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Mo, 18 Dez 2017
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Die Wissenschaft des Geistes
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Psychopathen sind eine Gefahr für Unternehmen und Politik

Ob Insiderhandel oder Bilanzbetrug: Vor allem Menschen mit psychopathischen Zügen treiben wirtschaftskriminelle Handlungen in Konzernen voran, zeigt eine Studie. Wie Unternehmen dem vorbeugen können.
robert hare, psychopathen, psychopathie
Düsseldorf - Zur Jahrtausendwende war Enron eines der größten Unternehmen in den USA. In Veröffentlichungen bezeichnete sich der Energiekonzern gerne selbst als "die großartigste Firma der Welt". Nur ein Jahr später folgte überraschend die Pleite: Aktionäre, Banken und Pensionsfonds verloren 60 Milliarden Dollar, mehr als 20.000 Mitarbeiter ihre Jobs.

Hinter dem Debakel steht ein Bilanzbetrug, der wohl einer der größten der US-Geschichte ist: Um die Aktien nach oben zu treiben, hatte der Vorstand über Jahre die Bilanz des Konzerns künstlich aufgepumpt - mit Hilfe von mehr als 2.000 Partnerunternehmen, über die Enron quasi mit sich selbst Geschäfte machte. Sogar als alle Fakten gegen sie sprachen, bestritten die dafür verantwortlichen Manager in den Medien, von der Manipulation gewusst zu haben.

Kommentar: Lesen Sie auch die folgenden Artikel zum Thema Psychopathie:


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Gesundheit und Wohlbefinden: "Positive Desintegration": Psychische Erkrankungen sind ein Entwicklungspotential

In dieser Show diskutieren wir das Buch Positive Desintegration von Kazimiers Dabrowski.
positive desintegration
Kazimiers Dabrowski, ein polnischer Psychologe, Psychiater und Arzt, ist einer der wenigen Vertreter, der der Ansicht ist, dass persönliche Krisen und Traumata ein positives Entwicklungspotential auf die Persönlichkeit von einem Menschen haben kann. Und Krisen sind nach seiner Ansicht für eine positive Entwicklung notwendig.

Laufzeit: 01:28:57

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Hearts

Größte gesundheitliche Gefahr für den Menschen: Isolation und Einsamkeit

einsamkeit, isolation
© Sputnik/ Konstantin Tschabalow
Soziale Isolation und Einsamkeit stellen eine größere Bedrohung für den Menschen dar als Übergewicht, berichten amerikanische Psychologen aus der Brigham Young Universität in einer Pressemitteilung auf dem Portal "EurekAlert!".

Die Auswirkung dieser Faktoren auf die Gesellschaft nehme im Laufe der Zeit nur zu und kann ein ernstes Problem werden, so die Wissenschaftler.

Beziehungen zu anderen Menschen, sagen Experten, sei ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, das für das psychische Wohlbefinden und Überleben wichtig sei.

Kommentar:


Roses

Wie entstehen enge Freundschaften und was erhält sie aufrecht?

Männer beim Baden, Freundschaft
© KDickinson / Getty Images / iStock (Ausschnitt)
Ein stabiles Netz aus Verbündeten bereichert den Alltag und kann sogar das Leben verlängern. Doch was sind die Bausteine langjähriger Freundschaften?

Gute Freunde helfen uns durch Krisen, machen glücklich und halten gesund: Menschen, die bereichernde Beziehungen führen, leiden seltener an Depressionen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und fühlen sich generell weniger gestresst. Damit sich Freundschaften entwickeln können, braucht es allerdings mehr als nur ähnliche Interessen. Folgende Faktoren müssen zusammenkommen.

1. Räumliche Nähe

Wir glauben gerne, dass wir mit unserem besten Freund den einen Seelenverwandten gefunden haben. Doch Studien kommen zu dem ernüchternden Ergebnis, dass es nicht zuletzt vom Zufall abhängt, an wessen Schulter wir uns eines Tages anlehnen. Oft kann man aus ganz profanen Umständen vorhersagen, ob sich zwei Menschen anfreunden. So loste ein Team um den Psychologen Mitja Back von der Universität Münster Studenten bei einer Einführungsveranstaltung Sitzplätze zu. Ein Jahr später befragten die Forscher die Probanden, wie sehr sie ihre Kommilitonen mochten. Das Ergebnis: Wer beim ersten Kennenlernen nebeneinander oder auch nur in einer Reihe gesessen hatte, war jetzt eher miteinander befreundet. Offenbar entscheiden wir nicht allein anhand bewusster Kriterien, wen wir in unseren Freundeskreis aufnehmen.


Kommentar:


Brain

Gewalteinflüsse schädigen das Denken massiv und langfristig

Gewalt
© fpic/fotolia.com
Gewalterfahrungen können über Jahrzehnte die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen.
Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit leiden nach Gewalteindrücken

Zwar leben wir in einer relativ sicheren Gesellschaft, doch auch hierzulande werden jährlich etliche Menschen Opfer von Gewalt. Noch weit häufiger erfahren Menschen in den Krisenländern dieser Welt schwerste Formen der Gewalt. Die erlebten traumatischen Gewalteindrücke haben dabei eine weitreichende Wirkung auf die Betroffenen, was sich auch in einer Beeinträchtigung ihrer kognitive Fähigkeiten widerspiegelt.

"Menschen, die Gewalt ausgesetzt waren, können auch Jahrzehnte später noch ein verschlechtertes Kurzzeitgedächtnis und eine verschlechterte Konzentrationsfähigkeit aufweisen, wenn sie sich diese Erfahrungen ins Gedächtnis rufen", berichtet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) unter Berufung auf eine aktuelle empirische Studie, an er Forscher des IfW beteiligt waren. Veröffentlicht wurden die Studienergebnisse in dem Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

Bullseye

Warum Selbstmitleid gefährlich, ungesund und destruktiv ist

Selbstmitleid, self pity
Mitarbeiter der Universität Kopenhagen (Dänemark) sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass Selbstmitleid die Immunität schwächt, negativ die Hormonproduktion und den Stoffwechsel beeinflusst sowie zu klinischer Depression führt.

"Vom Standpunkt der Psychologie aus mildert das Selbstmitleid die Stressschärfe, kämpft aber nicht dagegen, sondern verbannt den Stress tief ins Innere. Anspannung häuft sich an, darauf folgt bereits ein tiefer und langanhaltender Stress, der einfach zu klinischer Depression führen kann", zitiert das Nachrichtenportal "kp.ru" die Worte von Psychiatrie-Professors Michail Winogradow.

Bulb

Selbstgespräche in der dritten Person helfen bei der Kontrolle von Emotionen

depression, sorgen, grübeln
© WavebreakMediaMicro/fotolia.com
Menschliche Emotionen, wie Ängste, Trauer und Wut, können für Betroffene eine große Belastung darstellen. In besonders stressigen oder emotionalen Situationen beginnen manche Menschen mit sich selbst zu sprechen. Forscher fanden jetzt heraus, dass Selbstgespräche in der dritten Person helfen, die Emotionen besser zu kontrollieren.
Helfen Selbstgespräche bei der Selbstbeherrschung?

Einige Menschen sprechen in stressigen Situationen mit sich selbst. Führen solche Selbstgespräche zu positiven Auswirkungen oder sind sie eher Ausdruck psychischer Probleme? Forscher fanden jetzt heraus, dass Selbstgespräche in der dritten Person Betroffenen bei der Kontrolle ihrer Emotionen helfen.

Die Wissenschaftler der Michigan State University und der University of Michigan stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass Selbstgespräche in der dritten Person Menschen bei der Selbstbeherrschung unterstützen und ihnen helfen, besser ihre eigenen Emotionen zu kontrollieren. In einer Pressemitteilung der Universität berichten die Forscher von den Ergebnissen ihrer Studie.

Kommentar:


Black Cat 2

Studie zeigt: Menschen erkennen Emotionen auch in Tierstimmen

Baumfrosch
© Andrius Pašukonis / news.rub.de/
Baumfrosch
Bochum (Deutschland) - Ein internationales Forscherteam zeigt in einer aktuellen Studie, dass Menschen Emotionen von Tieren allein anhand deren Stimmen und Lauten richtig erkennen können. In dieser Fähigkeit sehen die Wissenschaftler Hinweise auf einen universellen Code zum Entschlüsseln von akustischen Signalen, der sowohl bei Amphibien bis hin zu Säugetieren zu finden ist.

Amphibien, Reptilien, Säugetiere kommunizieren alle über akustische Signale. "Menschen sind hinzu in der Lage, den emotionalen Inhalt dieser Signale einzuschätzen", berichten die Forscher um Piera Filippi von der Freien Universität Brüssel und Aix-Marseille, gemeinsam mit Forscher der Universitäten Alberta, Wien und Bochum aktuell im Fachjournal Proceedings of the Royal Society B (DOI: 10.1098/rspb.2017.0990).

Dass Menschen diese Fähigkeit angesichts verschiedener Säugetierspezies besitzen, konnte schon in früheren Studien gezeigt werden. Nun erweiterten die Forscher die Ergebnisse auch auf Amphibien und Reptilien.

Bell

These: Technischer Fortschritt macht Menschen blöder

Eine Studie stellt die These auf, dass Menschen durch den technischen Fortschritt heute dümmer sind als vor 160 Jahren.
neurotechnology, brain-hacking
Eine aktuelle Studie aus Belgien sorgt in dieser Woche für Wirbel. Wissenschaftler um Michael Woodley von der Freien Universiät Brüssel stellen die gewagte These auf, dass der technische Fortschritt die Menschheit nicht intelligenter, sondern dümmer macht.

Laut den Forschern wurden die Menschen durch die natürliche Auslese bis vor 180 Jahren zunehmend intelligenter. Schlaue Menschen hatten es damals leichter, etwas "im Leben zu erreichen" und ihre Gene an ihre Kinder weiterzugeben. Dieser Trend habe sich laut der Studie nun umgekehrt. Durch den medizinischen Fortschritt und bessere Ernährung können nun auch Menschen mit geringerem IQ viele Kinder haben, die - im Gegensatz zu vor 180 Jahren - das Erwachsenenalter erleben.

Laut dem Psychologie-Professor James Thompson seien die Studienergebnisse nur logisch. Im viktorianischen Zeitalter habe das Überleben meist von der Intelligenz abgehangen. Aus diesem Grund hätten sich die intelligenten Menschen stärker vermehrt. Heute, in sichereren Zeiten, kommt es zum Überleben nicht mehr so sehr auf den IQ an, weshalb diese Charakteristik nicht mehr entscheidend sei.

Kommentar: Manche Behauptungen der Studie sind sehr gewagt und wie konnte nachgewiesen werden, was Menschen vor 180 Jahren für Reaktionen hatten?


Magnify

Experiment: Verbesserte Sehkraft nach Blick auf optische Illusion

Ein verblüffendes Experiment zeigt: Wenn Menschen auf eine Spirale blicken, die sich im Uhrzeigersinn dreht, schneiden sie in einem anschließenden Sehtest besser ab.

Sehtest
© Unbekannt
Eine bestimmte optische Illusion sorgt offenbar dafür, dass Menschen kurzzeitig besser sehen. Das berichten nun Forscher um Martin Lages von der University of Glasgow im Fachmagazin "Psychological Science". Sie luden insgesamt 74 Probanden zu einem Sehtest ein. Dabei mussten die Teilnehmer auf einer Tafel Buchstaben entziffern, die zunehmend kleiner wurden. Anschließend sollten die Probanden auf Spiralen blicken, die sich entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn drehten. Dann wiederholten die Teilnehmer den Sehtest.

Nach einem Blick auf solche Spiralen stellt sich üblicherweise eine spezielle optische Illusion ein: Sehen wir Spiralen, die sich im Uhrzeigersinn drehen, dann kommen uns anschließend Dinge, die wir betrachten, so vor, als würden sie wachsen. Bei Spiralen, die sich gegen den Uhrzeigersinn drehen, schrumpfen dagegen die Dinge, die wir anschließend betrachten.

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