Die US-Militärpsychologen Bruce Jessen und James Mitchell hatten nach den 9/11-Terroranschlägen das CIA-Folterprogramm entwickelt. Nun wurde der Inhalt zuvor als geheim eingestufter Dokumente bekannt, die die Rolle der beiden Männer näher beleuchten.

© Reuters ReutersGefangenenlager "Camp X-Ray" auf Guantanamo: Wächter verbringen einen Häftling nach dem Verhör zurück in seine Zelle.
Die US-Militärpsychologen
Bruce Jessen und
James Mitchell sind die geistigen Väter des CIA-Folterprogramms, das nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ("9/11") ins Leben gerufen wurde.
Wer als Terrorverdächtiger in einem Geheimgefängnis der CIA landete, musste systematische Folter über sich ergehen lassen. Die Militärpsychologen selbst bildeten das CIA-Personal entsprechend aus und legten auch bei den so genannten Verhören immer wieder persönlich Hand an.
Im Jahr 2005 gründeten sie
die Firma Mitchell, Jessen & Associates, die von der CIA mit der Leitung des Folterprogramms beauftragt wurde. Mitchell und Jessen oblag es auch,
die Effektivität ihrer Methoden beim "Brechen" von Gefangenen selbst auszuwerten. Die American Civil Liberties Union (ACLU) wollte die beiden Männer für ihre Taten vor Gericht bringen. Anfang August hatte ein Bundesgericht in den USA der Klage der Bürgerrechtsorganisation
stattgegeben. Die ACLU vertritt zwei ehemalige Insassen eines CIA-Gefängnisses sowie die Hinterbliebenen von Gul Rahman, der in dem afghanischen Geheimgefängnis "Cobalt" ums Leben kam.
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