Sie sind viele und sie sind stark: Immer häufiger haben Ärzte mit Bakterien zu kämpfen, gegen die Antibiotika wirkungslos sind. Besiegt geglaubte Leiden kehren zurück.

© Maja Hitij/dpaNur in 60 bis 70 Prozent der Gelegenheiten wird Händehygiene im Krankenhaus konsequent umgesetzt, ergaben Beobachtungen von Wissenschaftlern.
Der Urlaub in der Türkei fand ein jähes Ende. Schwer krank wird der 74-Jährige am 11. Dezember 2014 nach Kiel ausgeflogen. Er kämpft tagelang auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein um sein Leben. Vergeblich. Er stirbt.
Das allein wäre Alltag, kein Stoff für Schlagzeilen. Aber der Mann brachte aus einem türkischen Krankenhaus einen blinden Passagier mit:
Acinetobacter baumanii. Ein Keim, gegen den nur ein uraltes Antibiotikum hilft. Ende Januar muss die Uniklinik eingestehen, dass er auf der Intensivstation von Krankenbett zu Krankenbett getragen wurde. Bei 30 weiteren Patienten ist er auf der Haut oder im Darm zu finden, bei fünf gibt es Anzeichen für eine Infektion. Eine Analyse des Erbguts ergibt später, dass das Bakterium bald gänzlich unbehandelbar werden könnte.
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Auch Politiker scheinen genau zu wissen, wie schädlich Impfungen sind: