Wissenschaft und TechnologieS


Beaker

Russische Forscher entwickeln Kunstnase auf Pilzbasis

Pilzgeflecht, Kunstnase auf Pilzbasis
© CC0 / Pixabay /
Pilzgeflecht könnte nach Auffassung der russischen Wissenschaftler vom Institut für Radiotechnik und Elektronik und vom Institut für Biochemie und Pflanzenphysiologie als Sensor einer „Digitalnase“ verwendet werden.

Laut ihren Forschungen reagiert das Geflecht des Pilzes Lentinula edodes selbst auf winzige Spuren von Ammoniak und Formaldehyd in der Luft. Ein diesbezüglicher Beitrag wurde im Fachmagazin Sensors And Actuators B-Chemical veröffentlicht.

Modernen Gasmessgeräten bzw. „Digitalnasen“ liegt die Möglichkeit der Veränderung von physischen Eigenschaften diverser Stoffe beim Zusammenwirken mit chemischen Stoffen in der Luft zugrunde.

Rocket

Als erstes privates Unternehmen: SpaceX schießt Spionage-Satelliten in die Erdumlaufbahn

Die Falcon-9-Rakete ist am heutigen Montag im zweiten Anlauf mit einem Spionage-Satelliten von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida erfolgreich ins All gestartet. Trotz der geheimen Nutzlast des US-Militärnachrichtendienstes fand eine Live-Übertragung der Raumfahrtfirma SpaceX jedoch statt. Die Bilder des Starts sind nun als Aufnahme verfügbar.

SpaceX
Heute transportierte die SpaceX erstmals als ein privates Unternehmen einen Geheimdienst-Satelliten ins All. Der Start vom Montagmorgen ist der zweite Versuch nach dem behobenen Problem mit einem Sensor vom Sonntag. Details über die Aufgabe des Satelliten nannte SpaceX jedoch nicht.


Bei der geheimen Fracht soll es sich um NROL-76 handeln - die Abkürzung steht für einen streng geheimen Aufklärungssatelliten des US-Militärnachrichtendienstes National Reconnaissance Office (NRO).

Etwa neun Minuten nach dem Abheben setzte die erste Raketenstufe wieder senkrecht auf dem Landeplatz in der Nähe ihres Startplatzes in Cape Canaveral auf.

Chalkboard

Physiker: Zeitreisen sind mathematisch möglich

mathematische Möglichkeit Zeitreisen
© Filmplakat Predestination
Angefangen bei Klassikern wie »The Time Machine« über »Doktor Who«, »Zurück in die Zukunft« bis »Edge of Tomorrow« erfreuen sich seit Jahrzehnten die Menschen an den Geschichten über Zeitreisen in Science-Fiction-Filmen und -Literatur. Aber könnte es auch tatsächlich möglich sein, in die Vergangenheit oder Zukunft zu reisen? Gemäß Professor Ben Tippett liegen Zeitreisen nicht außerhalb der physikalischen Möglichkeiten.

Professor Ben Tippett ist Mathematiker und Physiker an der British Columbia-Universität (UBC) und erklärte am vergangenen Donnerstag in einem Interview für die UBC Okanagan News, dass Zeitreisen mathematisch gesehen eigentlich grundsätzlich möglich seien. Allerdings müsse man die drei räumlichen Dimensionen des Universums sowie die zeitliche Dimension als eine Einheit und nicht getrennt ansehen. Gemäß seinen Berechnungen müssten man diese Dimensionen nur vernetzen, um daraus ein Raum-Zeit-Kontinuum zu erschaffen. Dabei könnte eine Art »Blase« entstehen, die schneller als das Licht wäre und mittels der man auch Objekte transportieren könnte, um darin sowohl in die Zukunft als auch in die Vergangenheit zu reisen.

Tippetts Berechnungen beruhen auf die Relativitätstheorie von Albert Einstein, die eine Krümmung von Raum und Zeit beschreibt. „Mein Modell einer Zeitmaschine nutzt diese Theorie, um die Zeit für die Passagiere in einen Kreis zu krümmen und nicht geradlinig verlaufen zu lassen. Dieser Kreis lässt uns in der Zeit zurück reisen", erklärte er. Trotzdem glaubt er nicht, dass wir in naher Zukunft in der Lage sein werden, eine funktionsfähige Zeitmaschine bauen zum können. Zwar sei es mathematisch machbar, dennoch derzeit praktisch unmöglich, weil wir dazu Materialien wie exotische Materie benötigen würden, die wir erst noch entdecken müssen.

Gleichzeitig mahnte er aber, Zeitreisen grundsätzlich als reine Fiktion anzusehen, denn nur weil wir momentan nicht dazu imstande sind, bedeute es nicht, dass es unmöglich sei.

Kommentar:


Fireball 2

SOTT Fokus: Das Elektrische Universum - Teil 31: Eine kosmische Ursache, zahlreiche irdische Effekte


Teil 3: Irdische Auswirkungen der Annäherung von Nemesis und seinem begleitenden Kometenschwarm


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© Sott.net
Kapitel 31: Eine kosmische Ursache, zahlreiche irdische Effekte

Die meisten der oben erwähnten Phänomene scheinen sich seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts beschleunigt zu haben. In Abbildung 180 sind diese Phänomene zusammengefasst. Beachten Sie, dass die meisten dieser Beobachtungen auf öffentlich zugänglichen Daten beruhen. Ich gehe davon aus, dass nur ein sehr paranoider Geist vermuten würde, dass diese Daten ‘gefälscht’ wurden. Allerdings wäre es nicht das erste Mal. So haben zum Beispiel Forscher der Universität von East Anglia genau das mit den globalen Temperaturdaten gemacht. Dieser Vorfall in der Klimaforschungseinheit wurde schon bald als ‘Climategate’ bekannt. Ein durchaus sehr passender Name, wenn wir darüber nachdenken, was passiert ist:
...Befürworter der AGW677 sind unter Beschuss gekommen durch die Veröffentlichung von noch mehr E-Mails bezüglich des 'Climategate’ Skandals. Diese E-Mails zeigen, genauso wie in dem vor 2 Jahren veröffentlichen Material, dass eine kleine Clique von einflussreichen Wissenschaftlern die AGW-Linie gefördert haben, durch die Unterdrückung von abweichenden Ansichten, Mobbing von Redakteuren von Journalen und die Vertuschung des Rückgangs, während sie im privaten Umfeld viel mehr Unsicherheit [über diese Theorie] ausdrückten, als es ihre öffentlichen Erklärungen suggerierten. Während wir darauf warten die Folgen dieser jüngsten Enthüllungen zu beobachten, biete ich ihnen an, einen Essay von dem britischen Wissenschaftler und Ingenieur Dr. John Brignell in Betracht zu ziehen, mit dem Titel: ‘Wie wir wissen, dass sie wissen, dass sie lügen.’ Unter anderem spricht er über den Unterschied zwischen echter Wissenschaft und bürokratischer Wissenschaft (BW)678
Wie wir im letzten Teil dieses Buches sehen werden, haben die elitären Herrscher dieser Welt, genauso wie ihre Diener in Feldern wie der weitgehend korrupten Wissenschaftsgemeinde (dort gibt es jedoch zahlreiche Ausnahmen) und in den (ohne Ausnahme) gekauften und bezahlten Mainstreammedien, mehrere gute Gründe dafür die Geschehnisse zu verbergen oder sie zumindest zu minimieren. Also ist es nicht ausgeschlossen, dass die zur Verfügung stehenden Daten die enormen Ausmaße der ‘Erdveränderungen’ unterschätzen. Wie dem auch sei, trotz der Tatsache, dass wir nur diese öffentlich zugänglichen Daten zur Verfügung haben, ist die derzeitige Situation, und die wahrscheinlichen Entwicklungen, die daraus resultieren, ziemlich klar - basierend auf persönlichen Beobachtungen und dem globalen Austausch von Informationen über das Internet.

Dieser allgemeine Trend bestätigt sich in Abbildung 181. Seit 2003 hat sich der Anstieg an Naturkatastrophen intensiviert (rosa Linie - aufsteigende lineare Regression), mit unzähligen Rekorden, die 2012 und 2013 gebrochen wurden679 (Überschwemmungen, Erdbeben, Kälte, Feuerbälle und Dürren). Abgesehen vom Jahr 2000, waren die letzten 8 Jahre (2006-2013) die chaotischsten Jahre seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980. Die Tatsache, dass Naturkatastrophen und ihre ‘Symptome’, die oben beschrieben wurden, häufiger und intensiver werden, deutet darauf hin, dass Nemesis und der begleitende Kometenschwarm noch nicht den Perihel erreicht haben (der Punkt der der Sonne am nächsten ist) und sich vielleicht noch immer irgendwo in den Weiten des Sonnensystems annähert. Bis Nemesis den Perihel überschritten hat, sollten wir in den kommenden Jahren weiterhin sowohl einen Anstieg der Häufigkeit als auch der Intensität der resultierenden Effekte beobachten können. Und nein, es ist nicht wahrscheinlich, dass ein solcher Himmelskörper jemals in das innere Sonnensystem eindringen wird680. Alle in diesem Buch erwähnten Phänomene können sich als Resultat der elektrischen Störungen der Sonne, durch diese relativ nahe Annäherung dieses Objekts und der einhergehenden Erhöhung des Kometen-Zustroms, manifestieren, was sich wiederum als Visitenkarte von Nemesis offenbart.

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© Sott.netAbbildung 180: Begleitende Symptome der Annäherung von Nemesis und seinem Schwarm (das Jahr, in dem das Symptom an Fahrt aufgenommen hat, die Anmerkung dazu und die Quellen
echcc 181
© Munich REAbbildung 181: Naturkatastrophen im Zeitraum von 1980 - 2013.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:
  • Das Elektrische Universum - Teil 30: Geographische Neigung und die magnetische Umkehrung



Telescope

Einzigartige Beobachtung: Saturnmond Titans Nachtseite strahlt heller als seine Tagseite

Saturnmond Titan
© NASA/JPL/Space Science InstituteAufnahme der Cassini-Sonde der beleuchteten Sichel des Titan mit Enceladus hinter den Ringen des Saturn.
Berlin (Deutschland) - Titan, der größte aller Saturnmonde, verblüfft nicht nur aufgrund seiner erdartigen Eigenschaften wie einer dichten Atmosphäre, einem Flüssigkeitskreislauf mit Regen, Schnee, Flüssen und Meeres aus Kohlenwasserstoffen, verkehrt ausgerichteten Dünen und einem wahrscheinlich unter seiner Kruste verborgenen Wasserozean, auch Tag und Nacht erscheinen auf Titan gänzlich anders als auf den sonstigen Himmelskörpern unseres Sonnensystems. Die Entdeckung liefert auch interessante Perspektiven für die Suche nach außerirdischem leben außerhalb des Sonnensystems.

Wie Astrophysiker Dr. Antonio García Muñoz vom Zentrum für Astronomie und Astrophysik an der Technischen Universität Berlin aktuell im Fachjournal Nature Astronomy (DOI: 10.1038/s41550-017-0114) zeigen, konnten sie bei Titan aufzeigen, dass die Nachtseite des zweitgrößten Mondes im Sonnensystem heller strahlt als seine von der Sonne beschienene Seite.

Insbesondere die Dämmerungszone an der Grenze zwischen Tag- und Nachtseite trage zur außerordentlichen Helligkeit der Nachtseite bei und ist - das zeigen Modellberechnungen bis zu 200-fach heller ist als die Tagseite.

Footprints

Gebrauch von Werkzeugen wird bei Schimpansen innerhalb der Familien weitergegeben

Neu erworbene Techniken bleiben erhalten und führen zu eigener "Gruppenkultur"

Werkzeuggebrauch von Schimpansen
© Thibaud GruberDie Mütter zeigen es vor, die Kinder machen es nach: Der Gebrauch von Werkzeugen wird unter Schimpansen vor allem innerfamiliär weitergegeben.
Neuenburg - Werkzeuggebrauch ist unter Schimpansen offenbar großteils eine Familienangelegenheit, wie nun ein Schweizer Forscherteam nachweisen konnte. Die Menschenaffen benutzen oft "Schwämme" aus Blättern, die sie falten und manchmal auch zerkauen, um damit Wasser aus einem Fluss oder Regenwasser aus Baumlöchern zu schöpfen. 2011 konnten Wissenschafter allerdings ein Männchen der Schimpansengemeinschaft Sonso im Budongo-Waldgebiet in Uganda dabei beobachten, wie es Moos statt Blätter verwendete. Ein Verhalten, das rasch von sieben weiteren Tieren nachgeahmt wurde.

Moos-Technik ging nicht verloren

Noemie Lamon, Doktorandin an der Uni Neuenburg in der Schweiz, hat dieses Verhalten gemeinsam mit Kollegen aus Genf und Großbritannien in einer wildlebenden Schimpansengruppe studiert. Beobachtet wurde diese Werkzeugnutzung bei zwei Lehmgruben, wo die Schimpansen oft mineralreiches Wasser schöpften. Als jedoch Lamon 2012 ihre Beobachtungen an diesem Ort aufnahm, schien keines der Tiere Moos als Schwamm zu verwenden. Die Forscherin wollte daraufhin feststellen, ob dieses Wissen in der Gruppe trotzdem noch vorhanden war.

Um das herauszufinden, platzierte sie 2014 an den Bäumen rund um die beiden Wasserlöcher kleine Mengen Moos, die sie etwas weiter entfernt gesammelt hatte. Dadurch hoffte sie, die Affen zur Nutzung von Moosschwämmen anzuregen. Der Versuch gelang: Wie sich herausstellte, hatten seit 2011 weitere 17 Individuen die Technik erlernt.

Kommentar:


Brain

Trotz Einparkhilfe sinken nicht die Blechschäden

Obwohl inzwischen fast die Hälfte der Autos in Deutschland mit Parkhilfen ausgestattet ist, haben sich die Blechschäden nicht verringert. Das geht aus einer neuen Studie hervor. Zwei Millionen Parkunfälle: Das ist die Bilanz der deutschen Autofahrer.
driverless cars
Coburg/München. Wer schlecht im Einparken ist, dem hilft offensichtlich auch kein elektronischer Assistent. Obwohl inzwischen fast die Hälfte der Autos in Deutschland mit Parkhilfen ausgestattet ist, haben sich die Blechschäden nicht verringert. Das hat eine interne Untersuchung der HUK-Coburg ergeben, die mit elf Millionen versicherten Autos größter deutscher Kraftfahrzeug-Versicherer ist. „Und die Schadenkosten sind sogar noch leicht gestiegen“, klagte Kfz-Vorstand Klaus-Jürgen Heitmann am Mittwoch.

Schäden in Höhe von 3,5 Milliarden Euro

Der Grund: Wer mit seinem Auto trotz Assistent gegen ein Hindernis rumpelt, beschädigt dabei häufig einen teuren Sensor. In Deutschland insgesamt zählt die Versicherungsbranche nach Angaben der HUK Coburg jährlich zwei Millionen Parkunfälle mit einem Schaden von 3,5 Milliarden Euro, 46 Prozent der Autos seien inzwischen mit Parkassistent ausgerüstet.

Kommentar: Wohl oder über muss man immer noch sein Gehirn einschalten und kräftig üben beim Fahren.


Bizarro Earth

Paralleluniversen? Studie deutet auf exotische Natur des kalten Flecks in der kosmischen Hintergrundstrahlung

Durham (Großbritannien) - In den Messdaten zur kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung sorgt bereits seit Jahren ein „kalter Fleck“ für Rätselraten und Spekulationen über dessen Natur und Ursprung. Als Ergebnis einer neuen Studie glauben Wissenschaftler nun, eine der bislang diskutierten astrophysikalischen Erklärungen mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen zu können und eröffnen damit erneut den Raum für eine exotische Erklärung - etwa die Kollision mit einem Paralleluniversum.
planck, hintergrundstrahlung
© ESA u. Durham UniversityIn den Daten des europäischen Weltraumteleskops „Planck“ zeichnet sich in der südlichen Hälfte deutlich ein „kalter Fleck“ ab.
Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung der Originalkarte zu gelangen.

Wie die Forscher um Professor Tom Shanks und Ruari Mackenzie vom Centre for Extragalactic Astronomy an der Durham University vorab via ArXiv.org und aktuell im Fachjournal Monthly Notices of the Royal Astronomical Society (DOI: 10.1093/mnras/stx931) ausführen, gilt die kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung (Cosmic Microwave Background; CMB) als Überbleibsel des Urknalls - sozusagen als dessen Echo.


Bei Temperaturen von minus 270,43 Grad Celsius, also nur wenige Grad über dem absoluten Nullpunkt, weist dieser Mikrowellenhintergrund verschiedene Anomalien auf - darunter auch einen auffallenden „kalten Fleck“ (s. Abb. o.). Diese Region ist 0.00015 Grad kälter als ihre Umgebung und wurde bislang mit einer viele Milliarden Lichtjahre durchmessenden nahezu leeren Blase im Universum zu erklären versucht, in der es nur sehr wenige Galaxien geben soll (...GreWi berichtete).

In ihrer Arbeit untersuchten die Astrophysiker um Shanks nun diese Hypothese anhand der mittels ihrer Rotverschiebung ermittelbaren Entfernung von mehr al 7.000 Galaxien mit dem Anglo-Australian Telescope. Im Ergebnis kommen Mackenzie und Shanks zu dem Schluss, das der „kalte Fleck“ mit großer Wahrscheinlichkeit nun jedoch kein „Loch im Universum“ ist.

Snowflake

Faszinierender Frostschutz: Bauern bewahren durch Eis-Technik Obst-Blüten vor dem Erfrieren

Obstblüten Eismantel
© Matthias KehreinEismantel gegen Erfrieren.
In den 90-er Jahren hatte Obstbauer Peter-Werner Decker bei seinen Äpfeln gleich in zwei Jahren hintereinander einen kompletten Ernteausfall zu verzeichnen. Nachtfrost hatte nahezu alle Blüten erfrieren lassen und für einen immensen finanziellen Schaden gesorgt. Mit der Berieselung der Blüten wurde eine effektive Schutzmaßnahme gefunden.

Mitternacht. Obstbauer Peter-Werner Decker und seine Frau Ilona schwingen sich auf ihrem Hof in Bornheim-Uedorf auf den großen Schlepper, und ab geht es zu ihren 10 Hektar Ackerland, bebaut mit rund 25.000 Apfelbäumen, die gerade in der Blüte stehen.

1990 und 1991 hatten die Deckers bei ihren Äpfeln gleich in zwei Jahren hintereinander einen kompletten Ernteausfall zu verzeichnen. Nachtfrost hatte nahezu alle Blüten erfrieren lassen und für einen immensen finanziellen Schaden gesorgt. Eine effektive Schutzmaßnahme wurde gesucht und gefunden: Die Berieselung der Blüten.

Frost-Beregnung Apfel-Plantage
© Matthias KehreinMit Frostberegnung die Apfelblüten schützen.

Kommentar: Das ist eine effektive Art, um (zumindest zum Teil) mit den um sich greifenden Erdveränderungen umzugehen.


Magnify

Bisherige Vorstellungen völlig auf den Kopf gestellt: Älteste Fossilien mehrzelligen Lebens entdeckt

älteste Fossilien mehrzelliges Leben
© Stefan Bengtson, Swedish Museum of Natural HistoryRöntgenaufnahme der 2,4 Milliarden Jahre alten und 0,8 Millimeter durchmessenden versteinerten Gasblase mit darin eingeschlossenen Organismen.
Stockholm (Schweden) - Durch Zufall in Südafrika entdeckt, beinhalten versteinerte Gasblasen möglicherweise die bislang ältesten bekannten Fossilien mehrzelligen Lebens. Mit einem Alter von 2,4 Milliarden Jahren wären die Fossilien 1,2 Milliarden Jahre älter als die bisherigen Rekordhalter. Auch ihr einstiger Lebensraum widerspricht den bisherigen Vorstellungen von der Evolution des mehrzelligen Lebens auf der Erde.

Wie Forscher um Stefan Bengtson vom Naturhistoriska Riksmuseet in Schweden und Birger Rasmussen von der australischen Curtin University aktuell im Fachjournal Nature Ecology & Evolution (DOI: 10.1038/s41559-017-0141) berichten, wurden die versteinerten Gasblasen in 800 Metern Tiefe in der Ongeluk-Formation südafrikanischen Cape Province entdeckt.

Mit einem Alter von 2,4 Milliarden Jahren handelt es sich also nicht nur um die bislang ältesten Fossilien mehrzelligen Lebens - auch ihr einstiger Lebensraum unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Vorstellungen über die Entstehung und Evolution der darin vorgefundenen Pilze und mit ihnen letztendlich auch allen mehrzelligen Lebens, den sogenannten Eukaryoten, zu denen auch wir Menschen zählen.