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Man stelle sich vor es sei ‘Krieg und keiner geht hin’...eine gut gemeinte Metapher der Friedensbewegung, die in unserer heutigen Zeit nicht zutreffender sein könnte, da in uns und um uns herum - wie beim sprichwörtlichen Ulmer Münster - überall die Feuer der Kriegszündler ihre Funken zu versprühen scheinen. Dazu scheint ein (Auf-) Schneider nach dem anderen in Form seiner aus Friedensverträgen selbst gebastelten Flügeln von des Münsters höchsten Zinnen abzustürzen. Die Menge schreit oh... und ahh..., und wendet sich dem nächsten Spektakel zu, fast wie im Roman
Die andere Seite von Alfred Kubin, den Johannes Shaaf im Film
Traumstadt dramatisierte. In Gustav Meyrink‘s Kurzgeschichten im
Spießers Wunderhorn, begegnet einem noch die eher niedliche und humoröse Version der Massenverblödung durch die Manipulation der Gehirne der Leute, die sich entweder als spontane Welle der Solidarisierung über eine öffentliche Phantasmagorie einstellt, oder über medizinische Ungeheuerlichkeiten, wie in der Geschichte vom “Heißen Soldaten”, der zum Erstaunen der versammelten Professorenschaft alle Temperatur- und Fieberrekorde bricht.
Seit die Naziideologie die Hirne und Emotionen der Menschen erreichte, wissen die etwas besser Informierten unter uns, was die Werke der frühen, auf Massenpsychologie ausgerichteten Autoren wie Gustave le Bon oder Edward Bernais an der Schwelle zum 20. Jahrhundert zu beeinflussen in der Lage waren. Von Hitler wurde gesagt, er hätte auf seinen vielen Propagandareisen das Buch
Propaganda von G. Le Bon immer als Reiselektüre dabei gehabt. [Das Buch ist von Edward Bernays, nicht Le Bon - AdR]
Durch die Arbeit von Dr. Daniele Ganser ist vielen Leuten klargeworden, dass sich ein roter Faden des Terrors durch die jüngere Weltgeschichte zieht, wobei Ganser immer wieder betont, dass man sich auf die offiziellen Versionen der Tathergänge - angefangen mit dem Kennedy-Mord über die Bombardierung des Bahnhofes von Bologna, die Fälle Aldo Moro, Schleyer, Herrhausen etc. bis hin zur gegenwärtigen NSU-Affäre - nicht stützen kann, da sie nach kurzer Prüfung schon nicht mehr belastbar sind. Man kann natürlich nicht immer sofort Antworten erwarten, aber es ist besser, in dieser Art Forensik ebenso vorzugehen, wie es wissenschaftliche Praxis ist. Beim Aufbau des periodischen Systems der Elemente musste Mendelejew (1834 - 1907) auch einige Stellen unbesetzt lassen, aber es war nur eine Frage der Zeit, bis die Wissenschaft die übrigen Elemente nachweisen konnte.
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