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Galaxy

Bisher einzigartige Entdeckung: Eine gigantische "tote" Galaxie

tote Galaxie ZF-COSMOS-20115
© SciTechDailyKünstlerische Darstellung von ZF-COSMOS-20115
Ein internationales Astronomenteam hat eine bisher einzigartige Entdeckung gemacht: Eine gigantische Galaxie die völlig inaktiv ist.

Unter der Leitung von Professor Karl Glazebrook, Direktor des Centre for Astrophysics & Supercomputing in Swinburne (Australien), und mit Hilfe der Teleskope des W.-M.-Keck-Observatoriums auf Hawaii entdeckten die Astronomen in 12 Milliarden Lichtjahren Entfernung eine Galaxie mit enormer Dichte und Größe, die ihnen Rätsel aufgibt. Denn »ZF-COSMOS-20115« ist nicht nur die älteste bisher gefundene rote Galaxie, sondern sie steht auch im Widerspruch mit unserem Standardmodell der galaktischen Evolution. Rote Galaxie sind tote Galaxien, denn da ihre Sterne nicht mehr aktiv sind, leuchten sie immer röter, während junge und heiße Sterne blau leuchten.

Microscope 2

Genschere verursacht doch ungewollte Veränderungen im Erbgut

CRISPR/Cas9 kann hunderte unkontrollierte Veränderungen im Erbgut auslösen

Die Genschere CRIPSR/Cas9: Doch nicht so präzise wie gedacht? Schere Gene scissors shears
© Wildpixel/ thinkstockDie Genschere CRIPSR/Cas9: Doch nicht so präzise wie gedacht?
Ziel verfehlt: Die Genschere CRISPR/Cas9 gilt als besonders präzises Werkzeug der Molekularbiologie. Doch die Methode ist nicht fehlerfrei, wie eine Studie nun eindrücklich zeigt. Demnach reparierte die Genschere bei Mäusen nicht nur die zuvor anvisierte Mutation - sondern löste zum Teil hunderte weitere Veränderungen aus. Das Brisante dabei: Gängige Algorithmen, die Forscher für die Vorhersage solcher möglichen Nebeneffekte nutzen, hatten die ungeplanten Mutationen nicht prognostiziert.

Wohl kaum ein molekularbiologisches Verfahren hat in den letzten Jahren so viel Furore gemacht wie die Genschere CRISPR/ Cas9. Kein Wunder, schließlich lassen sich mit dem Werkzeug erstmals buchstabengenaue Eingriffe in das Erbgut von fast jedem Organismus vornehmen. Hinzu kommt: Die Methode ist nicht nur so präzise wie keine vor ihr, die Modifikation der DNA wird damit auch besonders leicht und kostengünstig.

Seit der Veröffentlichung der Methode haben Forscher die Genschere immer wieder erfolgreich getestet und weiterentwickelt. So heilten sie mithilfe des Universalwerkzeugs unter anderem Mäuse von der erblich bedingten Muskeldystrophie Duchenne, korrigierten eine Alzheimer-Mutation in menschlichen Zellen und reparierten den Gendefekt der Sichelzellen-Anämie. Dank der vielversprechenden Resultate steht in China nun die erste klinische Studie in den Startlöchern, eine weitere soll kommendes Jahr in den USA beginnen.

Kommentar:


Magnify

Aus der Vergangenheit: Forscher entdecken riesige Methankrater am Meeresgrund

Forscher stießen in der Barentssee auf hunderte Krater, die größten mit Durchmessern von 300 bis 1.000 Metern
methankrater
© illustration: k. andreassen/cageÜberblick über die Kraterlandschaft am Grund der Barentssee.
Oslo - Nach der letzten Kaltzeit, vor etwa 12.000 Jahren, sind riesige Mengen Methan explosionsartig aus dem arktischen Meeresboden entwichen. Forscher fanden am Grund der Barentssee zwischen Spitzbergen und Norwegen Hunderte Krater, die klar auf dieses Phänomen schließen lassen. Mehr als 100 davon haben einen Durchmesser von 300 bis 1.000 Metern und sind bis zu 30 Meter tief.

Im Fachblatt Science folgert das Team, dass sich große, unter massivem Druck stehende Methanspeicher vor rund 12.000 Jahren entluden, nachdem sich der darüber liegende Eispanzer zurückgezogen hatte. Solche Szenarien könnten sich bei einem Rückzug heutiger Eisschilde möglicherweise wiederholen, mahnen sie.


Kommentar: Seit längerem wird vermutet, dass ebenso riesige Methangasentweichungen in den Weltmeeren für das weltweite Fischsterben verantwortlich sind.
  • Das Elektrische Universum - Teil 23: Das 'Aufbrechen' der Erde: Erdbeben, Eruptionen und Erdfälle



Airplane

Stratolaunch: Weltweit größtes Flugzeug präsentiert

Das US-amerikanische Unternehmen »Stratolaunch Systems Corporation« hat der Öffentlichkeit endlich sein Riesenflugzeug »Stratolaunch« vorgestellt.
 Stratolaunch Flugzeug
© Stratolaunch Systems Corporation
Jahrelang wurde Stratolaunch während seiner Bauphase in einem riesigen Hangar in der kalifornischen Mojave-Wüste vor neugierigen Blicken geschützt, doch nachdem in den vergangenen Wochen bereits seine Stützgerüste entfernt wurden, wurde er am Mittwoch endlich zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Seine Entwicklung und Fertigstellung wurde von dem milliardenschweren Microsoft-Mitgründer Paul Gardner Allen finanziert. In den kommenden Monaten sollen umfassende Tests am Boden stattfinden, bevor das Riesenflugzeug frühestens 2019 eingesetzt werden kann. Wie die Washington Post berichtet, ist das Flugzeug aber nicht dafür konzipiert worden, Passagiere zu befördern, sondern ausschließlich Nutzfracht und Satelliten. Stratolaunch soll dabei eine größere Flexibilität garantieren können, als es konventionelle Raketen vom Boden aus können.


Fireball 4

Komet Johnson fliegt an unserer Erde vorbei

Der Komet C/2015 V2 (Johnson) nähert sich der Erde und soll am Sonntag in einer Entfernung von 121.325.600 Kilometern an unserem Planeten vorbei fliegen, teilte das Moskauer Planetarium mit.

Komet Johnson nähert sich der Erde
© Moskauer Planetarium
Anfang Juni werde er seine maximale Helligkeit von 7 mag erreichen und scheine damit fast so hell wie der Neptun (7,8 mag) und viel heller als die Sterne des Großen Bären (2 mag) am Nachthimmel.
Here is another comet, C/2015 V2 (Johnson), with the Schmidt. Note the two opposing dust and gas tails. (Photo: Bernadett Ignácz) pic.twitter.com/k9dt1Paemv

— Konkoly Observatory (@konkolyobs) 30 мая 2017 г.
Doch in die ganzen ersten Junihälfte findet man ihn im Sternbild des Bärenhüters nahe des Sterns Arktur als ein grünlichen verschwommenen Stern. Auf der nördlichen Halbkugel lässt der Komet sich mithilfe eines Fernglases oder eines einfachen Teleskops hoch über dem Horizont im Süden beobachten.

Am 12. Juni erreicht der Komet Johnson das Perihel seiner Umlaufbahn und nähert sich der Sonne bis auf 245.344.000 Kilometer an.

Cloud Grey

Luftverschmutzung mit Blei über Europa schon seit mindestens 2.000 Jahren

Erhöhte Bleiwerte schon lange vor der industriellen Revolution nachweisbar

Dicke Luft: Der Mensch verpestet die Luft über Europa schon seit mindestens 2.000 Jahren mit Blei - und wahrscheinlich auch anderen Schadstoffen. Das belegt jetzt die Analyse eines Eisbohrkerns aus den Alpen. Entgegen bisherigen Annahmen begann damit die Luftverschmutzung schon lange vor der industriellen Revolution. Die einzige deutliche Pause gab es um das Jahr 1350 - als die Pest halb Europa dahinraffte.

Der Colle Gnifetti in den Alpen - ein Eisbohrken aus diesem Gletscher lieferte Daten zur Entwicklung der Bleibelastung in den letzten 2.000 Jahren.
© Nicole Spaulding/ University of MaineDer Colle Gnifetti in den Alpen - ein Eisbohrken aus diesem Gletscher lieferte Daten zur Entwicklung der Bleibelastung in den letzten 2.000 Jahren.
Neben "klassischen" Luftschadstoffen wie Stickoxiden, Feinstaub oder Ozon, atmen wir auch mit der Luft auch winzige Mengen Blei ein. Dieses Schwermetall gilt als extrem giftig, denn es kann schon in kleinsten Dosen das Nervensystem schädigen und die Fortpflanzung stören. Vor allem bei Kindern kann eine schleichende Vergiftung mit Blei zu Verhaltensstörungen und mentalen Defiziten führen.

Ab wann die Bleibelastung der Luft jedoch als erhöht gilt und wo der natürliche, vom Menschen unbeeinflusste Bleigehalt der Atmosphäre liegt, war bisher unbekannt. Unter anderem deshalb nutzten Wissenschaftler und Behörden bisher die Bleiwerte vor der Industrialisierung als Referenzwert - in der Annahme, dass es damals noch keine Bleiemissionen durch den Menschen gab.

Kommentar:


Sherlock

Forscher entziffern erstmals gesamtes Erbgut von Mumien

Fundsituation in Abusir el-Meleq 1903
© Otto RobensohnFundsituation in Abusir el-Meleq, 1903.
Tübingen (Deutschland) - Erstmals ist es Wissenschaftlern gelungen, das gesamte Erbgut von altägyptischen Mumien zu entziffern. Dabei zeigt sich, dass die nächsten Verwandten der alten Ägypter aus dem Nahen Osten stammen - und es kaum zu einem Genaustausch mit Afrika südlich der Sahara gab.

Wie das internationale Wissenschaftlerteam um Prof. Johannes Krause sowie weiteren von der der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena aktuell im Fachjournal Nature Communications (DOI: 10.1038/ncomms15694) berichten, stammen die untersuchten Mumien aus der Zeit um 1.400 v. Chr. bis 400 n. Chr.

„Bei drei Individuen konnte das Team sogar das Genom entschlüsseln“, erläutert die Pressemitteilung der Universität und führt weiter aus: „Die Analysen ergaben, dass die alten Ägypter nicht nur mit der damaligen Bevölkerung des östlichen Mittelmeerraums eng verwandt waren, sondern auch mit der neolithischen Bevölkerung Kleinasiens und Europas. Dagegen ließen sich kaum genetische Einflüsse von Afrikanern südlich der Sahara nachweisen, sehr im Gegensatz zur Situation bei modernen Ägyptern.“

Fish

Tiefsee-Mysterium: "Gesichtsloser Fisch" erstmals seit 140 Jahren gefangen - VIDEO

Erstmals seit 1873 haben Tiefseeforscher vor Australien einen sogenannten Fisch ohne Gesicht gefunden. Das Tier wurde in der Nähe der Jarvis-Bucht in etwa 4.000 Metern Tiefe entdeck, berichtet der TV-Sender ABC News.
Gesichtsloser Fisch faceless fish
Der rund 40 Zentimeter lange Fisch hat laut den Wissenschaftlern eine eigenartige Tropfenform und sieht wie ein Oktopus aus.


Das Tier habe keine sichtbaren Augen oder eine Nase, das Maul liege dabei auf der Unterseite. Zuletzt war ein Exemplar davon vor 144 Jahren vor Papua-Neuguinea entdeckt worden.

Fireball 5

Kein Leben im All möglich? Russland bestätigt: An der ISS-Außenhülle gibt es ganzes Biotop

Die russische Weltraumagentur Roskosmos konnte nach umfangreichen Laboranalysen bestätigen, dass auf der Außenhaut der Internationalen Raumfahrtstation (ISS) tatsächlich Mikroorganismen leben.
ISS
Roskosmos hatte im Rahmen einer »Testreihe« von ihren Kosmonauten zwischen 2010 und 2016 insgesamt 19 Proben von der Außenhülle der ISS nehmen lassen. Die ausgewerteten Analyseergebnisse zeigen, dass sich zahlreiche irdische Kleinstlebensformen an der Außenhülle der Raumstation angesiedelt und überlebt haben. So konnte das Labor in den Proben verschiedene Mikroorganismen entdecken, darunter Plankton aus der Barentssee im Arktischen Ozean sowie Bakterien aus Madagaskar. „Experimente aus verschiedenen Jahren haben DNA- Fragmente von Mykobakterien - das ist ein molekularer Marker von heterotrophem, bakteriellem Meeresplankton aus der Barentssee; die DNA von extremophilen Bakterien der Gattung Delftia; die DNA von Bakterien, die eng mit denen aus Bodenproben der Insel von Madagaskar verwandt sind; vegetative Genome; die DNA von bestimmten Archaea-Arten sowie die DNA der Pilzspezies Erythrobasidium und Cystobasidium", sagte Roskosmos der russi- schen Nachrichtenagentur TASS.

Das Vorhandensein von Meeres- und Landmikroorganismen an der Außenhülle der ISS ließe sich vielleicht durch Luftverwirbelungen erklären, die Material von der Erdoberfläche in die oberen atmosphärischen Schichten (von etwa 60 km bis 1.000 km) geweht haben könnten. Deswegen schlagen die russischen Wissenschaftler vor, die obere biosphärische Grenze von bisher 20 auf 400 Kilometer zu erhöhen, da offensichtlich auch in der deutlich höheren Thermosphäre Leben existieren und den dort herrschenden, lebensfeindlichen Bedingungen trotzen kann.

Derzeit analysieren die Wissenschaftler noch die Kohlenstoff-Isotopen-Anteile aus den ISS-Proben, um auch nach Spuren außerirdischen Lebens zu suchen. Das könnte nämlich mit Kometenstaub an deren Außenhülle transportiert worden sein.

Kommentar: In der Tat transpirieren Kometen Viren und Mikroorganismen durch dass All. Diese Organismen haben wahrscheinlich so einige Pandemien ausgelöst die Zivilisationen zerstört hat.


Bulb

Sind unser Geist und Gehirn quantenverschränkt? Experiment soll es klären

Es ist wahrscheinlich eines der faszinierendsten und interessantesten Phänomene in der Quantenphysik überhaupt: Das, was Einstein als »gespenstische Fernwirkung« bezeichnete und auch als Quantenverschränkung bekannt ist. Ein theoretischer Physiker will nun experimentell versuchen nachzuweisen, dass die Verbindung des menschlichen Geistes zum Gehirn anhand dieser physikalischen Größe geschieht.
Quantenverschränkung
Bereits vor 53 Jahren entwarf der nordirische Physiker John Bell die nach ihm benannte »Bellsche Ungleichung«, die besagt, dass die Quantentheorie keinerlei Aussagen über das Ergebnis einer einzelnen Messung machen, sondern lediglich die Wahrscheinlichkeiten von möglichen Resultaten vorhersagen kann. Bei seinen Experimenten mit »verschränkten« Quanten-teilchen-Paaren konnte er nachweisen, dass die vorhergesagten Korrelationen zwischen den Messergebnissen in zwei räumlich getrennten Laboren durchaus der gesunden Logik widersprechen können. Einfach erklärt: Die Bellsche Ungleichung beschreibt die Wahrscheinlichkeit von Messungen verschränkter Zustände und setzt dabei voraus, dass die Zustände durch »verborgene Parameter« bereits festgelegt sind. Die Quantenmechanik verletzt nachgewiesenermaßen jedoch diese Ungleichung. Das bedeutet in der Konsequenz, dass die Position eines Atoms keine Bedeutung hat, solange sie niemand misst und es keine verborgenen Parameter gibt. Man muss also entweder die Lokalität oder den Realismus aufgeben. Damit bewies Bell aber auch, dass Einsteins Weltansicht mit der Quantenmechanik nicht vereinbar ist.