
© ngsoft/pixabayBei diesen Bergkristallen ist ihre Kristallnatur deutlich erkennbar, das ist aber längst nicht bei allen so.
Was haben Sand, Stahl, Edelsteine und eine Schneeflocke gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch der Blick in ihre Struktur verrät: Sie alle sind kristallin. Sie gehören damit zu einer enorm vielseitigen und wichtigen Stoffgruppe - und ohne sie gäbe es unsere Welt wahrscheinlich nicht. Was aber macht Kristalle so besonders und was sind ihre Geheimnisse?Ob meterhoher Riesenkristall oder winziges Sandkorn:
Kristalle und die aus ihnen bestehenden Minerale prägen unsere Welt. Sie bilden das Gesteinsfundament unter unseren Füßen, sind wichtige Werkzeuge in Wissenschaft und Technik und stecken sogar in unserem eigenen Körper.Was sind Kristalle?Auf die Symmetrie kommt es anSie umgeben uns überall und sind sogar in uns:
Kristalle prägen unseren Alltag ebenso wie unseren gesamten Planeten. Aus ihnen bestehen die Minerale, Metalle und Gesteine von Erdkruste und Erdmantel, sie stecken aber auch in jedem unserer Knochen oder in unserem Zahnschmelz. Ohne Kristalle besäßen wir zudem weder Computer noch unzählige andere technische Errungenschaften.

© Hans-Joachim Engelhardt/ CC-by-sa 4.0Kochsalz bildet typischerweise würfelförmige Kristalle – hier ein zwei Zentimeter großes Exemplar.
Regelmäßig und symmetrischWährend wir bei Quarz, Diamanten oder anderen Edelsteinen ziemlich leicht erkennen, dass es sich um Kristalle handelt, ist dies bei anderen Feststoffen weniger leicht. Dennoch gehören auch die Gesteine oder der Stahlträger dazu. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass sie auf Atom- und Molekülebene betrachtet keine unregelmäßigen, amorphen Gebilde sind, sondern eine
regelmäßige Gitterstruktur besitzen. Anders ausgedrückt: Kristalline Festkörper haben in der Regel eine dreidimensionale, periodische und symmetrische Grundordnung.
Bei einigen Kristallen ist diese Grundordnung unübersehbar, beispielsweise beim Salz oder Zucker. Ihre Würfelform tritt immer deutlich zutage, egal ob beim groben Meersalz, bei großen Steinsalzbrocken oder feinstem Puderzucker. Der Grund dafür: Die kleinste sich wiederholende Einheit in ihrem Kristallgitter, die Elementarzelle, ist bei diesen Kristallen kubisch. Beim Wassereis ist die Elementarzelle dagegen hexagonal, deshalb haben Eiskristalle meist sechs Spitzen oder Kanten. Insgesamt unterscheidet man sieben grundlegende Kristallsymmetrien, die sich in 32 Kristallklassen weiter aufgliedern lassen.
Kommentar: Das Elektrische Universum - Teil 21: Zunahme der Kometenaktivität