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Sa, 03 Dez 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Starker Cannabis-Konsum verdünnt die Knochen

© Agafapaperiapunta/ thinkstock
Starke Kiffer haben ein höheres Risiko später an Osteoporose zu erkranken.
Bedenkliche Droge: Haschisch schadet offenbar nicht nur dem Gehirn, sondern auch den Knochen. Denn wer regelmäßig Dope raucht, hat meist dünnere Knochen und bricht sich diese auch häufiger. Außerdem wiegen starke Kiffer weniger und haben einen niedrigeren Body-Mass-Index, wie eine Studie zeigt. Das erhöht ihr Osteoporose-Risiko zusätzlich.

Cannabis gilt als eine der beliebtesten illegalen Drogen - und wird zunehmend auch als legales Heilmittel eingesetzt. Doch der regelmäßige Konsum von Haschisch birgt auch Risiken. So kann Cannabis den Ausbruch von Psychosen fördern, die Gehirnwellen durcheinanderbringen und die Fitness der Spermien verringern. Ob Kiffen dagegen dumm macht, ist bis heute umstritten.

Kommentar:


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Blickpunkt Wahrheit: Ein Blick in unser Unbewusstes: Wissen wir, wer wir sind, oder sind wir uns selbst fremd?


Modell eines Menschen: Kutsche, Pferd, Kutscher, Meister
Sigmund Freud dürfte jedem ein Begriff sein. Doch ist alles Unbewusste wirklich nur verdrängt? Ist Selbsterkenntnis nur ein Taschenspielertrick? Oder können wir wie Archäologen unser Unbewusstes ausgraben und offenlegen? Timothy D. Wilson ist einer der weltweit führenden Sozialpsychologen, der sich in vielen Untersuchungen und Experimenten dieser Frage gewidmet hat - was denn wirklich unser Unbewusstes ist - und dabei viele neue und wichtige Erkenntnisse entdeckt hat.

Der Mensch besitzt ein leistungsfähiges, komplexes und adaptives Unbewusstes, das entscheidende Bedeutung für sein Überleben in der Welt hat. Da jedoch dieses so wirksam operierende Unbewusste unseren Blicken entzogen und weitgehend unzugänglich ist, beeinträchtigt es unsere Selbsterkenntnis. Blindheit für den eigenen Charakter kann Menschen veranlassen, nachteilige Entscheidungen zu treffen. Wir müssen die Ursachen unserer Reaktionen verstehen, um unerwünschte Einflüsse auf unsere Gefühle und unser Verhalten zu vermeiden.

Bell

Gegen gesellschaftliche Perspektivlosigkeit: Apell für genaues Hinschauen, Verstehen und mehr Miteinander

© querdenkende.com

Mutlos weder zurück noch nach vorne blicken?


Mechanisches, gar stundenlanges Vollrichten bestimmter Bewegungsabläufe erfordert auf gewisse Weise eine Konzentration, selbst wenn man dabei tatsächlich abschaltet, zumindest in Phasen. Hinterher verbleiben da Momente, in denen die Frage im Raum steht: Worüber habe ich nur gegrübelt? Meistens entrinnen diese Gedankengänge, um irgendwo in den Tiefen der Erinnerung zu verweilen, vielleicht irgendwann dann doch noch zurückzukehren.

Darf man hierbei von einer Form der Meditation sprechen, einer Trance im Tun während gleichbleibend sich wiederholender Arbeitsgänge? Auf alle Fälle, wer es schon durchlebte, weiß dies nachzuempfinden. Du hast eine zeitlang in deinem Leben solche Jobs vollrichtet, dich stets bemüht, dich weiterzubilden, nicht nur weil die Gesellschaft das gern sah, sondern erst recht, um dir selbst zu beweisen, daß du gern mit offenen Augen lernend durchs Leben gehst.

Erfahrungswerte kann uns niemand nehmen

Auf diese Weise gingen sie dahin, die Jahrzehnte eines arbeitsintensiven Lebens, in dem Langeweile niemals aufkam und das nicht nur, weil du eine Familie gegründet, sorgenvoll die eigenen Kinder hast aufwachsen sehen, sondern weil du in deiner Wißbegier dir immer wieder die Frage stelltest, was du noch nicht erreichtest, woran es lag oder was du alles unternehmen mußt, um selbst diese Hürden zu meistern. Oder aber läßt es dich kalt, wissend nach einem erfülltem Leben, daß Grenzen dir aufzeigen, dir überhaupt kaum Chancen verbleiben, etwas ändern zu können

Gewährt gerade eine Gesellschaft des sozialrassistischen Abbaus mit der daraus resultierenden zwischenmenschlichen Kälte noch Freiräume, dem anderen seinen jahrzehntelangen Stolz noch zu gönnen, wie man unschwer allein schon an den bösartigen Stellschrauben eines deutschen Hartz-IV-Systems im Alltag längst beobachten kann?

Angefangen von den menschenverachtenden Sanktionen bis hin zu Familienzwistigkeiten, in denen sich gegenseitig belauert wird, wer denn der bessere Mensch sei, nur weil die eigenen Kinder kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt oder umgekehrt sie den Eltern vorschreiben, wie diese zu leben haben? Sind wir schon so weit gekommen, daß die Gesellschaft sich mißtrauisch beäugt, mit Schuldzuweisungen aufeinander eindrischt, während die eigentlichen Urheber sich ins Fäustchen lachend abwenden? Wir sind es, die genauer hinschauen müssen!

Kommentar:


People

Notsituationen machen Menschen hilfsbereiter - Egoisten jedoch egoistischer

Forscher lassen 104 Probanden Szenarien am Computer durchspielen
Berlin - Die Hilfsbereitschaft eines Menschen gerade im Notfall hängt stark von der Persönlichkeit ab. Aktuelle Ergebnisse von Forschern des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung zeigen, dass die meisten Menschen helfen würden - und einige sogar mehr als in harmlosen Alltagssituationen.

"Notsituationen scheinen die ursprüngliche Tendenz zur Kooperationsbereitschaft einer Person zu verstärken", so Forscherin Mehdi Moussaïd. Die Experten haben 104 Probanden Szenarien am Computer durchspielen lassen. Bei dem von ihnen entwickelten "Helfen- oder Flüchten-Dilemma-Spiel" mussten sie unter finanziellem und zeitlichem Druck in zwei verschiedenen Situationen - einer alltäglichen und einer Gefahrensituation - entscheiden, ob sie Zeit verlieren, um anderen zu helfen, bevor sie zum Ziel kommen oder ob sie sich selbst in Sicherheit bringen.

Kommentar:


Brain

Forschung: Wie Erinnerungen entstehen

© pixelio.de, Lupo
Bücher: Forscher gehen dem Lernen auf den Grund
Gehirn-Rezeptor TrkB spielt wichtige Rolle bei Synapsen-Transformation

Durham/Jupiter - Erinnerungen werden über Veränderungen in den Synapsen abgespeichert. Forscher der Duke University und des Max Planck Florida Institute for Neuroscience konnten unerwartete molekulare Mechanismen in diesem Bereich nachweisen. Die in Nature veröffentlichten Ergebnisse könnten neue Einblicke in die Entstehung von Krankheiten wie Epilepsie ermöglichen.

Kleine Noppen, große Wirkung

Laut Mitautor James McNamara von der Duke University beginnt die Wissenschaft jetzt zu verstehen, wie Erinnerungen in gesunden Gehirnen entstehen und auch wie sich ein normales Gehirn in ein an Epilepsie erkranktes verwandelt. Beim Erwerb neuer Erinnerungen verstärken sich die Verbindungen zwischen bestimmten Neuronen. Vor allem die Infos empfangenden Enden der Neuronen, kleine Noppen, werden etwas größer.

Kommentar:


Video

Menschliche Wahrnehmung ist voller Fehler: Der Completion-Effekt im Gehirn

Tübingen (USA) - Fußballtore, die alle - und insbesondere der Schiedsrichter - sehen, die aber in Wirklichkeit gar keine waren, sind nur ein Beispiel dafür, dass wir Menschen manchmal Dinge sehen, wie sie so eigentlich gar nicht passiert sind oder gar nicht da waren. Eine aktuelle Studie hat sich diesem Problem jetzt angenommen und bestätigt, dass selbst, wie im Falle des Schiedsrichters, eine Fachexpertise nicht vor falschen Wahrnehmungen schützt. Das ist auch und gerade für grenzwissenschaftliche Untersuchungen und Fallbeurteilungen interessant.

Die Pressemitteilung der Universität Tübingen, verdeutlicht die Problematik am Beispiels des sogenannten „Phantomtors von Hoffenheim“ im Bundesligaspiel von 1899 Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen am 18. Oktober 2013: „Ein Schuss, ein fliegender Ball, ein Loch im Außennetz, ein Tor. Alle sahen das Tor der Leverkusener, so entschied auch der Schiedsrichter, was für die Hoffenheimer eine Niederlage bedeutete. Tatsächlich hatte der Ball jedoch die Torlinie nie überschritten. Ganz klar: Fehler des Schiedsrichters. Oder?“

Wie die Forscher um Professor Markus Huff aus dem Arbeitsbereich Allgemeine Psychologie der Universität Tübingen aktuell im Fachjournal Cognitive Research: Principles and Implications (DOI:10.1186/s41235-016-0008-5) erläutern, sei dem Schiedsrichter die Fehlentscheidung nicht anzulasten, denn „der menschlichen Wahrnehmung entgehen viele Informationen, die das Gehirn errate und ergänze - zuweilen in fehlerhafter Weise.“

Kommentar: Es gibt eine ganze Reihe von kognitiven Interpretationsfehlern im menschlichen Denken, die man kennen sollte. Ein sehr empfehlenswertes Buch zu diesem Thema ist Gestatten, mein Name ist Ich: Das adaptive Unterbewusste - eine psychologische Entdeckungsreise von Timothy D. Wilson.

Gerade im Hinblick auf das Erkennen von pathologischen Personen und deren Suggestionen und Manipulationen ist es wichtig, sich mit diesem Thema gut vertraut zu machen, um sich und andere schützen zu können. In unserer nächsten SOTT Radio Show befassen wir uns mit Wilsons interessantem Buch und den Implikationen.

  • Chris Hedges: Die Zivilisation der Blinden und Wie man denkt



Family

Sind Sie auch in einer narzisstischen Familie aufgewachsen?


Selbst wenn die Familiendynamik nach außen hin "gut" oder "normal" aussieht, können die versteckten, emotionalen Dynamiken viel Schaden anrichten
Wenn Sie verwirrt sind über Ihre eigenen Tendenzen, es allen recht zu machen, über Ihr Bedürfnis nach Anerkennung von außen, und sogar Ihre eigenen Gefühle, dann schlage ich vor, dass Sie The Narcissistic Family: Diagnosis and Treatment" ("Die narzisstische Familie: Diagnose und Behandlung") von Stephanie Donaldson-Pressman und Robert M. Pressman lesen.

In ihrer Arbeit als Therapeuten erkannten die Autoren einen ungewöhnlichen Trend - Patienten mit ähnlichen Merkmalen wie erwachsene Kinder von Alkoholikern, aber ohne Hinweise auf einen Alkoholmissbrauch der Eltern. Außerdem erinnerten sich viele der Patienten nicht an irgendeine offenkundige Misshandlung als Kinder. Aus welchen Gründen zeigen diese Patienten also die dysfunktionalen, psychologischen, zwischenmenschlichen und Arbeitsmerkmale von Überlebenden eines Missbrauchs?

Die Antwort war eine andere Art von dysfunktionaler Familie, welche von den Autoren als die narzisstische Familie benannt wurde. Was alle diese Patienten gemeinsam hatten war, dass die Bedürfnisse ihrer Eltern während ihrer Kindheit den Vorrang vor den Bedürfnissen der Kinder hatten. Dies steht im Gegensatz zu gesunden Familien, in welchen die Bedürfnisse der Kinder zuerst kommen. Ohne weitere Erklärung könnte für diese Entdeckung die Bezeichnung "Dysfunktion" nicht ganz angemessen erscheinen.

Um dies also zu erklären: Ein wesentliches Ziel für die meisten Familien besteht darin gesunde Kinder aufzuziehen, die eines Tages unabhängige Erwachsene werden. In einer gesunden Familie gelingt es den Eltern diese Aufgabe zu erreichen, indem sie die Verantwortung für die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse ihrer Kinder übernehmen. In Laufe der Zeit lehren Eltern ihre Kinder unabhängig zu sein, indem sie ihnen erlauben, die Verantwortung für ihre eigenen Bedürfnisse in einer ihrer jeweiligen Entwicklung angemessenen Art und Weise zu übernehmen. Somit ist die Hauptaufgabe der Kinder unabhängige Erwachsene zu werden. In dieser Zeit lernen sie ihre Empfindungen, Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend zu handeln. Eltern kümmern sich um ihre eigenen Bedürfnisse oder suchen bei Erwachsenen um Hilfe. Obendrein haben die Kinder durch Nachahmungslernen ebenfalls gelernt gute Eltern zu sein.

In narzisstischen Familien wird dies wesentliche Ziel verdreht und die Erfüllung der elterlichen Bedürfnisse erlangt höchste Wichtigkeit für die Familie. Diese Wendung geschieht meist einige Zeit nach dem Kleinkindalter, da die Autoren betonen, dass die meisten Kinder narzisstischer Familien als Babys gut betreut werden. Tatsächlich geschieht es sehr wahrscheinlich einige Zeit nachdem das Kind beginnt sich von den Eltern abzugrenzen und anfängt die eigenen Bedürfnisse durchzusetzen. Dieser normale Entwicklungsverlauf ist schwierig für Eltern, für die es am wichtigsten ist, dass ihre eigenen Bedürfnisse befriedigt werden auf Grund ihrer Arbeitsbelastung, körperlicher oder geistiger Behinderung, oder einem Mangel an Geschick bei der Kindererziehung, um einige Gründe zu nennen. Um dies zu kompensieren kämpfen die Eltern dagegen an, ignorieren die Bedürfnisse des Kindes und zwingen es zur selben Zeit dazu, auf ihre eigenen Bedürfnisse zu reagieren, indem sie Aufmerksamkeit und Zuneigung zurückhalten bis das Kind auf ihre Bedürfnisse eingeht. Auf diese Weise werden die emotionalen Bedürfnisse der Kinder nicht beachtet und ihnen wird die Gelegenheit vorenthalten, allmähliche Unabhängigkeit zu erleben und etwas über sich selbst zu erfahren. Stattdessen lernen sie zu warten, um zu verstehen was ihre Eltern erwarten, um dann auf diese Erwartungen, negativ oder positiv, zu reagieren.

Kommentar: Wenn man es anderen ständig recht macht aus Angst zurückgewiesen zu werden, Angst zu versagen, Angst gedemütigt zu werden, Angst bestraft zu werden oder anderen negativen Empfindungen heraus, dann tritt das gewöhnlich bei Menschen auf, die überkritische Eltern haben/hatten. Normalerweise ist das Bedürfnis zu gefallen und für andere da zu sein eine gute Eigenschaft. In der narzisstischen Familiendynamik wird dies jedoch verdreht und verzerrt um den Bedürfnissen der Eltern zu dienen. In dieser Umgebung muss ein Kind sich den Wünschen und Bedürfnissen des Elternteils anpassen und entwickelt keine eigene Individualität oder lernt es nicht, die EIGENEN Gefühle oder Bedürfnisse auszudrücken.

Diese Dynamik wird von Leuten in der Gesellschaft perfekt gespiegelt, welche ihre Angst auf verkehrte Weise lindern möchten und dadurch motiviert sind ein Gefühl der Sicherheit anzustreben.
Menschliche Beziehungen werden durch Angst geplagt. Dieser Kreislauf beginnt allzu oft in unserer ersten Beziehung mit unseren Eltern. Zu sehr mit sich selbst beschäftigt um zu erkennen was ihr Kind wirklich von ihnen benötigt, missbrauchen viele Eltern die Schwäche ihres eigenen Kindes und die Abhängigkeit von ihnen - sein emotionales Bedürfnis nach Trost, Sicherheit, Vertrauen und die liebende Anerkennung derjenigen, die ihm am nächsten sind. Dieser Junge, jetzt selber Vater, der während dieser entscheidenden Wachstumsphasen selbst zu kurz gekommen ist, könnte sich nun von den emotionalen Bedürfnissen seines eigenen Kindes bedroht fühlen und abhängig werden davon, dass seine eigenen Kinder und Ehepartner ihm das liefern, was er niemals hatte. Der Teufelskreis dreht sich weiter und seine eigenen Kinder wiederum lernen ihre Bedürfnisse zu unterdrücken, ihre eigenen Gefühle zu leugnen und als hohle Spiegelbilder der Bedürfnisse ihres Vaters zu leben. Wenn ein Kind die emotionalen Bedürfnisse eines Elternteils erfüllen muss und nicht anders herum, ist die Eltern-Kind-Beziehung auf den Kopf gestellt. Stephanie Donaldson-Pressman und Robert Pressman bezeichnen dies als "narzisstische Familiendynamik", und die Probleme die dies hervorruft, sind von unmittelbarer Bedeutung für die gewaltigen geopolitischen Probleme, welche der Welt gegenwärtig begegnen.

Solche Kinder suchen - wie ihre Eltern - einen gewissen Trost, ein gewisses Sicherheitsgefühl, aber da sie nicht wissen wohin und wonach sie Ausschau halten sollen, finden sie es oft am falschen Ort: bei ihren eigenen Kindern, ihren Liebhabern, ihrer Arbeit, irgendeiner religiösen oder politischen Sache. So sehr sie es auch abstreiten mögen, sind sie motiviert durch die Ängste, welche sie als Kinder erfuhren - die Angst davor, allein da zu stehen, unsicher, ungeliebt, verwirrt zu sein, nicht dazuzugehören, verlassen zu werden. Zuflucht vor dem Schmerz finden sie in irgendeiner buchstäblichen oder symbolischen Umarmung, die dennoch irgendwie unvollständig ist, wie die "Sicherheit" eines sinkenden Schiffs oder wie ein Schloss, das auf Sand gebaut ist. Da sie nicht loslassen wollen und sich dem Schmerz noch einmal aussetzen, fahren sie ihre Verteidigung hoch - ein Sammeln der Truppen um "den Leuten", ihren eigenen fragmentierten Persönlichkeiten, ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Aber solch eine Verschleierung ist aufgebaut auf und abhängig von Lügen, nur halb gesehenen Dingen durch Linsen von verleugneter und verzerrter Emotion. Wir können verleugnen, dass wir eine Beziehung mit einem Psychopathen haben, jemand der uns, trotz Misshandlung und der psychischen Qual, der er uns aussetzt, ein gewisses Gefühl von Trost und Stabilität in unserem Leben bietet. Oder wir können unseren eigenen Vertrauensbruch an den emotionalen Bedürfnissen der uns Nahestehenden leugnen: das Kind, welches wir tadeln und entsprechend unserer eigenen verdrehten Wertvorstellungen verbiegen, oder den Liebhaber, von dem wir verlangen jemand zu sein der er nicht ist.

Ich finde es faszinierend, wie diese Dynamik einer einzelnen menschlichen Seele so gut den Wahn der Vielen widerspiegelt. Genau so wie wir unsere psychischen Kräfte sammeln um an jenem Gleichgewicht festzuhalten das wir verzweifelt Angst haben zu verlieren, sammeln wir unsere militärischen Kräfte um uns vor Feinden zu schützen, die es nicht gibt, um Probleme zu Hause zu verschleiern, welche die nach "dort draußen" projizierten in den Schatten stellen. Wie kann es soweit kommen? Bisher habe ich in dieser Serie Psychopathen beschrieben - Personen ohne Gewissen, außerstande Reue zu empfinden und machthungrig - und ihre Unterwanderung von Unternehmen und Politik - zwei Sitze der Macht in der Neuzeit.

Ihr Modus operandi ist das Manipulieren der Emotionen der Massen, vor allem Angst. Es wird häufig gesagt, dass Politiker Angst ausnutzen, aber was bei dieser Binsenwahrheit fehlt ist ein Verständnis dafür, was sie motiviert dies so zu tun, weshalb sie so gut darin sind, und wie weit sie wirklich gehen wenn sie das tun. Psychopathen verstehen menschliches Verhalten, oft besser als wir uns selbst verstehen. Im letzten Artikel zitierte ich einen diagnostizierten Psychopathen, Sam Vaknin, der beschrieb, wie er emotionale Beschimpfungen und Beleidigungen nutzte um seine Opfer kaputtzumachen. Es war nur ein Beispiel des psychologischen Wissens über das Psychopathen verfügen, und das durch lebenslanges Beobachten und Interagieren mit den "Anderen" [uns normalen Menschen] verfeinert wird; deren fremdartige emotionale Reaktionen ihnen so komisch und lächerlich vorkommen. Wenn diese besonderen Kenntnisse auf die globale Bühne übersetzt werden, bekommt man Geopolitik und all die Propaganda und Lügen, welche diese begleiten.

Warum ist die Welt so wie sie ist? Politische Ponerologie
Das 1x1 der Ponerologie: Lobaczewski und die Wurzeln der Politischen Ponerologie
Das 1x1 der Ponerologie: Menschenschinder oder Manager - Psychopathen bei der Arbeit
Politische Ponerologie in Echtzeit: Ideelle Reinigung von Ukraine's Parlament
Ponerologie, Pathokratie und der große Fehler der einseitigen Berichterstattung durch die Medien
John F. Kennedy und die Verzerrung der Politischen Ponerologie
Der psychopathische Arzt: Dr. Heinrich Gross
Das 1x1 der Ponerologie: Die Wahrheit hinter dem Krieg gegen den Terror
Zusätzliche englischsprachige Quellen über Narzissmus

Das 1x1 der Ponerologie: Lobaczewski und die Wurzeln der Politischen Ponerologie

Wenn viele Menschen schon in ihrer Kindheit lernen, dass es für ihr Überleben wichtig ist, Autoritäten ohne Fragen einfach zu folgen, ist es kein Wunder, dass es so viele Mitläufer gibt. Mitläufer die unseren psychopathischen "Führern" fraglos und klaglos folgen und deren Sache zu ihrer eigenen machen. Wie weit so etwas gehen kann, kann in unseren Geschichtsbücher über das "Dritte Reich" und ähnlichen Epochen nachgelesen werden. Eine Geschichte, die heutzutage anscheinend eine Neuauflage erlebt. Lesen Sie hierzu Bob Altemeiers frei erhältliches Buch The Autoritarians (Englisch).


Butterfly

"Liebeshormon" Oxytocin bewirkt stärkeres Bewusstsein für Spiritualität

Durham (USA) - Das auch als „Liebeshormon“ bezeichnete Hormon Oxytocin ist bekannt für seine wichtige Rolle für soziale Verbindungen und Altruismus. US-Forscher konnten nun zeigen, dass Oxytocin aber auch die Spiritualität von Männern steigert. Eine derartige Wirkung auf Frauen gelte es noch genauer zu untersuchen.
© Duke University
Symbolbild: Oxytocin fördert offenbar unsere Wahrnehmung von Spiritualität.
Wie Patty Van Capellen von der Duke University und Kollegen aktuell im Fachjournal Social Cognitive and Affective Neuroscience (DOI: 10.1093/scan/nsw078) berichten, zeigten ihre Untersuchungen, dass Männer bis zu einer Woche nach der Einnahme von Oxytocin von einem stärkeren Bewusstsein für Spiritualität berichtet hatten. Auch berichteten jene Versuchspersonen, die - im Gegensatz zur Kontrollgruppe - Oxytocin eingenommen hatten, von stärkeren positiven Emotionen während der in der Folge durchgeführten Meditationen. Die Teilnehmer der Oxytocingruppe berichteten unter anderem von stärkeren Gefühlen, mit anderen Menschen und Lebewesen im Allgemeinen verbunden zu sein und von der Vorstellung eines „höheren Plans oder Bewusstseins, dass alle Menschen verbinde“.

Kommentar:


Cut

Melancholische Musik lässt empathische Zuhörer aufleuchten

Einige Menschen erleben ein Hochgefühl, wenn sie sich Liedern voller Seelenschmerz hingeben. Forscher unterzogen sie einem psychologischen Charaktertest - und fanden vor allem eine Auffälligkeit.
© pa/Bildagentur-online
Während manche Menschen sich in ihrer Freizeit lieber mit den Wildecker Herzbuben oder Helene Fischer beschallen lassen, bevorzugen andere eher Beethovens „Mondscheinsonate“ oder Balladen von Nick Cave. Ein finnischer Musikwissenschaftler wollte die Ursachen für derart verschiedene Vorlieben ergründen und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis: Unser Geschmack hängt stark vom Empathievermögen ab.

Lieder, die von Trauer und Verlust geprägt sind, scheinen ein paradoxes Phänomen hervorzurufen: Im Alltag versuchen wir, negativen Einflüssen und Empfindungen aus dem Weg zu gehen. Doch daheim vor der Stereoanlage genießen oder zelebrieren einige Menschen gar düstere und bedrückende Stimmungen.

Lange haben Forscher untersucht, welche Charaktereigenschaften zu welchen Vorlieben für unterschiedliche Musikstile führen würden. Gezeigt wurde, dass weltoffene Menschen musikalische Raffiniertheit mögen, während Regeln und feste Muster bevorzugende Menschen lieber Punk und Rock hören. Beim Thema traurige Musik zeichnen sich allerdings andere Zuordnungen ab.

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Gemeinsames Filme schauen soll zusammenschweißen und Schmerz dämpfen

© kzenon/iStock
Emotional aufwühlende Filme stärken das Wir-Gefühl und dämpfen unser Schmerzempfinden
Wenn wir uns gemeinsam mit anderen einen aufwühlenden Spielfilm im Fernsehen oder im Kino anschauen, ist dies mehr als nur ein Zeitvertreib. Das gemeinsame Durchleben mitreißender Emotionen bewirkt auch erstaunliche psychologische und körperliche Effekte, wie ein Experiment belegt. So schweißt das gemeinsame Gucken einer Tragödie eine Gruppe enger zusammen. Gleichzeitig bewirkt eine Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen, dass sogar unsere Schmerzschwelle nach einer solchen Erfahrung messbar sinkt.

Ob der blutrünstige Krimi, das große Drama oder die bewegende Liebesgeschichte: Wir Menschen opfern einen oft erstaunlich großen Teil unserer Zeit und unseres Geldes dafür, uns durch ausgedachte Geschichten unterhalten zu lassen. Ob die überlieferten Sagen am Lagerfeuer unserer Vorfahren, die Romane der Belletristik oder der Hollywood-Spielfilm:
"Fiktion sowohl in Form des Geschichtenerzählens als auch im Drama, ist ein wichtiger Teil der menschlichen Gesellschaft",
erklären Robin Dunbar von der University of Oxford und seine Kollegen. Aber warum eigentlich?