Willkommen bei SOTT.net
Do, 17 Aug 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
Karte

Magnify

Experiment: Verbesserte Sehkraft nach Blick auf optische Illusion

Ein verblüffendes Experiment zeigt: Wenn Menschen auf eine Spirale blicken, die sich im Uhrzeigersinn dreht, schneiden sie in einem anschließenden Sehtest besser ab.

© Unbekannt
Eine bestimmte optische Illusion sorgt offenbar dafür, dass Menschen kurzzeitig besser sehen. Das berichten nun Forscher um Martin Lages von der University of Glasgow im Fachmagazin "Psychological Science". Sie luden insgesamt 74 Probanden zu einem Sehtest ein. Dabei mussten die Teilnehmer auf einer Tafel Buchstaben entziffern, die zunehmend kleiner wurden. Anschließend sollten die Probanden auf Spiralen blicken, die sich entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn drehten. Dann wiederholten die Teilnehmer den Sehtest.

Nach einem Blick auf solche Spiralen stellt sich üblicherweise eine spezielle optische Illusion ein: Sehen wir Spiralen, die sich im Uhrzeigersinn drehen, dann kommen uns anschließend Dinge, die wir betrachten, so vor, als würden sie wachsen. Bei Spiralen, die sich gegen den Uhrzeigersinn drehen, schrumpfen dagegen die Dinge, die wir anschließend betrachten.

Kommentar:


Mail

Remote Viewing: Machbarkeitsstudie liefert Belege für außersinnliche Wahrnehmung

© GreWi
Symbolbild: Ganzfeld-Stimulation vor der Remote Viewing Session (lllu.).
Freiburg i. Br. (Deutschland) - In einer sog. Machbarkeitsstudie (Proof-of-Principle-Study) haben Psychologen das standartisierte Verfahren des „Remote Viewings“ (RV), also der sogenannten Fernwahrnehmung untersucht. Die Ergebnisse belegen einen deutlichen Effekt und legen nahe, dass Menschen tatsächlich in der Lage sein könnten, durch ein systematisches Verfahren wie dem RV-Protokoll, Informationen zu erhalten, die ihnen durch den Gebrauch der sonstigen fünf Sinne nicht zugänglich wären.

„Das in unserer Studie untersuchten Verfahren ist an jenem Originalprotokoll orientiert, das zwischen 1978 und 1995 im damals geheim gehaltenen, vom amerikanischen Militär finanzierten sog. Stargate-Programm verwendet wurde“, erläutert der Psychologie-Student Maximilian Müller von der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg, gegenüber Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi), dessen Studie im Rahmen eines wissenschaftlichen Praktikums am Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V. (IGPP) in Freiburg entstand.

Igloo

Zu einfach gestrickte Studie: Wer schwarzen Kaffee liebt, ist ein Psychopath

So schwarz wie die Seele: Wer am liebsten schwarzen Kaffee genießt, der sollte jetzt aufpassen: Angeblich trinken den nur Psychopathen.
© pixabay
Für manchen gibt es nichts Schöneres als eine dampfende Tasse Kaffee am Morgen. Und das am besten schwarz - ohne Milch, Zucker oder anderen Schnickschnack. Nur der Geschmack der braunen Bohne, der den Koffein-Kick verspricht.

Doch vielleicht sollten Sie das nochmal überdenken - denn Innsbrucker Forscher haben Schockierendes herausgefunden: Wer seinen Kaffee gerne schwarz trinkt, ist wahrscheinlich ein Psychopath.

Der Grund dafür: Derjenige, der lieber den bitteren Geschmack der Kaffeebohne bevorzugt, legt auch häufiger asoziale Persönlichkeitsmerkmale an den Tag. Doch das ist noch nicht alles: Laut der Studie könne die Präferenz für den bitteren Geschmack sogar einen gewissen Hang zu Alltagssadismus vorhersagen.

Kommentar: Die Studie ist etwas zu allgemein, denn nur anhand eines Merkmals kann man nicht feststellen, ob jemand ein Psychopath ist. Eine weitere Gefahr ist, dass zu schnell Urteile gebildet werden.


Brain

Studie: Altruistisches Verhalten führt zu Glücksgefühlen

© www.globallookpress.com Global Look Press
Das menschliche Gehirn belohnt Großzügigkeit mit Glücksgefühlen.
Großzügige Handlungen wie Schenken oder Spenden lösen im Gehirn Glücksgefühle aus, auch wenn sie sich aus rein ökonomischer Sicht nicht lohnen. Zu diesem Schluss kam ein Forscherteam der Universität Lübeck, das menschliche Hirnaktivitäten genauer unter die Lupe nahm.

Ein internationales Forscherteam um So Young-park von der Universität Lübeck konnte mithilfe von funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) zeigen, welche neuronalen Verknüpfungen dabei eine Rolle spielen. Ihre Ergebnisse veröffentlichte die Gruppe im Fachmagazin "Nature Communications".

Die Forscher haben das Experiment in Zürich durchgeführt. Dabei versprachen die Forscher zunächst jedem von 50 Probanden, diesem in den kommenden vier Wochen jeweils 25 Schweizer Franken zu schicken. Die eine Hälfte der Probanden musste versprechen, das Geld für andere Menschen auszugeben, indem sie zum Beispiel einem Freund ein Geschenk machen. Die andere Hälfte, die als Kontrollgruppe fungierte, musste hingegen versprechen, das Geld ausschließlich für sich selbst auszugeben. Das habe ausgereicht, um die Gehirne der Probanden in gewisser Weise auf großzügig oder eben weniger großzügig zu polen, sagt Park.

Kommentar: Es ist ob der von Psycho- und Soziopathen beherrschten Welt (inklusive unseres nahezu raubtierhaft kapitalistischen Wirtschaftssystems) eine traurige Tatsache, dass es einer Studie bedarf, um eine der Eigenschaften echter Menschlichkeit hervorzuheben. Andererseits ist es jedoch ermutigend, was sich hier zeigt: Bei dem Großteil der Menschen verbindet sich Altruismus mit Glücksgefühlen - wohl auch aufgrund der durch das Geben stärker hergestellten Nähe zu ihren Mitmenschen.


Family

Emotionale Mimik ist offenbar doch angeboren

Zumindest in der spontanen Variante, wie eine aktuelle Metastudie ergab
Genf - Angst, Freude oder Wut lassen sich meist im Gesicht ablesen. Ob diese spontane Mimik anerzogen oder von Geburt an vorhanden ist, war bisher umstritten. Nun haben Wissenschafter der Uni Genf Hinweise gefunden, die stark darauf hindeuten, dass das emotionale Mienenspiel angeboren ist. Die Forscher schließen dies aus zahlreichen vorangegangenen Studien über die Gesichtsausdrücke blind geborener Menschen.

Das Forscherteam um Edouard Gentaz von der Universität Genf hat 21 Studien über die Mimik von Blinden aus den Jahren 1932 bis 2015 ausgewertet. In ihrer Übersichtsarbeit im Fachblatt Psychonomic Bulletin & Review halten sie fest: Es spricht vieles dafür, dass spontane Mimik tatsächlich angeboren und universell ist. Sie aktiviert nämlich die gleichen Gesichtsmuskeln bei Blinden und Sehenden.

Nebula

Könnte das Universum über ein Bewusstsein verfügen?

© NASA/ESA/ESO
Die Idee, dass das Universum über ein Bewusstsein verfügen könnte, fasziniert seit Jahrhunderten sowohl Wissenschaftler als auch Philosophen. Diese Überlegung beruht auf die als »Panpsychismus« bezeichnete metaphysische Theorie, die besagt, dass nicht nur das Universum ein Bewusstsein besitzt, sondern auch alle Objekte darin die Befähigung haben, zu denken und ihre Wege zu lenken.

Panpsychismus ist die Entwicklung geistiger und mentaler Eigenschaften, wobei die Grundstrukturen dafür bereits als Vorstufen in der materiellen Welt vorhanden sind. Diese Vorstufen werden oft »proto-mentale« Eigenschaften genannt. Panpsychismus geht nicht davon aus, dass beispielsweise Atome oder Bakterien Schmerzen oder ähnliche Bewusstseinszustände erleben können und auch nicht, dass alle Dinge eine Seele haben. Das heißt, zwar alles besitzt im Universum diese (proto-)mentale Eigenschaften, aber nicht alles entwickelt daraus auch ein Bewusstsein.

Kommentar:


Butterfly

Sterbende sehen dem Tod mehrheitlich positiv entgegen

© Public Domain
Chapel Hill (USA) - Die Angst vor dem Sterben und dem Tod gehört wohl zu den fundamentalsten Ängsten unserer Existenz und ist meist mit der Furcht vor Schmerz, Leiden, Verlust und Einsamkeit verbunden. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass Sterbende selbst dem Tod mehrheitlich positiv entgegen sehen.

Wie das Team um Kurt Gray von der University of North Carolina aktuell im Fachjournal Psychological Science (DOI: 10.1177/0956797617701186) berichten, legen die Ergebnisse ihrer Studie nahe, dass unsere Erwartungen nicht unbedingt mit der Realität des Sterbens übereinstimmen. Laut den Forschern sollte diese Erkenntnis auch Auswirkungen auf unseren Umgang mit Sterbenden haben.

„Tatsächlich zeigt sich, dass Sterben sehr viel weniger traurig oder angsteinflößend, statt dessen aber deutlich fröhlicher zu sein scheint, als die meisten sich das wohl vorzustellen vermögen“, so Gray.

Kommentar:


Hearts

Forscher entschlüsseln neuronales Netzwerk der Liebe

© emory university
Präriewühlmäuse paaren sich beim ersten Mal bis zu 40 Stunden lang. Forscher haben analysiert, was sich dabei im Gehirn abspielt.
Präriewühlmäuse sind streng monogam und konnten deshalb US-Wissenschaftern helfen, einige Rätsel rund um die Paarbindung bei Tier (und Mensch) zu lösen

Atlanta/Wien - Selbst im Zeitalter von Tinder und Polyamorie sind und bleiben Treue und Liebe ein großes Thema: Man werfe nur einen Blick auf das aktuelle Cover des Nachrichtenmagazins Profil oder in Doris Knechts neuen Bestseller Alles über Beziehungen.

Die Fragen werden natürlich schon seit Jahrhunderten immer wieder neu gestellt: Ist echte Liebe mit Treue verbunden? Geht das eine auch ohne das andere? Oder werden beide überschätzt? Man kann sich diesem Fragenkomplex aber auch anders - nämlich neurowissenschaftlich - nähern: Was sorgt eigentlich in unseren Gehirnen dafür, dass wir große Zuneigung für eine Person empfinden und dieser dann treu sind?

Kommentar:


Butterfly

Die wissenschaftliche Grundlage für eine regelmäßige Meditationspraxis

© fotolila.com – Sergey Nivens
Wusstest du, dass Yoga kein Selbstzweck ist, sondern in seinen Anfängen dazu diente, die indischen Mönche körperlich fit für ihre stundenlange Meditationspraxis zu machen? Und wusstest du, dass meditieren wirklich hilft? Die meisten Leser dürften die letzte Frage wohl mit nein beantworten. Aus einem einfachen Grund: sich still hinzusetzen und sich mit sich selbst und seiner Atmung, dem Augenblick und für 10 Minuten mal nicht mit dem riesigen Wäscheberg zu beschäftigen, ist schwer und passt an so vielen Stellen nicht in unsere Zeit. Und doch ist es nach der Umstellung deiner Ernährung und regelmäßiger Bewegung das Wichtigste, was du für deine Gesundheit tun kannst.

In so ziemlich jedem Gesundheitsbuch, das ich die letzten Jahre gelesen habe, wird die Meditation und Yoga als Ausgleich zu unserem stressigen Alltag und zur Reduktion des Stress- und Cortisolspiegels empfohlen. Und trotzdem machen es die meisten Menschen, die zu mir in die Beratung kommen, nicht. Es ist langweilig, inaktiv, schnöde. Was soll das bisschen rumsitzen schon bringen. Vielleicht ahnt der ein oder andere auch, dass es weh tun könnte sich mit sich selbst zu beschäftigen? Vielleicht sind da noch verletzte Gefühle, Enttäuschungen, Kränkungen oder Trauer, der man wieder begegnen könnte. Wer will das schon?! Unsere ständige Betriebsamkeit hemmt das Aufkommen so einiger Gefühle.

Butterfly

Studie: Erinnerungen an Nahtoderfahrungen sind „realer als real“

© gemeinfrei
Detail aus „Der Flug zum Himmel“ (Hieronymus Bosch, etwa 1500).
Charlottesville (USA) - Ein wiederkehrendes Merkmal von Erinnerungen an Nahtoderfahrungen ist die Charakterisierung dieser Wahrnehmungen durch die Zeugen als „absolut real“ oder gar „wirklicher als die Wirklichkeit.“ Zwei langjährige Erforscher von Nahtoderfahrungen haben diese Beschreibungen nun mit einer Studie überprüft - mit einem erstaunlichen Ergebnis.

Wie Dr. Bruce Greyson vom Department of Psychiatry and Neurobehavioral Sciences an der University of Virginia und der Nahtodforscher Lauren Moore aktuell im Fachjournal Consciousness and Cognition (DOI: 10.1016/j.concog.2017.03.003) berichten, sind „Nahtoderfahrungen meist sehr lebhafte, lebensverändernde Erfahrungen von Menschen, die dem Tode sehr nahe gekommen sind.“

Skeptiker einer metaphysischen Deutung derartiger Erfahrungen und Erlebnisse verweisen gerne auf dem Umstand, dass sog. Nahtoderfahrungen meist in Verbindung zu Situationen entstehen, in denen die Patienten einen Herzstillstand erlitten haben, wie er oft mit kurzfristigem Gedächtnisverlust erinhergeht, unter Einfluss von - teilweise sogar potentiell psychoaktiven - Medikamenten und grundsätzlich traumatischen Faktoren standen. Hinzu erinnern sie viele Nahtodzeugen erst vergleichsweise lange Zeit später an ihre Erlebnisse - ein Faktor, der für gewöhnlich die Lebendigkeit von Erinnerungen reduziert.

Kommentar: