Das Kind der GesellschaftS


Quenelle - Golden

Erstaunlicher ziviler Ungehorsam: "Sie hat nichts gesagt. Sie hat sich nicht widersetzt."

Eine friedlich demonstrierende Frau im Sommerkleid wird von Polizisten in Kampfmontur festgenommen - dieses Bild aus Baton Rouge sorgt weltweit für Schlagzeilen. Der US-Fotograf hat nun über die Hintergründe gesprochen.

Eine friedlich demonstrierende Frau im Sommerkleid wird von Polizisten in Kampfmontur festgenommen - dieses Bild aus Baton Rouge sorgt weltweit für Schlagzeilen.
© REUTERS/Jonathan Bachman"Sie hat nichts gesagt. Sie hat sich nicht widersetzt."
Es passiert nur recht selten, dass in der Flut von Bildern und Videos diese eine Aufnahme hängenbleibt. Ein Foto, das man nicht mehr aus dem Kopf bekommt, weil es im Kleinen für das ganz Große steht. In Medien weltweit wird gerade über ein solches Bild berichtet: US-Fotograf Jonathan Bachman hat es in der Stadt Baton Rouge aufgenommen.

Zu sehen ist eine dunkelhäutige Frau in einem langen Sommerkleid, sie steht in ihren Ballerinas mitten auf einer asphaltierten Straße, den Kopf hat sie erhoben. Stolz sieht sie aus. Zwei Polizisten in Schutzmontur stürmen auf sie zu und nehmen sie fest. Hinter ihnen haben sich mehrere Kollegen in einer Reihe formiert. David gegen Goliath, so wirkt es.

Die Frau hatte sich an einer Protestaktion gegen Polizeigewalt beteiligt. In Baton Rouge war am vergangenen Dienstag der Afroamerikaner Alton Sterling aus nächster Nähe von Polizisten erschossen worden, Videomitschnitte des Vorfalls lösten landesweit heftige Kritik aus.

Am Samstag waren zahlreiche Menschen in Baton Rouge erneut auf die Straße gegangen, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Sie versammelten sich unter anderem vor der Polizeiwache und skandierten: "Keine Gerechtigkeit, kein Frieden." Während dieser Aktion entstand das Bild von Bachman für die Nachrichtenagentur Reuters.

Kommentar: Diese mutige Tat findet vor dem Hintergrund dieser Ereignisse statt:


Attention

Countdown zum Martial Law: Drei Afro-Amerikaner durch US-Polizei in nur einer Woche getötet, Stimmung der Bevölkerung in den USA kocht

Polizeigewalt USA,Polizeigewalt Tatort Houston
© chron.com
Polizeigewalt Houston USA,Houston Afro-Amerikaner erschossen
© Screenshot: Houston ChronicleSzene, von einer Überwachungskamera gefilmt
Nach dem Tod zweier Afroamerikaner durch Polizeigewalt sorgt ein weiterer Vorfall in den USA für Aufsehen. Im texanischen Houston schossen Polizisten am Samstag Alva Braziel nieder, später erlag dieser seinen Verletzungen. Die Polizei behauptet, der Mann habe sich geweigert, seine Waffe fallenzulassen.

Der Mann habe eine Waffe auf die Beamten gerichtet. Nutzer der sozialen Netzwerke zogen die Angaben der Polizei am Sonntag in Zweifel und forderten weitere Untersuchungen, berichten die AFP und Newsweek. Ein Video des Houston Chronicle zeigt das Geschehen, wie es von einer nahegelegenen Überwachungskamera aufgenommen wurde.


Kommentar: Hier ein Video zum Vorfall:


Es ist eine Spirale der Gewalt, die sich in die Tiefe dreht und diese Eskalation wir mit Sicherheit bewusst hervorgerufen. Auf der einen Seite haben wir mindestens drei Fälle von tödlicher Polizeigewalt in den USA allein in der vergangenen Woche. Und auf der anderen Seite beginnt sich die aufgestaute Wut von US-Bürgern gegen die Polizei und den Staat zu entladen. Bei den damit verbundenen Gewaltakten handelt es sich jedoch sehr wahrscheinlich überwiegend um gemietete Agenten bzw. Agent Provocateurs, welche die Stimmung anheizen und weitere Gewalt provozieren sollen, um die fortschreitende Militarisierung und Totalisierung in den USA - und nicht nur dort - zu rechtfertigen.


Bullseye

Weil sie nicht auf die Fanmeile durften: Ausschreitungen zum EM-Finale in Paris - Und es waren keine Russen

Weil sie wegen Überfüllung nicht mehr auf die Fanmeile durften, randalierten am Sonntagabend zahlreiche Anhänger unter dem Eiffelturm. Auch am Stade de France gab es Festnahmen.
ausschreitungen paris
© Stephanie Mahe/Reuters
Das Finale der Fußball-EM zwischen der französischen und portugiesischen Nationalmannschaft in Paris ist von Zusammenstößen zwischen Fans und der Polizei überschattet worden. Wie die Polizeipräfektur in der Nacht zum Montag mitteilte, wurden rund 40 Menschen festgenommen. Vor allem am Rande der Fanmeile unter dem Eiffelturm kam es zu Krawallen enttäuschter Fans, denen der Einlass wegen drohender Überfüllung verweigert worden war.

Einige der abgewiesenen Fans ließen demnach ihrer Wut freien Lauf. Sie setzten Mülleimer und Motorroller sowie ein Auto in Brand, attackierten vor Ampeln stehende Fahrzeuge und bewarfen die Polizisten mit Flaschen. Ein Autofahrer fuhr in seiner Panik zwei Passanten um, von denen einer ins Krankenhaus musste. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die meist jungen Randalierer ein. Zeitweise war der untere Teil des Eiffelturms in weiße Schwaden gehüllt.

Kommentar: Es gab sehr viele Ausschreitungen während dieser WM und vorrangig wurden fast ausschließlich russische Fans für Übergriffe beschuldigt, wo es doch einige andere Ausschreitungen ebenso gab.


Cell Phone

Eskalation: Weitere Übergriffe auf Polizisten in den USA - Oder gewollte Eskalationsstrategie?

Nach den Polizistenmorden in Dallas hat es in mehreren US-Städten erneut gewaltsame Angriffe auf die Polizei gegeben.
protestmarsch
© AFP
Washington - In der Stadt Saint Paul im Bundesstaat Minnesota kam es in der Nacht auf Sonntag zu Krawallen und Festnahmen am Rande einer Bürgerrechtler-Demonstration. Nach Angaben der örtlichen Polizei auf Twitter wurden mindestens drei Beamte verletzt.

Die Polizisten seien mit Steinen, Flaschen und Böllern beworfen worden, hieß es. Die Zeitung Star Tribune zeigte auf ihrer Internetseite Fotos, die zeigen, wie ein Pulk aus Demonstranten auf einer abgesperrten Schnellstraße einer Polizeikette gegenübersteht. Über der Straße steigt eine dichte Rauchwolke auf, laut der Zeitung hatten die Sicherheitskräfte Rauchbomben eingesetzt, um die gegen Polizeigewalt demonstrierenden Anhänger der Bewegung "Black Lives Matter" auseinanderzutreiben.

Kommentar: Es hat den Anschein, dass die Übergriffe bewusst angesetzt werden, damit scharfe Gesetze gegenüber der Bevölkerung gerechtfertigt werden können.


Fire

Mehr als 120 Polizisten bei höchst aggressiver Demo in Berlin verletzt - Werk von Agent Provocateurs?

Die Berliner Polizei hat die gestrige Demonstration in Friedrichshain als die "aggressivste und gewalttätigste" seit fünf Jahren bezeichnet. Bei den Ausschreitungen linker Demonstranten waren nach den jüngsten Angaben mehr als 120 Polizeibeamte verletzt worden.


Bei einer Protestaktion linker Gruppen in Berlin war es am Samstagabend zu Ausschreitungen gekommen. Mehrere Demonstranten und Polizisten wurden verletzt.


An der Demo hatten sich nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen beteiligt. Demonstranten warfen Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper. Auch Schaufensterscheiben wurden zerstört und Polizeiautos beschädigt. Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm mehrere mutmaßliche Randalierer fest.

Kommentar: Es liegt nahe, dass hier sogenannte "Agent Provocateurs" am Werk gewesen sind. Diese treiben sich in den politischen Bewegungen herum, um diese zu diskreditieren und / oder um die fortschreitende Totalisierung durch zunehmende polizeiliche Aufrüstung und potentielle Armee-Einsätze zu begünstigen:


X

Eskalation schreitet voran: Fünf Polizisten in Dallas erschossen

Schüsse auf Polizei in Dallas: Fünf Beamte und ein Täter tot
Dallas protest shooting
© Rogelio V. Solis/Associatd PressProtest in Dallas
In Dallas wurden fünf Polizisten gezielt erschossen. Ein mutmaßliche Schütze wurde von Polizisten mit Hilfe eines Roboters getötet.

Dallas. Tödliches Ende einer friedlichen Demonstration gegen Polizeigewalt in den USA: Heckenschützen haben in Dallas im US-Bundesstaat Texas fünf Polizisten getötet. Mindestens sieben weitere Beamte seien verletzt worden, teilte das Büro des Bürgermeisters am Freitagmorgen (Ortszeit) mit. Außerdem seien zwei Zivilisten von Schüssen getroffen worden.

Die Schützen feuerten während eines Protestmarsches am Donnerstagabend (Ortszeit) auf die Beamten. Anlass für den Protestmarsch war der Tod von zwei Afro-Amerikanern, die in dieser Woche in Baton Rouge (Louisiana) und in Falcon Heights (Minnesota) von Polizisten erschossen worden waren. Ein Angreifer ist nach Angaben von Polizeichef Brown mit einem Sprengsatz, der von einem Roboter in die Nähe des Mannes gebracht wurde, getötet worden, nachdem er sich für mehrere Stunden im Parkhaus einer Hochschule verschanzt hatte.


Kommentar: Tote können nicht mehr befragt werden über die wahren Motive.


Clock

Explosion einer Rohrbombe in Taiwan - Dutzende Passagiere verletzt

Bei der Explosion einer Rohrbombe in einem Regionalzug in Taipeh sind mehr als zwei Dutzend Passagiere verletzt worden.
bombe taiwan
© AFP Photo / CNA Photo / STR
Eine Rohrbombe ist in einem Regionalzug in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh explodiert. Die Polizei sah am Freitag aber keinen terroristischen Hintergrund. «Wir ermitteln gegen einige Verdächtige», sagte ein Sprecher lediglich.

Die Explosion passierte am Donnerstagabend kurz vor der Einfahrt in die Metrostation Songshan. Der Sprengsatz war aus einem 47 Zentimeter langen Rohr gebastelt worden. Mindestens 25 Passagiere erlitten Verbrennungen oder Rauchvergiftungen. Fünf seien schwer verletzt, berichtete die Polizei. Der Zustand eines Verletzten sei kritisch.

Kommentar: Interessant wie offizielle Behörden in Taiwan die Situation beurteilen, denn wäre etwas ähnliches in Europa geschehen, wären es sofort Terroristen gewesen.


Attention

Anstieg von fremdenfeindlichen Hassverbrechen nach Brexit in Großbritannien

Britisches Parlament London
© Sputnik
Seit dem Brexit-Votum der Briten am 23. Juni ist die Zahl der Straftaten aus Hass in London um 50 Prozent gestiegen, wie aus einem von Scotland Yard veröffentlichten Bericht hervorgeht. Laut der Londoner Polizei werden tagesdurchschnittlich 67 solche Straftaten registriert, was um 50 Prozent über dem Niveau vor dem Referendum (44 Fälle) liegt. Insgesamt habe es demnach zwischen dem 24. Juni und 2. Juli allein genau 599 solcher Straftaten gegeben.

„Seit der Volksbefragung über die EU-Mitgliedschaft können wir eine wachsende Zahl von Hassverbrechen feststellen. Wir analysierten gründlich jeden Zwischenfall, um zu verstehen, was in London vor sich geht, sodass sich diese Angaben je nach Informationseingang verändern können“, so ein Polizeisprecher.

Hauptsächlich seien unter den Vergehen verbale Beschimpfungen gegenüber Menschen nicht britischer Herkunft.

Kommentar: Eine Auswahl an weiteren Infos zum sogenannten 'Brexit':


Yoda

Gegen die Scham durch sexuelle Gewalt: Ukrainische Journalistin startet Netz-Flashmob für Vereinigung der Opfer

Eine ukrainische Journalistin und Aktivistin hat über Facebook einen Netz-Flashmob mit dem Hashtag #яНеБоюсьСказати ‬ („Ich habe keine Angst, darüber zu reden“) in die Wege geleitet, der gegen die körperliche und sexuelle Gewalt gerichtet ist.

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© Pixabay
Auf ihrer Seite erzählt die Ukrainerin Nastya Melnychenko über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung und ruft andere Frauen dazu auf, über ähnliche Geschichten aus ihrem Leben zu berichten.

Melnitschenko schrieb, dass sie bereits mit sechs Jahren sexuell belästigt worden war. Mit dem Netz-Flashmob wollte sie auf das Problem der Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen und zeigen, dass die Opfer keine Angst haben und sich auch nicht davor schämen müssen, über das Erlebte zu erzählen.

Kommentar:


V

Gewalt gegen eigene Bürger: Massenproteste gegen US-Polizeibrutalität in mehreren Großstädten

Massenproteste gegen Polizeiwillkür haben am Freitagabend gleich mehrere Großstädte der USA erfasst, berichtete der Fernsehsender CNN.
massenproteste polizeigewalt usa
© AP Photo/ Ross D. Franklin
Die Polizei der Stadt Phoenix (Staat Arizona) setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein, um die Aktion aufzulösen. Die Aktivisten forderten von der Polizei laut ABC die Einhaltung der Menschenrechte.

Kommentar: