Das Kind der GesellschaftS


Handcuffs

Mutter ersticht dreijähriges Kind in Berlin

Eine Dreijährige stirbt an schweren Stichverletzungen in Berlin. Die Mutter hat die Tat laut Staatsanwaltschaft gestanden.
police germany polizei
Nachdem eine Dreijährige in einem Berliner Krankenhaus an schweren Stichverletzungen verstarb, hat die Mutter des Mädchens die Tat gestanden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Berlin über Twitter mit.

Die Beschuldigte sei wegen Mordverdachts einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Aufgrund ihrer psychischen Erkrankung habe er die Unterbringung der 44-Jährigen in ein psychiatrisches Krankenhaus angeordnet.


Die Polizei hatte nach dem Tod des Kindes dessen Mutter festgenommen. Eine Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt, teilte die Polizei mit. Demnach hatte der Vater das Mädchen am späten Mittwochabend mit Stichverletzungen schwer verletzt in einer Wohnung im Stadtteil Lichtenrade gefunden.

sen/dpa

Alarm Clock

Schießerei in München: Tatmotiv ist noch unklar

Im Münchner Stadtteil Au fielen am Donnerstagmorgen Schüsse. Ein Bauleiter hat dabei einen Polier erschossen, danach richtete er die Waffe gegen sich selbst. Jetzt gab die Münchner Polizei weitere Details bekannt.
münchen
© Thomas GaulkeDie Baustelle, auf der die Schüsse fielen. Polizisten bewachen den Eingang.
Au - Am Tag nach den tödlichen Schüssen in der Au ermittelt die Münchner Polizei weiter mit Hochdruck. Im Münchner Stadtteil Au waren wie berichtet am Donnerstagmorgen Schüsse gefallen. Ein Ingenieur, der Bauleiter, hat dabei einen Polier erschossen, danach richtete er die Waffe gegen sich selbst.

Am Freitag gaben die Beamten weitere Details bekannt. Wie die Obduktion ergeben habe, sind beide Männer an den Folgen von Schüssen gestorben, so die Polizei - das Opfer soll im Brustbereich getroffen worden sein.

Der 29-jährige Ingenieur aus Augsburg, der die Schüsse abgegeben hatte, besaß demnach keinen Waffenschein - es blieb zunächst unklar, woher die Waffe stammte. Nach AZ-Informationen handelt es sich um eine Glock.

TV

Neusprech durch die Hintertür: Wie ein "Framing-Manual" der ARD mit moralisch aufgeladener Sprache mehr Legitimierung verschaffen soll

Neusprech Framing
Das Framing-Manual der ARD lässt tief blicken.
Die ARD gibt bekannt, was das Schulungspapier, das die Linguistin Elisabeth Wehling für sie erarbeitete, die Beitragszahler gekostet hat. An dessen Inhalt hat in der ARD niemand etwas auszusetzen. Im Gegenteil.

Das "Framing-Manual", das die Linguistin Elisabeth Wehling im Jahr 2017 für die ARD erarbeitet hat, ist aktuell in Gebrauch. Dies teilte die ARD auf Anfrage mit. Die "Arbeitsunterlage" werde "bei mehreren internen Workshops für Mitarbeitende der ARD eingesetzt", die mit Elisabeth Wehling stattfänden. Das Generalsekretariat der ARD habe sie mit neun Workshops für "Mitarbeitende" beauftragt, vier dieser Workshops hätten schon stattgefunden. Nach längerem Zögern rückte die ARD auch damit heraus, was die Ausarbeitung gekostet hat: Die Kosten für das Papier und begleitende Workshops beliefen sich auf 90.000 Euro, die der MDR bezahlt habe. Weitere 30.000 Euro habe das Generalsekretariat der ARD für Folge-Workshops bezahlt. Der Auftrag für das "Framing-Manual" sei vor etwa zwei Jahren von der damaligen, vom MDR gestellten Geschäftsführung der ARD erteilt worden.

Kommentar: Sprache schafft Bewusstsein, betont die Verfasserin des Framing-Manuals, Elisabeth Wehling in einer Klarstellung auf ihrer Hompage. Die Details der Sprachempfehlungen, die bisher bekannt sind, wecken ein ungutes Gefühl, machen sie doch diejenigen, die sich der Beitragszahlung (von vielen als Zwangsabgabe empfunden) verweigern, direkt zu "Hinterziehern".

Wenn das Ziel eine "Skizzierung von gedanklich-sprachlichen Konzepten" ist, "welche Auftrag und Bedeutung der öffentlich-rechtlichen ARD besser greifbar machen als bisher", kann man ahnen, wohin die Reise geht: die Tendenz wird verstärkt, abweichende und damit verbunden oft kritische Meinungen weiter zu diskreditieren. Bezahlt mit den Abgaben "demokratienaher loyaler Bürger", die wir sind, solange wir zahlen.


Magnify

Weiterer Messerangriff in Nürnberg - Eine junge Frau wurde verletzt

Nach der Messerattacke auf eine junge Frau in Nürnberg hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes ermittelt.
nürnberg
© dpa/Friedrich/News5Der Tatort in Nürnberg: Hier hatte ein Mann eine junge Frau mit einem Messer verletzt.
Ein 25-jähriger Mann soll am frühen Sonntagmorgen in Nürnberg eine Frau unvermittelt mit einem Messer angegriffen und verletzt haben. Die Polizei nahm den dringend Tatverdächtigen nach einer Großfahndung fest, wie die Ermittler am Sonntagnachmittag mitteilten. Die Staatsanwaltschaft stellte gegen den Mann Haftantrag wegen Mordversuchs. Das 21-jährige Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr bestand nach ersten Erkenntnissen nicht.

Nähere Einzelheiten zu dem Messerangriff wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag auf einer Pressekonferenz mitteilen. Die junge Frau war den Angaben zufolge gegen 05.00 Uhr mit einer Bekannten im Stadtteil Bärenschanze unterwegs, als der Täter sie ohne erkennbaren Anlass mit dem Messer attackiert habe. Bei dem Festgenommenen handelt es sich laut Polizei um einen Iraker. Er war nach einer Rangelei mit der Begleiterin der 21-Jährigen zunächst geflüchtet.

Kommentar: Drei Messerangriffe in Nürnberg - Täter ist noch auf der Flucht


Compass

St. Petersburg: Universitätsgebäude stürzt teilweise zusammen - Keine Schwerverletzten

Deckenteile fallen, Wände klappen zusammen: In St. Petersburg stürzen Teile eines Uni-Gebäudes während des Unterrichts ein. Schwer verletzt wurde niemand.
st. petersburg
© AP
Während der Lehrverstaltungen sind Teile eines Gebäudes der Universität in der russischen Stadt St. Petersburg eingestürzt. Dutzende Studenten und Mitarbeiter waren für kurze Zeit eingeschlossen, teilte der Zivilschutz mit. 90 Menschen konnten aus dem zerstörten Gebäude gerettet werden. Niemand wurde schwer verletzt.

Wie es zu dem Einsturz kommen konnte, ist unklar. Auf Videos ist zu sehen, wie sich innerhalb weniger Sekunden an Wänden Risse bildeten und diese einknickten.

dpa

Handcuffs

Schießerei in Aurora, Illinois: Fünf Tote

In einer Fabrik bei Chicago hat ein Mann mit einer Pistole um sich geschossen und fünf Menschen getötet. Er soll ein unzufriedener Mitarbeiter gewesen sein.
schießerei aurora
Ein bewaffneter Angreifer hat in einem Vorort von Chicago fünf Menschen erschossen und mehrere Polizisten verletzt, bevor er von Beamten erschossen wurde. Nach Polizeiangaben schoss der Mann am Freitag (Ortszeit) in einer Fabrik in der Stadt Aurora um sich. Sobald die herbeigeeilten Beamten die Fabrik betreten hätten, seien auch sie beschossen worden, berichtete Polizeichefin Kristen Ziman. Der Angreifer sei bei einem Feuergefecht mit der Polizei erschossen worden. Angaben zu Verletzten machte die Polizei nicht.

Laut Polizei handelte es sich bei dem Todesschützen um einen 45-jährigen Mitarbeiter der Fabrik. Sein Motiv ist bislang unklar. Zeugen sagten, der Mann sei ein unzufriedener Mitarbeiter des Werkes. Ein Augenzeuge sagte einem Lokalsender, der Angreifer sei ein Kollege von ihm gewesen, der mit einer Pistole durch die Gänge seiner Firma gelaufen sei und um sich geschossen habe.

Kommentar: 2012 Jahren kam es zeitnah zu zwei Schießereien in Aurora, aber im Bundesstaat Colorado (ein Artikel ist auf Englisch):


Beer

Impfzwang: Kindergarten in Essen nimmt nur noch geimpfte Kinder auf

"Unser Elternrat hält die Impfpflicht für notwendig und sinnvoll": In Essen akzeptiert ein privater Kitaträger künftig nur noch Kinder, die gegen die gängigen Krankheiten geimpft sind.
impfen,impfung
In diese privat geführte Kita müssen Eltern zur Anmeldung den Impfausweis ihres Kindes mitbringen - sonst können sie gleich wieder gehen: Die "Kinderkiste" in Essen und vier weitere angeschlossene Horte nehmen ab sofort nur noch Kinder auf, die die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen haben beziehungsweise erhalten sollen, wenn sie alt genug sind.

"Unser Elternrat hält die Impfpflicht für notwendig und sinnvoll. Und viele Eltern schließen sich dem an, weil sie ihre Kinder schützen wollen", sagt Kita-Betreiberin Jutta Behrwind. Ungeimpfte Kinder würden bei der Anmeldung abgelehnt, hieß es weiter. Weil einige Impfungen erst anstehen, wenn Kinder schon in der Kita sind, sollen die Eltern früh auf diese Pflicht hingewiesen werden.

Kommentar: Orwell lässt auch in diesem Fall grüßen. Keine Ahnung wie die Lage der Kitas in Essen ist, aber garantiert wird es wie in vielen anderen Städten Kitas nicht wie Sand am Meer geben. Letzten Endes ist es dann ein Impfzwang.


Binoculars

Altersschwäche? Rotorblatt von Windrad abgebrochen

Windradunfall in Niedersachsen: Aus 100 Metern Höhe ist ein gut 30 Meter langes Rotorblatt auf den Boden gekracht. Die Polizei forscht nach den Ursachen.
kaputtes windrad
© dpa
Von einem 100 Meter hohen Windrad im Kreis Uelzen in Niedersachsen ist bei stürmischen Wetter ein über 30 Meter langes Rotorblatt abgebrochen. Verletzt wurde dabei nach Angaben der Polizei niemand.

Das Windrad ist Teil eines Windparks mit zehn weiteren ähnlichen Anlagen in der Nähe der Ortschaften Wriedel und Hanstedt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Passanten hatten Polizei und Feuerwehr am Samstagnachmittag alarmiert, nachdem sie den Vorfall bemerkt hatten.

Der Windparkbetreiber Energiekontor schätzt den Schaden an der Anlage auf 100.000 bis 150.000 Euro. Das Windrad sei seit 2002 in Betrieb gewesen.

Kommentar:


Question

Entführung: Frau in Homburg gewaltsam in Auto gezerrt

In Homburg hat sich eine Entführung ereignet. Die Polizei hat keine Spur von den Tätern und bittet um Hinweise.
polizeiautos
© AFP 2018 / Sebastian Willnow / dpa
Wie die Polizei an Sonntag mitteilt, ist eine Frau in Homburg auf einem Parkplatz gewaltsam von mindestens zwei Männern in ein Auto gezerrt worden.

Die Täter seien mit dem dunkelfarbigen Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen vom Parkplatz eines Baumarkts geflüchtet. Der Vorfall habe sich bereits Freitagnachmittag ereignet, die Polizei hat seitdem keine Spur.

Alarm Clock

Kindesmissbrauch auf Campingplatz in Lügde - Mindestens 23 Opfer - Polizei richtet Ermittlungskommission ein

Im Missbrauchsfall von Lügde ist die Zahl der mutmaßlichen Opfer gestiegen. Wegen der Dimension des Falls gründet die Polizei eine neue Ermittlungskommission. Hinweise auf Behördenfehler werden konkreter.
campingplatz lügde
© DPABlick auf ein Gebäude auf dem Campingplatz Eichwald
Auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde sollen mehr als 20 Kinder sexuell missbraucht worden sein. Eines der mutmaßlichen Opfer ist die Pflegetochter des Hauptverdächtigen Andreas V. Jugendämter und Polizei stehen in der Kritik, Hinweise möglicherweise nicht ernst genommen zu haben. Nun wurde klar, dass diese offenbar konkreter waren, als bislang bekannt.

Die Ermittlungen gegen V. und zwei weitere Männer hat aufgrund von "Umfang und Bedeutung des Verfahrens" das Polizeipräsidium Bielefeld führend übernommen, wie die Behörde mitteilte. Dies sei in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Detmold geschehen. Eine Ermittlungskommission "Eichwald" werde eingerichtet. Sie soll sich aus Ermittlern der vorherigen Ermittlungskommission "Camping" in Lippe und Bielefelder Kriminalpolizisten zusammensetzen. "Insbesondere die große Menge sichergestellter digitaler Daten macht es erforderlich, weitere Fachleute anderer Polizeibehörden aus NRW in die Bearbeitung einzubinden", heißt es weiter.

Die Vorwürfe gegen die Behörden sollen demnach "auch aus Neutralitätsgründen" im Rahmen der Kommission gesondert behandelt werden.