausweiten würde. Am 16. April sollen die Türken darüber abstimmen. Bereits ab Ende März können Türken in Deutschland ihre Stimme abgeben.

Manche Teilnehmer zeigten verbotenerweise Porträts von Abdullah Öcalan, Anführer der kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in Deutschland seit 1993 als Terrororganisation verboten ist. Auch die Türkei und andere europäischen Staaten sowie die USA stufen die PKK so ein.

Die türkische Regierung hat die Demonstration indes scharf kritisiert. Es zeuge von Doppelmoral, wenn auf der Kundgebung verbotenerweise Symbole der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gezeigt werden könnten, während zugleich türkische Minister daran gehindert würden, in Deutschland Wahlkampf zu machen, hieß es in der Erklärung des türkischen Außenministeriums. "Wir verurteilen dieses unaufrichtige Verhalten."


Kommentar:


Question

Dritte Ereignis innerhalb einer Woche: Toter bei Schießerei am Flughafen Paris-Orly

Bei einem Polizeieinsatz am Pariser Flughafen ist ein Mann erschossen worden. Er hatte versucht, einer Soldatin die Waffe abzunehmen. Die Staatsanwaltschaft leitete Terrorermittlungen ein.
flughafen orly
Am Flughafen Orly wurde am Morgen ein Mann erschossen, nachdem er versucht hatte, einer Soldatin einer Anti-Terror-Einheit die Waffe zu entreißen.

Der französische Innenminister Bruno Le Roux teilte mit, dass der Mann wenige Stunden zuvor bei einer Routinekontrolle durch die Polizei in Stains, nördlich von Paris, auf einen der kontrollierenden Beamten geschossen und diesen mit einer Schrotpistole leicht verletzt hätte. Wie aus Polizeiquellen verlautete, soll der Tote aus radikal-muslimischen Kreisen stammen. Le Roux bestätigte auch, dass der 39-jährige Franzose wegen Raubes und Drogenhandel mehrfach vorbestraft gewesen sei. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Inzwischen wurden der Vater und der Bruder des Toten festgenommen.

Kommentar: Das ist das dritte tragische Ereignis innerhalb einer Woche in Frankreich:


Handcuffs

Südkorea: US-Soldaten unter Verdacht von Drogen-Schmuggel im Wert von 12 Mio. Dollar

Meth Drogen Schmuggel
© Pyeongtaek Branch Prosecutor's Office
Südkorea beschuldigt zwei amerikanische Soldaten, Methamphetamin im Wert von zwölf Millionen Dollar aus dem US-Bundesstaat Kalifornien über die amerikanische Feldpost nach Südkorea geschmuggelt zu haben, berichtet das Militärportal Stars and Stripes.

Demnach benutzten die Soldaten Müslipackungen, um vier Kilogramm Meth zu verbergen, und übergaben sie einem Zivilisten, der vermutlich die Verteilung der Drogenverteilung übernahm.

Das ist die größte über die APO (US-Feldpost - Anm. d. Red.) transportierte Drogenmenge, die je aufgefunden wurde“, hieß es im Statement der Obersten Staatsanwaltschaft Südkoreas, die den Fall zusammen mit dem US-Militär und der amerikanischen Rauschgiftbehörde behandelt.

Beide angeklagten Amerikaner sind 19 Jahre alt, nur einer von ihnen wurde festgenommen. Der andere behauptet, Geld für die Lieferung der Schachteln zu bekommen, aber nichts von Drogen zu wissen. Außerdem wurden in der Sache zwei Südkoreaner verhaftet.