Das Kind der GesellschaftS


Black Cat 2

Bus stürzt in Guatemala 200 Meter in die Tiefe

Bei einem Busunglück in Guatemala sind Dutzende Menschen ums Lebens gekommen. Der Bus war offenbar auf einer Serpentinen-Strecke von der Straße abgekommen.


Bei einem Busunglück in Guatemala sind am Montag Dutzende Menschen ums Lebens gekommen. Mehr als 40 weitere Verletzte mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Behördenangaben zufolge war der Bus auf einer Serpentinen-Strecke von der Straße abgekommen und rund 200 Meter in die Tiefe gestürzt. Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr: "Bisher haben wir 38 Tote geborgen. Unter ihnen waren auch sechs Kinder und zwölf Frauen." Die Unfallursache konnte bisher noch nicht geklärt werden.

Cult

Tausende Protest-Unterschriften gegen den Limburger Bischof: Autoritärer Stil, Flugaffäre und hohe Baukosten

Franz-Peter Tebartz-van Elst steht unter Druck. Tausende seiner Schäfchen haben einen Protestbrief gegen den Limburger Bischof unterschrieben. Dem Bischof wird Prunksucht vorgeworfen. So soll sein neuer Bischofssitz um Millionen teurer werden als geplant.

Limburg. Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat von seinen Kritikern einen Protestbrief mit rund 4400 Unterzeichnern erhalten. Vertreter der Frankfurter katholischen Stadtkirche übergaben dem Oberhirten die Unterschriftensammlung am Freitag hinter verschlossenen Türen.

"Ich denke, es ist ein guter Anfang", sagte hinterher Christoph Hefter, der Vorsitzende der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken. Wenn es zu Veränderungen im Bistum führe, sei es ein sehr wertvolles Gespräch gewesen.

Che Guevara

"Freiheit statt Angst": Protest gegen die NSA in Berlin

Mehr als 15.000 Menschen haben in Berlin gegen die Überwachung durch Geheimdienste, Behörden und Firmen protestiert. Sie forderten mehr Datenschutz und einen politischen Wechsel. Für die Piratenpartei war es der größte und wichtigste Auftritt vor der Wahl.
angela merkel
© Spiegel Online
Am Alexanderplatz drängen sich die Demonstranten, sie halten Videokameras in die Höhe, einige tragen Alu-Hüte: "Freiheit statt Angst", steht auf Plakaten. Mehr als 15.000 Menschen sind am Samstagnachmittag durch Berlin gezogen, um gegen Überwachung zu protestieren. Viele davon sind Anhänger der Piratenpartei.

Der Internetaktivist Jake Appelbaum rief zur Nutzung von Verschlüsselung auf. "Die Leute, die mit der Aufsicht der Geheimdienste betraut sind, haben uns alle im Stich gelassen. Wir können ihnen nicht trauen", sagte Appelbaum. Es war die erste richtig große Demonstration seit der NSA-Affäre, die sich gegen die Ausspähung von Daten durch Staaten und Unternehmen richtete.

Stop

Zugverkehr in ganz Norwegen lahmgelegt

In ganz Norwegen ist heute Morgen wegen des Ausfalls des Kommunikationssystems, das den Verkehr steuert, der Zugverkehr behindert worden.

"Das System ist in den meisten Teilen des Landes abgeschaltet. Züge verkehren bis zum nächstgelegenen Bahnhof und bleiben dort stehen", heißt es in einer Mitteilung der Vertreter der norwegischen Bahn.

Der genaue Zeitpunkt der Wiederherstellung des Zugverkehrs ist noch nicht bekannt, es wurde die Beförderung von Fahrgästen mit Bussen organisiert.

Arrow Down

"Heiliger" Unsinn: »Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Beziehungen bringt uns der Apokalypse näher« sagt der Patriarch von Moskau

Der Patriarch von Moskau und ganz Russlands Kyrill I. betrachtet die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in westlichen Ländern als Omen des Untergangs und forderte die Russen auf, sicherzustellen, dass diese Sünde niemals durch das Gesetz legitimiert werde.
Bild
© picture-alliance
»Wir sind erheblichen Versuchungen ausgesetzt, wenn Länder damit beginnen, Sünden zu billigen und durch das Gesetz zu schützen, um sie so zu rechtfertigen«, zitierte die russische Nachrichtenagentur "ITAR-TASS" den Patriarchen, aus dessen Predigt am Sonntag in der Kasaner Kathedrale auf dem Roten Platz diese Worte stammen. Diejenigen, die ihrem Gewissen folgen und »gegen solche von einer Minderheit aufgezwungenen Gesetze kämpfen, werden verfolgt«, fuhr er fort. »Dies ist ein sehr gefährliches, apokalyptisches Anzeichen, und wir müssen alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um sicherzustellen, dass diese Sünde niemals in Russland durch staatliche Gesetze für rechtens erklärt wird, denn dies würde bedeuten, dass unsere Nation den Weg der Selbstzerstörung eingeschlagen hat.«

Key

Verdacht auf Züchtigung: Kinder aus der Sekte "Zwölf Stämme" werden in Obhut genommen

Am Donnerstagvormittag ist die Polizei mit einem Großaufgebot bei der Sekte "Zwölf Stämme" in Klosterzimmern (Landkreis Donau-Ries) und in Wörnitz bei Ansbach vorstellig geworden. Die Einsatzkräfte nahmen der Glaubensgemeinschaft die Kinder weg, weil offenbar der Verdacht auf Züchtigung besteht.

Klosterzimmern/Wörnitz - Das Amtsgericht Nördlingen hatte zuvor einen vorläufigen Sorgerechtsentzug angeordnet. Am Morgen rückten die Beamten dann gegen 6 Uhr an und nahmen 40 Kinder in Obhut - 28 im Gutshof Klosterzimmern, zwölf weitere in Wörnitz im Landkreis Ansbach. Allein in Klosterzimmern waren rund 100 Polizisten im Einsatz, die Sektenmitglieder leisteten keinen Widerstand. „Wir sind froh, das alles so vernünftig abgelaufen ist“, sagte Ludwig Zausinger, Sprecher des Augsburger Polizeipräsidiums.

Alle 40 Kinder sind nun in der Obhut der beiden Landratsämter und werden vorerst in Pflegefamilien oder Heimen untergebracht. Die Behörde in Donauwörth kümmert sich auch um vier Kleinkinder - das jüngste ist sieben Monate alt. Die stillende Mutter verließ die Glaubensgemeinschaft gemeinsam mit dem Baby, sagte Jugendamtsleiter Alfred Kanth. Er habe den Abschied zwischen Eltern und Kindern als sehr emotionslos wahrgenommen. Die Kinder hätten sich nicht an ihre Eltern geklammert - so etwas habe er in 40 Berufsjahren noch nicht erlebt.

Cult

Frauenarzt machte tausende heimliche Intim-Fotos von Patientinnen

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© Daniel Reinhardt / dpaDer angeklagte Frauenarzt (r) sitzt zu Prozessauftakt im zum Gericht umfunktionierten Dathenus-Haus in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) mit seinem Anwalt Götz Stuckensen auf der Anklagebank. Dem 58-Jährigen aus Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) wird vorgeworfen, fast 2000 Patientinnen in der Umkleidekabine und im Untersuchungsraum abgelichtet zu haben.
Für Tausende heimliche Intim-Fotos von seinen Patientinnen hat ein Frauenarzt vor Gericht um Entschuldigung gebeten. "Ich schäme mich", sagte der 58-Jährige zum Prozessauftakt vor Gericht. Der Mediziner soll mit versteckten Kameras fast 2000 Patientinnen abgelichtet haben.

Frankenthal - Zum Motiv für sein Handeln sagte der Gynäkologe, der seine Praxis im rheinland-pfälzischen Schifferstadt hat, es gebe eine dunkle Seite in ihm.

Der Mediziner soll laut Staatsanwaltschaft mit versteckten Kameras fast 2000 Patientinnen in der Umkleidekabine und im Untersuchungsraum abgelichtet haben. Zur Anklage kamen mehr als 1400 Fälle. Die Fotos sollen zwischen Mai 2008 und August 2011 entstanden sein. Es soll Fotos und teils auch Videos von dem Vaginalbereich der Patientinnen geben.

Che Guevara

Erneute Ausschreitungen wegen Bildungsreform in Chile

Vermummte Demonstranten lieferten sich in der Hauptstadt Santiago Straßenschlachten mit der Polizei.


Jagdszenen spielten sich am Donnerstag in Santiago de Chile ab. In der Hauptstadt des südamerikanischen Landes kam es bei einer Demonstration für Bildungsreformen erneut zu heftigen Zusammenstößen zwischen Protestierenden und der Polizei.

Nach Schätzungen der Polizei hatten 25.000 Menschen an einem zunächst friedlichen Protestmarsch durch die Straßen von Santiago teilgenommen. Vertreter von Studentengruppen sprachen von 80.000 Teilnehmern. Die Krawalle brachen am Ende der Veranstaltung aus, als vermummte Demonstranten auf die Polizei trafen. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Tränengas ein, mehrere Demonstranten wurden festgenommen, es gab Berichte über Verletzte. An dem Demonstrationszug hatten auch Lehrer und Gewerkschaftsvertreter teilgenommen. Studenten in Chile fordern seit längerem kostenlose Bildung für alle.

Vader

Veräppelung durch LG Display: Meteorit versetzt Bewerber in absolute Todesangst

Dieser Meteoriteneinschlag macht das Bewerbungsgespräch dieser Spanier zum Horrortrip. Allerdings handelt es sich lediglich um einen fiesen Streich. Ein Elektronikunternehmen wirbt damit für seine ultrahochauflösenden Bildschirme.


Es ist das Horrorszenario schlecht hin: ein Meteoriteneinschlag während eines Bewerbungsgesprächs! Allerdings handelt es sich hierbei nur um einen fiesen Streich, der den Bewerbern in Spanien gespielt wurde. Denn das vermeintliche Bürofenster ist in Wirklichkeit ein ultra-hochauflösender Bildschirm. Dahinter verbirgt sich ein Marketing-coup des Elektronikkonzerns LG. Bereits in der Vergangenheit inszenierte das Unternehmen witzige bis furchteinflößende Aktionen, um Werbung für seine Ultra-HD-Bildschirme zu machen. So zum Beispiel mit diesem Schocker im Fahrstuhl... Oder aber auch mit einer sexy Ablenkung auf dem Herren-WC... Doch besonders die aktuelle Aktion scheint gelungen zu sein, da die Bewerber tatsächlich von einem Meteoriteneinschlag ausgingen. Den Beweis für die extrem realitätsnahe Auflösung ihrer Bildschirme hat LG damit erbracht - und nebenbei noch einen viralen Hit im Netz gelandet.

Kommentar: Diese Angelegenheit ist nicht unbedingt witzig. Zum einen mit den Ängsten von Menschen zu spielen und zum anderen das Thema von Kometen und anderen Himmelskörpern als Witznummer darzustellen. Zu der Ernsthaftigkeit des Themas können Sie die Artikelserie von Laura Knight-Jadczyk lesen:


Chart Pie

Angst der Deutschen 2013: Naturkatastrophen auf Platz 2

Steigende Kosten, Naturkatastrophen und drohende Pflegebedürftigkeit im Alter bedrücken die Deutschen. Einer Umfrage zufolge nehmen die Ängste zu - bis auf eine überraschende Ausnahme.
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© Infografik Die WeltSteigende Lebenshaltungskosten bedrücken die Deutschen am meisten
Für viele Bundesbürger scheint der Glaube an die Politik das letzte zu sein, an das sie sich noch klammern können. Anders ist das überraschende Ergebnis einer Studie der R+V-Versicherung kaum zu interpretieren, die sich mit den Ängsten der Deutschen beschäftigt. Die Befürchtung, dass die Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind, ist gegenüber dem Vorjahr um ganze zehn Prozentpunkte zurückgegangen und liegt mit 45 Prozent auf dem bisher niedrigsten Stand.

"Das ist erstaunlich, zumal gerade vor Bundestagswahlen diese Werte regelmäßig nach oben gehen", kommentiert Rita Jakli von der R+V-Versicherung die überraschende Beruhigung in der Bevölkerung. Die größten Ängste hingegen sind die vor steigenden Lebenshaltungskosten, vor zunehmenden Naturkatastrophen und davor, im Alter selbst als Pflegefall zu enden. Mehr als jeden zweiten Deutschen bedrücken diese Vorstellungen.