Das Kind der GesellschaftS


Bizarro Earth

Stromausfall im Freiburger Süden

Der Stromausfall im Freiburger Süden hat rund 10.000 Menschen getroffen. Ampeln fielen aus, Schwimmbäder mussten schließen. Die genaue Ursache des Blackouts ist noch nicht bekannt, aber es waren wieder Problemmuffen beteiligt.
Bild
© Julian Stratenschulte
Der Stromausfall in Teilen der Freiburger Stadtteile St. Georgen, Haslach und Haid hat um die 10.000 Menschen getroffen. Das teilte Badenova am Freitag auf Anfrage mit. Am Vorabend war nach einer Störung im Netz ab 18 Uhr der Strom teils bis 20.40 Uhr weg. Zahlreiche Ampeln fielen aus.

Und die Schwimmbäder in dem Bereich mussten schließen: Rund 2000 Badegäste mussten gegen 19 Uhr das Freibad St. Georgen und 200 das Haslacher Hallenbad verlassen, sagte Christina Freund von der Regio Bäder GmbH. Ohne Strom läuft die Aufbereitungsanlage zur Reinigung des Wassers nicht, ebenso wenig die Pumpen. Und weil die Badegäste beim Schwimmen das Wasser im Becken verdrängen und keines nachgepumpt wird: "Sinkt der Wasserspiegel und die Verletzungsgefahr der Gäste steigt. Daher muss das Becken evakuiert werden", erklärte Freund.

Glück hatten die etwa 200 Besucher des Keidel-Bads: "Es kam zu Stromschwankungen aber keinen längeren Stromausfällen." Die Bäder-Techniker konnten den Betrieb aufrechterhalten, das neue Kassensystem für bargeldloses Zahlen lief dank eines Versorgungspuffers weiter. Am Freitagmorgen lief der Betrieb in den Bädern normal.

Heart - Black

Die Ausbeutung Afrikas geht weiter: Landgrabbing in Tansania durch Spekulanten und Großkonzerne - Kleinbauern sind die Verlierer

Der Ankauf oder die Pacht großer Landflächen durch Konzerne wird in Afrika immer öfter zum Problem, so auch in Tansania. Tansania - einem der ärmsten Länder Afrikas, das zugleich mit äußerst fruchtbaren Böden gesegnet ist. Eine Kombination, die offenbar immer mehr Spekulanten und Großkonzerne anzieht.
Wald Tansania Afrika
© Rhett A. ButlerWaldgebiet in Tansania
Statt Grundnahrungsmittel anzubauen und so den Grundbedürfnissen der Menschen nachzukommen, setzen die Investoren auf den Export von Kaffee, Jatropha oder wie in unserem aktuellem Beispiel auf Palmöl für die Bioenergie und versuchen gleichzeitig, Tansania als Markt für die eigenen Produkte wie Saatgut, Pestizide, Herbizide und chemische Düngemittel zu erschließen.

Millionen Dollar fließen in die Palmöl-Entwicklung Tansanias und bereits auf dem G7-Gipfel 2012 sass der Präsident Kikwete mit Obama und Merkel mit Monsanto an einem Tisch. Verlierer sind die Kleinbauern, ihnen wird die Existenz genommen.

Bell

Rückschau Das Beste aus dem Web: Friedrich Hessel, General i.R.: Manche Redaktionen verhalten sich wie Außenbüros der Nato

»Soldaten für den Frieden«: Unterstützung aus Österreich für den Appell der 100 NVA-Generäle. Ein Gespräch mit Friedrich Hessel

Interview: Peter Wolter

nato aggressor, russland krieg, russland bedrohung
Peter Wolter: Sie haben den Aufruf »Soldaten für den Frieden« begrüßt, den etwa hundert ehemalige DDR-Generäle kürzlich zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus veröffentlicht haben. Ist das nur Ihre persönliche Meinung, oder wird sie von ehemaligen oder vielleicht auch aktiven Offizieren der österreichischen Streitkräfte geteilt?

Friedrich Hessel: Grundsätzlich ist es erst einmal meine persönliche Meinung. Ich bin aber überzeugt davon, dass es gerade in Österreich etliche Offiziere gibt, die aufgrund ihrer Erfahrungen mit UN-Einsätzen eine ähnliche Haltung vertreten. Wie in allen Streitkräften gibt es natürlich auch bei uns Offiziere, denen es um größte militärische Stärke geht - das sind in meinen Augen Systemerhalter ohne politischen Weitblick.

Wolf

Extreme Gesellschaft: Erneut wurde ein Flüchtlingsheim in Sachsen angegriffen

Wieder wird in Sachsen ein Flüchtlingsheim angegriffen. Gleich an mehreren Tagen schießen Unbekannte auf eine Unterkunft in Böhlen. In letzter Zeit haben sich in der gesamten Bundesrepublik vermehrt solche Attacken ereignet.
Bild
© dpa/Jan Woitas Die beschädigte Fassade des Flüchtlingsheims in Böhlen bei Leipzig.
Auf ein Flüchtlingsheim in Böhlen bei Leipzig ist am vergangenen Wochenende geschossen worden - gleich in zwei Nächten hintereinander. Eine Fensterscheibe und Teile der Fassadenverglasung gingen zu Bruch. Verletzt wurde niemand, wie ein Sprecher der Polizei Leipzig am Mittwoch sagte. Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.

Das Heim ist in einem Hotel untergebracht, das von einem Ex-Funktionär der rechten Republikaner betrieben wird. In dem Objekt sind laut MDR rund 150 Asylsuchende untergebracht. Die Betreiber des Heims wollten sich am Mittwoch zu dem Vorfall nicht äußern.

Kommentar: In der Tat vermehrten sich diese Aktivitäten in den letzten Monaten und es ist schlichtweg kein gutes Zeichen. Ist es eventuell ein Resultat der andauernden Hysterisierung, die besonders nach dem tragischen Charlie-Hebdo-Anschlag eintrat?


Cloud Lightning

Gefährliche Selbstverliebtheit: Wanderer durch Selfie-Stange vom Blitz erschlagen

In Wales ist ein Wanderer tödlich verunglückt, als ein Blitz in seine Selfie-Stange eingeschlagen hat.
selfie stange
© Virtualnights.com
Die unterschätzte physische Seite der mobilen Sicherheit: Die berühmt-berüchtigten Selfie-Stangen für Smartphones sind nicht nur ziemlich nervig für Museumsbesucher und Städtebummler, sondern können durchaus auch zur ernsthaften Gefahr für Leib und Leben ihrer eitlen Selbstportraitierer werden. Bereits mehrfach hatten Hersteller und Experten in der Vergangenheit gewarnt, die Stangen mit Smartphonehalterung auf keinen Fall bei Gewitter zu benutzen. Da sie meist aus elektrisch leitendem Material bestehen, werden sie dann zu einer Art unfreiwilligem Blitzableiter und erhöhen das normalerweise überschaubare Risiko vom Blitz getroffen zu werden um ein vielfaches. Auch Sportler wie Golfer oder Tennisspieler wissen um die Gefahren von elektrischen Leitern in ihren Händen und lassen ihre Spielgeräte bei Gewittern lieber liegen. Einem Touristen in Wales waren diese Warnungen jedoch offenbar entweder nicht geläufig oder auch einfach nur ziemlich egal. Jedenfalls schlug er sie leichtfertig in den Wind, als während einer Wanderung ein Gewitter aufzog und er versuchte, tolle Fotos von sich vor den Regenwolken und Blitzen im Hintergrund zu schießen. Am Ende bezahlte er dafür mit seinem Leben, als ein Blitz in die Stange einschlug.

Weitere wertvolle Sicherheitstipps für Selfies gibt es übrigens von der russischen Regierung (siehe: Kein Selfie mit geladener Waffe).

Kommentar: Es ist nicht das erste mal, dass Menschen wegen ihrer übertriebenen Selbstverliebtheit ums Leben kommen. Unsere Meinung sind diese Selfies ein negatives Zeichen unserer Zeit und auch ein Zeichen, dass die Gesellschaft verfällt, denn die Realität wird schlichtweg um diese Aufnahmen herum ignoriert. Und Ignoranz ist immer eine Gefahr.


Stop

Amoklauf in den USA: Zwei Militäreinrichtungen überfallen - Fünf Tote

Ein Mann erschießt im US-Staat Tennessee aus heiterem Himmel vier Soldaten. Die Bundespolizei FBI ermittelt auf Terrorverdacht. Hat der Täter alleine gehandelt? Die Hintergründe sind zunächst unklar. Doch es gibt Indizien.
Bild
© dpa
Nach der Ermordung von vier US-Soldaten im US-Staat Tennessee ermittelt die US-Bundespolizei FBI wegen Terrorverdachts. Der schwer bewaffnete Täter hatte bei Chattanooga zwei Militäreinrichtungen überfallen und vier Angehörige der Marines getötet sowie mehrere Menschen verwundet. Auch der Täter kam um. Bislang gehe man davon aus, dass der 24-Jährige allein gehandelt habe, sagte der FBI-Ermittler Ed Reinhard am späten Donnerstagabend (Ortszeit). Im Moment werde in Richtung Inlandsterror ermittelt. Ob sich dies erhärtet, werde sich zeigen, sagte der Ermittler.


Kommentar: Inlandsterror der aus den eigenen staatlichen Reihen kommt?
  • Jeder Anschlag in der USA war ein Angriff unter falscher Flagge



Der Täter mit arabisch klingendem Namen habe zudem mindestens drei Menschen verletzt, darunter einen Polizisten und einen Soldaten. Es gebe derzeit keine Hinweise auf Verbindungen zu internationalen Terrorgruppen. Der Todesschütze war am Donnerstag zu einem Rekrutierungsbüro der Streitkräfte und anschließend zu einem Stützpunkt der US Marines nahe Chattanooga gefahren und hatte um sich geschossen. Laut FBI handelte es sich um einen Mann mit arabisch klingendem Namen. Wie er genau ums Leben kam, teilte die Bundespolizei nicht mit. „Wir konnten die Gefahr neutralisieren“, sagte Reinhard, ohne Einzelheiten zu nennen.


Kommentar: Die "Neutralisierung" ist die gängigste und üblichste Methode in den USA wenn Amokläufe geschehen, denn nachher können keine Fragen mehr gestellt werden.


Arrow Down

Griechen sind auf Lebensmittel-Spenden angewiesen - Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer

Die Kommunen in Griechenland sind auf Großspenden von Stiftungen angewiesen, um nicht Bankrott zu gehen. Die Bürger brauchen Lebensmittelspenden von Fleisch- oder Gemüseproduzenten. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer.
griechin, Rentnerin Griechenland, armut griechenland
© dpaDie griechische Rentnerin Anna Kousoula ist 60 Jahre alt, bekommt eine monatliche Rente von 300 Euro und muss damit auch ihren arbeitslosen Sohn finanzieren.
Während die Kommunen auf Großspenden von Stiftungen angewiesen sind, um nicht Bankrott zu gehen, brauchen die Menschen Lebensmittelspenden von Fleisch- oder Gemüseproduzenten. „Es wird hart, dunkel und schmerzvoll werden“ sagt Priester Ignatios Moschos aus Athen. Doch nicht alle Griechen leiden an den Folgen der Krise. Die Cafés und Restaurants in den wohlhabenden Vororten Athens sind gut besucht - sowohl von Bürgern als auch von Touristen. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Die Verbitterung unter den Armen ist offenkundig. „Die Europäer behandeln uns wie Tiere und unsere Kinder werden in einem zerstörten Land als Gefangene und nicht als Bürger aufwachsen“, sagte der 65-jährige Athener Charalabos Nikolaou dem Guardian.

Auf Nachfrage der Deutschen Wirtschafts Nachrichten, ob es derzeit in Griechenland bei der Nahrungsmittel- und Benzinversorgung zu Engpässen kommt, antwortete eine Sprecherin der griechischen Botschaft in Berlin, dass es aktuell „keine offiziellen Quellen“ gebe, die Engpässe bestätigen könnten. Ein Mangel an Gütern liege nicht vor. Auch die Benzinversorgung funktioniere ungehindert.

Kommentar:


Arrow Down

Nitrate und Arzneimittelspuren: Qualität des Grundwassers in Deutschland sinkt stark

Die von Natur aus sehr gute Grundwasserqualität in Deutschland sinkt. Unter anderem verursachen Nitrate, eingebracht durch intensive Landwirtschaft, Probleme. Aber auch Medikamentenrückstände im Trinkwasser bereiten zunehmend Sorge.
Landwirtschaft, GRundwasser,Ernte,Träcker,düngen,Dünger
© imago/Bild 13
Deutschlands Trinkwasser bekommt regelmäßig gute Noten. Doch überdüngte Böden lassen in vielen Regionen die Nitratwerte im Grundwasser ansteigen, warnt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Vor allem wegen intensiver landwirtschaftlicher Nutzung seien über ein Viertel der etwa 1000 abgegrenzten Grundwasserkörper hierzulande nicht in dem von der EU geforderten "guten Zustand".

"43 Prozent der Grundwässer weisen bereits Nitratgehalte zwischen 25 und 50 Milligramm pro Liter auf", sagte Jörg Simon vom BDEW in Berlin. Viele Wasserversorger könnten den Nitratgrenzwert von 50 Milligramm pro Liter nur durch Notlösungen - etwa das Mischen mit unbelastetem Wasser - unterschreiten. Drei Viertel des Trinkwassers in Deutschland werden aus dem Grundwasser gewonnen.

Kommentar:


Arrow Down

Rentner dokumentiert die schlechte Qualität des Essens im Heim - Altenheim wirft ihn raus wegen "Rufmord"

Heimessen
Ein 63-jähriger Frührentner aus Bayern hat eine Facebook-Seite mit dem Titel „Jürgen fotografiert sein Essen“ eingerichtet. Die meist unappetlichen Bilder der Heimkost verbreiten sich mittlerweile viral im Internet. Obwohl Jürgen darauf geachtet hat, die Residenz, in der er lebt, nicht namentlich anzuprangern, soll er nun aus dem Seniorenheim geschmissen werden. Begründung: Der fotografierende Frührentner habe den Ruf der Einrichtung ruiniert.

Da die Mahlzeiten nicht immer als solche zu erkennen sind, dokumentiert Jürgen mit kurzen Zitaten aus dem Speiseplan die Kost der Seniorenresidenz in der er seit einiger Zeit lebt. Die Bilder reichen von unappetitlich bis trist und haben auf Sozialen Netzwerken bisher schon viele Zehntausende Menschen erreicht. Zahlreiche Medien berichteten ebenfalls bereits über die Ekel-Küche im Seniorenheim.

Weil die Schuld allerdings nicht bei den Mitarbeitern des Heims liege, achtet Jürgen darauf, dass sowohl er selbst, wie auch seine Residenz bei der Fotoaktion anonym blieben. Vielmehr stünde die Heimleitung in der Verantwortung, die auch die angeschlossene Großküche betreibt und offenbar lediglich an Profit, nicht aber an menschenwürdiger Pflege, Unterkunft und Versorgung interessiert ist.

Dollars

Geiselnahme in Holzgerlingen: Angeblich Beziehungsende Motiv - Täter wurde erschossen

Auch ein Tag nach dem Tod des Geiselnehmers herrscht Rätselraten, was in Holzgerlingen geschah. „Es liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor“, erklärte Staatsanwältin Claudia Kraut. Sie bestätigte, dass der Täter „französischstämmig“ war. Die Einwohner der Schönbuchstadt sind fassungslos.
sek, polizei
© dpa
Holzgerlingen - Auch ein Tag nach dem Tod des Geiselnehmers herrscht Rätselraten, was in Holzgerlingen geschah. „Es liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor“, erklärte Staatsanwältin Claudia Kraut. Sie bestätigte, dass der Täter „französischstämmig“ war. Die Einwohner der Schönbuchstadt sind fassungslos.

Die rote Blütenpracht vor dem Reihenhaus an der Böblinger Straße in der 13 000-Einwohner-Stadt sowie der blaue Sonnenschirm und die blaue Sonnenliege könnten an diesem schönen Sommertag auf eine Idylle deuten - wären da nicht die rot-weißen Absperrbänder der Polizei und die Holzbretter, mit denen die zerstörten Terrassenfenster ersetzt worden sind.

Über diese Terrasse sind die Spezialkräfte vom Sondereinsatzkommando Baden-Württemberg in der Nacht zum Samstag um 2.10 Uhr in das Haus eingedrungen, in der ein 29-jähriger Franzose die Familie seiner Ex-Freundin in Gewalt genommen hatte. Die junge Frau, deren Trennung der Geiselnehmer offensichtlich nicht verkraftet hatte, war nicht zu Hause, als der mit einer scharfen Pistole des Kalibers 7,65 Millimeter bewaffnete Täter kurz nach 22 Uhr Angst und Schrecken verbreitete. Die 24-jährige Ex-Freundin hatte die Polizei alarmiert. Ihre ­Eltern und ihre beiden Geschwister blieben unverletzt. Die SEK-Beamte schossen auf den 29-Jährigen, der sich nicht festnehmen ließ. Trotz ärztlicher Hilfe ist er gestorben.

Kommentar: