
© americanspecialops.com/public domain/DoD, photo by Sgt. Steven L. Phillips In lokale Umgebungen einsickern und verdeckt Aufträge ausführen: US-Spezialeinheiten werden bei der Operation "Jade Helm" mögliche Einsätze im "feindlichen" Ausland trainieren
Spezialkommandos proben von Juli bis September 2015 im Süden der USA verdecktes Agieren unter feindlicher Zivilbevölkerung. Patriotische Milizen halten das Manöver für eine Bedrohung der Südstaaten und wollen es stören.Wer in diesen Wochen
die Internetseiten der Waffenlobby in den USA besucht, stößt immer wieder auf Warnungen vor einer drohenden militärischen Gefahr. Neu ist,
dass diese nicht aus Russland oder China, sondern aus einem anderen »Osten« erwartet wird, nämlich von der Ostküste der USA - aus der Hauptstadt Washington D. C.
In den Internetforen patriotischer Milizen und von Mitgliedern der einflussreichen Schusswaffenlobby »National Rifle Association« (NRA) ist in einer täglich wachsenden Anzahl an Beiträgen von einer Strategie der US-Regierung die Rede, im Sommer im Rahmen der militärischen Übung »Operation Jade Helm 15«
1 bestimmte US-Bundesstaaten mehr oder weniger verdeckt zu besetzen und möglicherweise sogar das Kriegsrecht über sie zu verhängen. Dahinter stecke eine Strategie der »Liberalen«, worunter diese Kreise alle Kräfte links von den Neokonservativen der Republikanischen Partei, den populistischen Wutbürgern der Teaparty-Bewegung und religiösen Rechten fassen. Diese »Liberalen« verfolgen angeblich den teuflischen Plan, die privaten Waffenbesitzer unter ihre Kontrolle zu bringen und ihre Waffen zu konfiszieren.
Das mutmaßen Verschwörungstheoretiker rechter und patriotischer Gesinnung, die seit der Amtsübernahme von US-Präsident Barack Obama nicht müde werden, die private Aufrüstung zu propagieren, weil ihrer Meinung nach anders die Gefahr nicht abzuwenden sei, die »den Amerikanern« für ihre Freiheit drohe.
Am 10. April 2015 berichtete
Infowars.com, eine der Propagandaplattformen dieser Kräfte, Veteranen aus den Reihen der Spezialkräfte der US-Armee hätten eine »gegen Jade Helm gerichtete Operation in Gang gesetzt«, mit dem Ziel, die umstrittene Militärübung »genau zu beobachten«.
2 Diesen Internetforen sind durchgesickerte Informationen über die geplante Militärübung zu entnehmen, die dort nur anders bewertet werden. Das »Realistic Military Training (RMT) -Jade Helm 15« findet in sieben südwestlichen US-Bundesstaaten unter dem Oberbefehl des U. S. Special Operations Command (USSOCOM) und unter Beteiligung der Special Operations Commands der US-Marine und Luftwaffe statt. Spezialkräfte des US-Militärs wie die Green Berets und Navy SEALs sollen gemeinsam mit der 82. US-Luftlandedivision mit insgesamt 1.200 Soldaten vom 15. Juli bis zum 15. September 2015 nach Texas, Utah und Südkalifornien vordringen. Teile dieser US-Bundesstaaten werden für die Übung zu »feindlichen Gebieten« erklärt.
Auch wenn die Armeeführung darauf beharre, die Übung diene ausschließlich der »Vorbereitung der Truppen auf Kampfeinsätze im Ausland«, so Alex Jones von Infowars.com, bestehe dennoch die Sorge, das Militär bereite sich »auf Unruhen im Innern« vor. Wobei militante Milizen und rechte Patrioten bei diesem Szenario nicht an Streiks gegen schlechte Lebensbedingungen und Aufstände der schwarzen Bevölkerung gegen Polizeigewalt denken, sondern an die Unzufriedenheit der »wahren Amerikaner« mit der Politik der Zentralregierung in Washington.
Kommentar: Putin und seine Regierung wissen schon seit geraumer Zeit genau welches gewissenlose Spiel hier von den USA gespielt wird:
- Die Trumpfkarte von Putin ist die Wahrheit: "US-Politik hat zu Ausbreitung des Terrors in der Welt geführt. ISIS ist ein weiteres Beispiel. Wir müssen uns gegen diese Politik vereinen"
Genau deshalb wird Putin dämonisiert: