Die ehemalige Nordsee-Insel Doggerland gilt als Garten Eden der Steinzeit. Warum verschwand sie? Eine Simulation dokumentiert eine Katastrophe: Tsunamis haben vor 8000 Jahren das Eiland überrollt.
© CorbusSchottisches Hochland: 10 Meter hohe Wellen überraschten die Küstenbewohner vor 8000 Jahren
Unsere steinzeitlichen Vorfahren hatten es gut in Doggerland, jener grünen Landschaft, die einst blühte, wo jetzt die Nordsee schwappt. Hunderte Funde von Steinwerkzeugen, Harpunen und menschlichen Knochen am Nordseegrund zeugen von Siedlungen, die Archäologen als "Garten Eden" bezeichnen,
als das "wahre Herz Europas". Man gelangte seinerzeit zu Fuß vom heutigen Norddeutschland nach Großbritannien.
Doch das Paradies war verletzlich. Die nacheiszeitliche Gletscherschmelze setzte sich fort, stetig hob ihr Schmelzwasser die Meere, die Nordsee drang vor. Erst schluckte sie Sümpfe und Täler auf Doggerland. Bald waren die Siedlungen auf einer Insel isoliert. Und jetzt meinen Forscher beweisen zu können, wie Doggerland ganz verschwand.
Computersimulationen einer Gruppe um Jon Hill vom Imperial College London zeigen Dramatisches:
Tsunamis rasten über die Nordsee, sie schluckten die Insel. Es handelte sich um die ersten Simulationen, die den wahren damaligen Wasserstand berücksichtigen, berichtete Hill auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union (EGU) in Wien.
Kommentar: Laut Wikidedia ist die durchschnittliche jährliche Regenmenge in der Gegend 111 Liter pro Quadratmeter. Hier ist also innerhalb weniger Stunden fast die Regenmenge eines ganzen Jahres gefallen. Normal wäre 9 Liter pro Quadartmeter im Oktober und 20 Liter pro Quadartmeter im November. Extremes Wetter wie dieses ist in den letzten Wochen immer häufiger zu beobachten gewesen, wie man auch im SOTT Video vom September sehen kann. Wenn die Temperaturen nur um ein paar Grad fallen, dann kommt dies nicht als Regen, sondern als Schnee herunter. Wäre das dann der Beginn einer neuen (kleinen) Eiszeit?