Das Kind der GesellschaftS


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Krank ohne Krankenversicherung in Deutschland: "Ausmaß des Elends ist schockierend"

Krankenkasse
Studenten, Selbstständige, Obdachlose: Trotz gesetzlicher Pflicht können sich in Deutschland heute offiziell 80.000 Bürger keine Krankenversicherung leisten - die Dunkelziffer ist hoch. Spendenfinanzierte Notfallpraxen arbeiten unter Hochdruck.

Anke lächelt nicht mehr. Sie schämt sich für zwei große Zahnlücken in ihrem Mund. "Du schaffst schöne Dinge für deine Kunden und kannst dir nicht mal ein vernünftiges Gebiss leisten", sagt die selbstständige Designerin und presst ihre Lippen zusammen. Der Grund für ihre Lage: Während einer beruflichen Durststrecke löschte sie den Dauerauftrag an ihre Krankenkasse. Inzwischen hat sie dort mehrere Tausend Euro Schulden - und nur noch Ansprüche im medizinischen Notfall.

Ärzte leisten ehrenamtlich Nothilfe

Die Mittvierzigerin ist kein Einzelfall. Mediziner, die Menschen ehrenamtlich in spendenfinanzierten Notpraxen helfen, berichten von einer wachsenden Anzahl von Patienten.

Heart - Black

Syrisches Kind in Bad Salzuflen mit Luftgewehr angeschossen

Polizei symbolbild
© Timo Klostermeier / pixelio.de
In Bad Salzuflen (Kreis Lippe/NRW) ist am Sonntagabend ein dreijähriges syrisches Kind angeschossen worden. Das erfuhr das WESTFALEN-BLATT aus Polizeikreisen.

Mitarbeiter des Klinikums Herford hatten die Polizei alarmiert, nachdem die Eltern den verletzten Jungen in die Notaufnahme gebracht hatten. Nach den bisherigen Ermittlungen der Kripo soll die Familie am Sonntagabend in Bad Salzuflen aus ihrem Auto gestiegen sein, als der Junge plötzlich schrie und sich an den Oberkörper fasste. Als die Eltern Blut sahen, packten sie ihr Kind ins Auto und fuhren ins Klinikum Herford. Dort wurde ein Fremdkörper in der Brust festgestellt und entfernt. Es soll sich um eine Luftgewehrkugel gehandelt haben. Lebensgefahr bestand nach Auskunft der Ärzte nicht. Die Mordkommission und der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Bielefeld ermitteln.

Bomb

Anschlag auf obersten Gerichtshof in Kabul - Mindestens 19 Tote

Ein Selbstmordattentäter hat vor dem Obersten Gerichtshof in Kabul einen Anschlag verübt. Laut afghanischen Behörden gab es 19 Tote und Dutzende Verletzte.
polizist kabul
© AP
Bei einem Selbstmordanschlag in Kabul sind mindestens 19 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Das sagte der Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums, Wahid Madschroh.

Laut einem Sprecher des Innenministeriums war der Täter zu Fuß unterwegs und zündete seine Sprengladung am Tor des Obersten Gerichtshofs. Alle Opfer seien Zivilisten, sagte er. Medien hatten zuvor von einem Anschlag auf dem Parkplatz geschrieben.

Kommentar: Und fast alle Anschläge sind dem Imperium der USA zu verdanken, Dank ihrer Mission für "Frieden und Demokratie".


Heart - Black

Mutmaßliches Familiendrama: Frau und zwei Kinder tot in Wohnung gefunden

In einem Haus in Oberfranken macht die Feuerwehr eine grausige Entdeckung: Drei Menschen, vermutlich eine Mutter und ihre beiden Kinder, sind tot.
Polizei symbolfoto, Blaulicht
© dpa/Bernd Settnik
In einer Wohnung in Bayern sind am Dienstag drei Leichen gefunden worden. Dabei handelt es sich nach Angaben der Polizei Oberfranken um eine Frau und zwei Kinder.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen und zu den Identitäten der Toten liefen, sagte ein Polizeisprecher. Wie der Nordbayerische Kurier berichtet, vermuten die Ermittler ein Familiendrama.

People

Gute Instinkte: Ukrainische Bevölkerung misstraut sowohl den Medien als auch der politischen Kaste

Poroschenko Beratung Donbass
© Presidential Administration of Ukrain/CC BY-4.0Präsident Poroschenko berät die Situation in der Ukraine und macht "Russland und seine Militanten" verantwortlich für die Bombardierung und das Töten von Zivilisten.
Der aufkochende Konflikt im Donbass kommt beiden Seiten zurecht, der politischen Kaste in Kiew begegnen die Menschen nach einer Umfrage mit so viel Misstrauen wie den ukrainischen Medien

Wer auch immer die wieder aufgeflammten Kämpfe in der Ostukraine begonnen hat, ist nahezu egal. Ständig wird der Konflikt am Köcheln gehalten und alles gemacht, um das Minsker Abkommen nicht umzusetzen. Dazu müsste Kiew den "Volksrepubliken" eine große Selbständigkeit und vor allem eine Amnestie gewähren, während diese die Kontrolle des Grenzabschnitts zu Russland ukrainischen Sicherheitskräften übergeben müssten. Da dazu keiner der beiden Seiten bereit ist, vor allem nicht dazu, einen ersten Schritt zu machen, ist die Situation verfahren, wenn nicht Russland und der Westen gemeinsam entsprechenden Druck auf Kiew und die Volksrepubliken ausüben.


Kommentar: Kiew agiert hier als Hauptakteur, während die Volksrepubliken sich gegen diese Angriffe zur Wehr setzen.


Solange dies nicht der Fall ist, dienen neue Kämpfe (Uragan-Rakete explodiert im Zentrum von Donezk) beiden Seiten, um ihre Position zu festigen, kleinere Geländegewinne oder -verluste sind dabei eher nebensächlich. Die Kämpfe, für deren Ausbruch die jeweils eine Seite die andere verantwortlich macht, haben unmittelbar nach dem Telefonat von Trump mit Putin und vor dem Besuch von Poroschenko in Berlin begonnen (Schwere Kämpfe in der Ostukraine seit erstem Telefongespräch zwischen Putin und Trump).

Bundeskanzlerin Merkel sicherte Poroschenko weiter Unterstützung zu sowie die nachdrücklich von ihm gewünschte Beibehaltung der Sanktionen, die letztlich einseitig Russland für die Nichtumsetzung des Abkommens verantwortlich machen. Poroschenko versuchte die Situation noch zu verschärfen und kündigte ein Referendum über den Nato-Beitritt des Landes an. Das hatte eigentlich nur provokativen Wert, da ein Beitritt zur Nato ebenso wenig wie der zur EU in naher Aussicht steht.


Kommentar: Diese Ergebnisse sind alles andere als verwunderlich.


Attention

Vergesst Trump: Uns droht das Zeitalter schlimmer Rationierungen - Und Großbritannien ist nur der Anfang

Ich weiß schon nicht mehr genau wie, aber heute Nacht bin ich beim Surfen im Net bei eBay auf alte Gutscheine und Marken für rationierte Waren während des Ersten und Zweiten Weltkriegs gestoßen. Die scheinen dort derzeit ein Hit zu sein und fleißig gehandelt zu werden. Darunter ist zum Beispiel eine Milchkarte für Kranke, ausgestellt vom Hamburgischen Kriegsversorgungsamt im November 1916.
Shops are rationing greens after snow and storms in the Mediterranean have destroyed crops causing shortages which will last until April
Geschäfte bieten weniger Grünzeug an nachdem Schnee und Stürme im Mittelmeerraum Ernten vernichtet hat.
Ich gehe nicht davon aus, dass die Popularität jahrzehntealter Rationierungs-Scheine etwas damit zu tun hat, dass andere Anlageformen wie Aktien, Immobilien, Gemälde und Uhren in den vergangenen Jahren viel zu teuer geworden sind und viele Kleinanleger jetzt auf andere „Wertpapiere“ ausweichen, sondern dass wir zunehmend aus dem Rest der Welt von allen Arten der Rationierung hören, dass das global einfach ein wichtiges Thema wird. Das ist für mich ein starkes Indiz, dass unser Zeitalter des Überflusses, der extremen Verschuldung, übertriebener Preise und vieler anderer Exzesse zu Ende geht.

Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mal auf Google das Suchwort „Rationierung“ eingegeben. Und siehe da: Man kann sich kaum vor Nachrichten über rationierte Güter und Dienstleistungen retten, weil diese zu stark nachgefragt werden oder nicht mehr finanzierbar sind, oder weil ihre Verwendung gedrosselt werden muss, um weitere Zerstörungen unserer Umwelt zu begrenzen oder zu reduzieren.

Kommentar: Die Gemüserationierungen in Großbritannien sind sehr alarmierend und ein Zeichen unserer sehr inaktiven Sonnen. Ein mögliches Zeichen einer kommenden Eiszeit.


Light Sabers

Zwölf junge Männer griffen zwei Jugendliche an und raubten sie aus

  • Angriff am Goldbergplatz in Gelsenkirchen
  • Eine Gruppe von zwölf jungen Männern tritt auf zwei Jugendliche ein
  • Die Polizei sucht Zeugen
polizeiwagen, polizei symbolfoto
© Flickr/Maid Meid
Gelsenkirchen. Brutale Attacke am Gelsenkirchener Goldbergplatz: Zwölf junge Männer im Alter von 13 bis 30 Jahren haben dort zwei Jugendliche (beide 16) getreten und beraubt.

Die Männer sollen die 16-Jährigen gegen 18.15 Uhr vor einem Ladenlokal gegen eine Hauswand gedrückt, festgehalten, durchsucht und mit Tritten traktiert. Das berichtet die Polizei am Donnerstag.

Family

Geförderte Farbrevolution? Erneut demonstrieren hunderttausende Menschen in Rumänien

Die Regierung hat ein umstrittenes Korruptions-Dekret zurückgenommen, doch die Demonstrationen in Rumänien gehen weiter. Der Chef der Regierungspartei spricht von Umsturzplänen der Opposition.
demonstranten rumänien
Bei neuen Demonstrationen gegen die Regierung sind am Sonntagabend in Rumänien mehrere Hunderttausend Teilnehmer zusammengekommen. Nach Schätzungen verschiedener Fernsehsender versammelten sich im ganzen Land insgesamt 500.000 Demonstranten, allein auf dem Siegesplatz im Zentrum der Hauptstadt Bukarest waren es demnach 200.000 bis 300.000. Die Metrostation am Platz des Regierungssitzes wurde vorsichtshalber geschlossen, um Gedränge in den Unterführungen zu vermeiden. In mindestens 20 weiteren Städten gab es Kundgebungen mit jeweils Tausenden oder Zehntausenden Demonstranten. In der Stadt Timisoara gingen den Angaben zufolge 40.000 Menschen auf die Straße, in Cluj-Napoca waren es 45.000. In zahlreichen anderen Städten gab es ebenfalls Proteste gegen die Regierung. Zuvor hatte die Regierung tagelangen Massenprotesten nachgegeben und ein umstrittenes Dekret zurückgezogen, das Strafminderung bei Korruption vorsah.

Die Demonstranten auf dem Siegesplatz in Bukarest, wo sich der Regierungssitz befindet, kündigten an, das weitere Vorgehen der Regierung genau zu beobachten. In der Hauptstadt und anderen Städten sangen die Menschen die Nationalhymne. Im westrumänischen Timisoara (Temeswar) und im nordostrumänischen Iasi beteten die Demonstranten das Vaterunser im Chor. In Ploiesti, 60 Kilometer nördlich von Bukarest, knieten rund 3000 Demonstranten vor dem Sitz der regierenden Sozialdemokratischen Partei (PSD) nieder, um den Rücktritt der Regierung zu erflehen, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax.

Kommentar:


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Mehr Widersprüche und Klagen gegen Hartz-IV-Bescheide

Widerspruch Hart IV Bescheid
Hartz-IV-Empfänger haben im vergangenen Jahr wieder mehr Widersprüche gegen Jobcenter-Bescheide eingelegt.

Wie Bild unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit berichtet, gingen bei den Jobcentern 647.973 neue Widersprüche ein. Das waren 4,1 Prozent mehr als 2015. Dafür sank die Zahl neuer Klagen um 1,7 Prozent auf 114.918. Häufigster Klagegrund waren Auseinandersetzungen um die Wohn- und Heizkosten der Hartz-IV-Empfänger, schreibt die Zeitung.

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Sheeple

Neue "Bauernregeln" des Umweltministeriums verärgern Bauernschaft

moderne Bauernregeln Umweltministerium
© dpa„Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“ Solche Sprüche werden bis Mitte März auf Plakaten in über 70 Städten zu lesen sein.
Es gibt neue Bauernregeln, das ist eine Kampagne des Umweltministeriums. Die Sprüche prangern Missstände in der Landwirtschaft an - und ein gesamter Berufsstand fühlt sich verhöhnt.

„Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“ Solche Sprüche werden bis Mitte März auf Plakaten in über 70 Städten zu lesen sein, in Bayern in München, Augsburg, Erlangen, Fürth, Ingolstadt, Nürnberg, Regensburg und Würzburg. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat eine 1,5 Millionen Euro teure Kampagne für naturverträgliche Landwirtschaft gestartet. Mit Slogans im Stil von alten Bauernregeln werden auf Plakaten, in sozialen Netzwerken und auf Postkarten Missstände in der Branche angeprangert.

Eine Aktion, über die sich viele Bauern maßlos ärgern. Der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl beklagt, dass „die einfachen Sprüche und Pseudo-Wahrheiten“ ein „Schlag ins Gesicht von Tausenden verantwortungsvoll arbeitenden Bauern“ seien. Er fordert den Rücktritt von Hendricks. „Mit dieser unsäglichen Meinungsmache gegen alle Bauernfamilien ist Hendricks eindeutig übers Ziel hinaus geschossen“, wettert er. „Die Umweltministerin muss jetzt ihren Hut nehmen.“ Die Aussagen hätten die Grundlagen für jeden konstruktiven Dialog über Landwirtschaft und Umwelt zerstört.