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Saturn-Mond Enceladus: NASA könnte außerirdisches Leben entdecken

Wie angekündigt, hat die US-Raumfahrtbehörde NASA heute Abend auf ihrer Pressekonferenz ihre neue Entdeckung bekannt gegeben (wir berichteten). Es handelte sich um die neuesten Ergebnisse, die von der Raumsonde Cassini und dem Hubble-Teleskop von Saturns Mond Enceladus gewonnen werden konnten.

NASA
© NASA
Wie die NASA auf der Konferenz bekannt gab, haben die von Cassini gelieferten Daten nun bestätigt, was schon lange vermutet wurde: Unter dem dicken Eismantel des Saturn-Mondes Enceladus befindet sich ein Ozean. Zudem gäbe es Hinweise darauf, dass in den Tiefen des Ozeans hydrothermale Quellen aktiv sind. Über die Existenzhydrothermaler Quellen wurde bereits 2015 spekuliert, als Cassini durch eine Fontäne aus Dampf und Eiskristallen flog, die regelmäßig aus Enceladus Eismantel herausgeschleudert werden. Die Analyse ergab, dass es sich bei dem Gas um molekularen Wasserstoff handelt und als einzige mögliche Quelle kam nur eine hydrothermale Reaktion zwischen heißem Felsgestein und dem Wasser des vermuteten, verborgenen Ozeans.

Der Wasserozean in Verbindung mit den energiereichen hydro-thermalen Quellen ergeben eine außerordentlich große Wahrscheinlichkeit, dass sich dort unten auch Leben tummelt - denn Wärme und Wasser begünstigen die Entstehung von Leben. Doch ob sich in dem Ozean tatsächlich Mikroben oder sogar größere primitive Lebensformen entwickelt haben, müssen nun weitere Missionen klären.

Beaker

Neues Miller-Urey-Experiment erzeugt Aminosäuren und RNA-Bausteine

Blitze, Gewitter, blitz symbolbild
© Gemeinfrei
Prag (Tschechische Republik) - Durch die Simulation der Bedingungen auf der jungen Erde konnten tschechische und französische Wissenschaftler zeigen, dass elektrische Entladungen oder aber eine mittels eines Lasers erzeugte Schockwelle in der auch als „Ursuppe“ bezeichneten Mischung anorganischer einfacher chemischer Substanzen der frühen Erde alle für das Leben notwendigen Biomoleküle der RNA und eine Aminosäure entstehen zu lassen.

Schon vor rund 60 Jahren konnten Stanley Miller und Harold Clayton Urey gemeinsam in dem nach ihnen benannten Miller-Urey-Experiment zwar nachweisen, dass unter den simulierten Bedingungen der Ur-Erde sich verschiedene Aminosäuren bilden können. Allerdings blieb das Experiment die Frage schuldig, ob dabei auch sogenannte RNA und damit der Vorläufer der DNA entstehen konnte.

Wie Forscher um Martin Ferus von der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und Fabio Pietrucci von der Pariser Université Pierre et Marie Curie aktuell im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS; DOI: 10.1073/pnas.1700010114) berichten, haben sie Ureys und Millers Ansatz erneut aufgegriffen, die Bedingungen auf der jungen Erde nachgestellt.

Windsock

Saharastaub kann Bakterien und Pilze mitbringen

Wüstenstürme über Nordafrika tragen Sahara-Staub nach Europa. Bislang ärgerten sich die Deutschen vor allem über die rötlichen Ablagerungen auf Autos, Fenstern und Gartenmöbeln. Jetzt haben Experten den Staub genauer untersucht - mit erschreckenden Erkenntnissen.
sahara dust storm
© NASA/NOAA/DoD Suomi NPP/VIIRS
Der 2014 aus der Sahara nach Mitteleuropa gewehte Staub ist möglicherweise gefährlicher als bisher angenommen. In den Ablagerungen des Staubs haben Forscher aus Italien und Österreich unerwartet viele und vielfältige Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze aus der Wüste gefunden. Tobias Weil, Leiter des Forscherteams aus Geologen, Meteorologen und Mikrobiologen, sagte dem Fachjournal Microbiome: „Wenn sich die Pilze etablieren, können sie eine Gefahr darstellen.“

Im Winter könnten sich die Partikel in Eis- und Schneeschichten bedenklich anhäufen, heißt es in dem Bericht. Die möglichen Folgen: Eine Verdrängung heimischer Arten und ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Forscher empfehlen weitere Untersuchungen, um besser einschätzen zu können, wie groß diese Gefahr tatsächlich ist.

kom

Kommentar: Nicht nur kann Wüstenstaub Bakterien mitbringen, sondern es wurde in einigen Untersuchungen nachgewiesen, dass ebenso Kometenstaub Bakterien und evtl. sogar Krankheiten mitbringt.
  • Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die virale und kosmische Verbindung



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Schnellere Internetverbindung: China schießt Satelliten für WLAN ins All

China hat den ersten Hochdurchsatz-Kommunikationssatelliten vom Typ Shijian ins Weltall geschickt, der einen schnelleren Internetzugang, darunter auch für WLAN-Hotspots in Verkehrsmitteln, ermöglichen soll. Das gibt die Nachrichtenagentur Xinhua bekannt. Der Satellit soll die Erde 15 Jahre lang in der geostationären Umlaufbahn begleiten.


Kommentar: WLAN-Strahlen sind toxisch.


Rakete
© FacebookChina schießt Satelliten für schnellere Internetverbindung ins All
China gilt weltweit als Vorreiter in Sachen Telekommunikation und Hochgeschwindigkeits-Internet. Am 3. März hatte es die bisher umfangreichsten Tests des Mobilfunks der fünften Generation - 5G - eingeleitet. Das meldete die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Vertreter des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie. Dadurch wolle man neue mobile Kommunikationstechnologien vereinheitlichen. Am Projekt beteiligen sich große Konzerne der chinesischen Mobilfunkindustrie, darunter Huawei Technologies und ZTE. Die endgültige Inbetriebnahme von 5G ist für 2020 geplant.

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Neue Waffe gegen Krebs: Spermien sollen Medikamente gezielt zu kranken Stellen bringen

Krebszelle
© Foto: National Cancer Institute Univ. of Pittsburg Cancer Institute
Deutsche Wissenschaftler haben eine neue Methode im Kampf gegen Krebs gefunden, dank der Medikamente gezielt zu kranken Stellen gebracht werden können, wobei keine gesunden Zellen zerstört werden. Dafür können Spermien benutzen werden, geht aus einem Artikel aus der Bibliothek elektronischer Preprints arXiv.org hervor.

Demnach sahen die Forscher der Technischen Universität Chemnitz und des Institute for Integrative Nanosciences in Spermien eine gute Triebkraft für Medikamente. Die Wissenschaftler überzogen ein Spermium mit einem Anti-Krebs-Wirkstoff und bauten dafür einen Eisen-Anzug, um es über ein Magnetfeld dorthin zu steuern, wo es benötigt wird.

Wenn ein solcher „Kampf“-Spermium die vorgesehene Stelle erreicht, öffnet sich die metallische Schale und gibt das Medikament frei, so die Studie.

Kommentar:


Dollar Gold

Eine Million Dollar Kopfgeld für den Fang eines lebenden Bigfoot ausgesetzt

Kopfgeld für Bigfoot
© Firma Bigfoot Project Investments Inc.Das Logo der neuen „$1,000,000 Dollar Bigfoot Bounty“
Redwood City (USA) - US-amerikanische Bigfoot-Jäger haben ein Kopfgeld von einer Million Dollar für einen lebenden Bigfoot oder für Hinweise ausgeschrieben, die zum Fang eines lebendes Exemplars führen. Unter Bigfoot-Enthusiasten ist der Direktor der hinter der Aktion stehenden Firma kein Unbekannter.

Schon seit Jahren macht Tom Biscardi immer wieder durch fragwürdige PR-Aktionen von sich Reden. Zuletzt war er 2008 auf ein von Fälschern mit Tierresten gestopftes Affenkostüm hereingefallen, das er in einer Pressekonferenz als den Körper eines toten Bigfoot präsentieren wollte (...GreWi berichtete).

Mit seiner Firma „Bigfoot Project Investments Inc.“ versucht Biscardi seither immer wider aus dem Interesse an Bigfoot bzw. Sasquatch, den angeblich in den nordamerikanischen Wäldern bis heute unentdeckt lebenden großen und intelligenten „Wald-Menschenaffen“ Kapital zu schlagen.

Kommentar:


Question

Ungeklärte Kreisstruktur auf dem Mars entdeckt

Kreisstruktur am Mars-Südpol
© NASA/JPL-Caltech/Univ. of ArizonaKreisstruktur am Mars-Südpol.
Washington (USA) - Auf Aufnahmen der Mars-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) haben NASA-Wissenschaftler eine Kreisstruktur entdeckt, die sie sich nicht so ohne Weiteres erklären können.

Die Aufnahme der MRO-Bordkamera HiRISE zeigt den rätselhaften Kreis im Innern von in Schichtablagerungen in der eisigen Südpolregion des Mars.

„Während die Größe und Frequenz von Einschlagskratern für gewöhnlich eine Alterbestimmung der jeweiligen Landschaft ermöglicht, sind Krater in eisigem Terrain hierzu nur schwer nutzbar, da unterschiedliche Prozesse sie derart schleifen und verändern können, dass es oft kaum mehr möglich ist, wirklich sagen zu können, ob es sich bei der Struktur um einen Einschlagskrater oder etwas anderes handelt“, erläutert die NASA.

Kommentar:


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Astronomen beobachten erstmals die Entstehung von Sternen in Schwarzen Löchern

Galaxiezentrum
© ESO/M. KornmesserKünstlerische Darstellung einer Galaxie, in der Sterne innerhalb starker Materiewinde entstehen, die von supermassereichen Schwarzen Löchern im Galaxienzentrum nach außen geblasen werden. (Illu.)
Cambridge (Großbritannien) - Erstmals haben Astronomen in den extremen Materiewinden supermassereicher Schwarzer Löcher die Entstehung von Sternen beobachtet. Die Entdeckung hat weitreichende Folgen für unser Verständnis von Galaxieneigenschaften und deren Entwicklung.

Wie das Team um Roberto Maiolino und Helen Russell von der University of Cambridge aktuell im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature21677) berichtet, gelang die Beobachtung mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) mit der man eine gerade stattfindende Kollision zwischen zwei Galaxien untersuchte, die zusammen als Objekt „IRAS F23128-5919“ bezeichnet werden und rund 600 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt sind.

Hierbei konnten die Wissenschaftler jene überdimensionalen Winde aus Materie, beobachten, die in der Nähe eines supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der südlicheren Galaxie entstehen und fanden dabei erstmals klare Hinweise dafür, dass in diesen Winden Sterne geboren werden.

Bulb

Aliens auf der Erde: Kraken und Tintenfische können ihre eigene RNA anpassen

Kraken, Tintenfische, Kopffüßer
© Jatta, Giuseppe, GemeinfreiVerschiedene Arten von Kopffüssern (Illu.)
Tel Aviv (Israel) - Erst 2015 attestierten Biologen dem sog. gemeinen Kraken aufgrund seiner zahlreichen bizarren Eigenschaften und seiner ungewöhnlich hohen Intelligenz, dass es sich bei den Kopffüßern wohl um die „irdischsten Aliens“ unseres Planeten handelt (...GreWi berichtete). Israelische Wissenschaftler haben nun hinzu herausgefunden, dass Kraken, Kalmare und einige Tintenfischarten sogar in der Lage sind, ihre eigenen RNA zu editieren - eine Fähigkeit die sie mit keinen anderen Organismen auf unsrem Planeten teilen.

Stellen Sie sich ein Lebewesen ohne Knochen, dafür aber mit drei Herzen vor, dessen acht Tentakelarme Gehirne mit mehr als 500 Millionen Nervenzellen beinhalten. Ein Wesen, das jeden dieser Arme bei Verlust vollständig regenerieren kann und zudem über eine erstaunlich hoch entwickelte Intelligenz verfügt. Darüber hinaus kann dieser Organismus willentlich seine Farbe und die Struktur seiner Körperoberfläche an die des Unter- und seiner Umgebung anpassen und dekoriert seine Höhle zudem mit Trophäen seiner Opfer. So bizarr dieses Wesen auch erscheint, seine Heimat muss nicht zwangsläufig ein fremder Planeten sein, sondern es bewohnt tatsächlich unsere irdischen Meere. Die Rede ist vom Oktopus, dem gemeinen Kraken.

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Blackbox

Sind "Nachteulen" die Träger einer vererbten Gen-Mutation?

Nachteulen Gen-Mutation
© OcusFocus/ thinkstockBei extremen Nachteulen könnte eine Genmutation am verschobenen Tagesrhythmus schuld sein.
Wer zu den "Nachteulen" gehört, der kommt morgens schwer aus dem Bett, läuft aber dafür abends zu Hochform auf - im Gegensatz zu den sogenannten "Lerchen". Dass es solche Chronotypen gibt, ist schon länger bekannt. Und vor kurzem erst stellten Forscher fest, dass es einige Genvarianten gibt, die Menschen eher zu Frühaufstehern werden lässt.

Innere Uhr tickt langsamer

Jetzt zeigt sich, dass es auch extreme Nachteulen eine spezifische genetische Veranlagung für ihren verschobenen Tagesrhythmus haben. Für ihre Studie hatten Alina Patke von der Rockefeller University in New York und ihre Kollegen das Schlafverhalten, den Hormonhaushalt und die Genausstattung einer extremen "Nachteule" mit dem einer Person vom normalen Chronotyp verglichen.

Beide Probanden verbrachten dafür zwei Wochen im Schlaflabor ohne Zeitgeber für den normalen 24-Studnen Rhythmus. Wie erwartet zeigte die "Nachteule" eine verzögerten Schlaf-Wach-Rhythmus - ihre innere Uhr tickte sozusagen etwas langsamer. Auch ihre Körpertemperatur und die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin traten verzögert auf. "Der Melatonin-Spiegel beginnt normalerweise zwischen 20 und 22 Uhr anzusteigen", sagt Patkes Kollege Michael Young. "Bei unserer Patientin passierte das nicht vor zwei oder drei Uhr nachts."

Kommentar: Was ebenfalls helfen kann, wenn man keine "Nachteule" mehr sein möchte: