Willkommen bei SOTT.net
Fr, 09 Dez 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Gold Seal

Ein offener Brief an Präsident Putin und die Bürger Russlands für den Frieden und gegen das Fehlverhalten unserer westlichen Regierungen und Medien


Kommentar: Der folgende Brief ist an den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Namen der Menschen im Westen gerichtet, die sich schämen für das Verhalten unserer Regierungen und Medien in Bezug auf deren bösartige Rhetorik und Berichterstattung über alle Dinge, die mit Putin und Russland zu tun haben. Kurz nachdem der Brief veröffentlicht wurde, führte ein bösartiger Angriff dazu, dass die Seite offline ging, was die Aufmerksamkeit der Moscow Times erregte.

Sehr wenige Politiker erhalten ein Gütesiegel von Sott.net; praktisch alle unsere Helden sind tot, viele ermordet von denselben Kräften, die derzeit Putin im Visier haben. Doch Putin hat sich als Staatsmann und Politiker erster Ordnung bewährt und hat mehr als jeder andere auf der Weltbühne nicht nur für sein eigenes Land, sondern für die Welt als Ganzes getan und damit ein Gegengewicht zu der Arroganz und Gier des US-Imperiums geschaffen. Und die Mengen an Lügen und schlecht verborgenen Aggressionen, die gegen Putin gerichtet sind, sind außergewöhnlich groß und praktisch noch nie dagewesen.

Wir ermutigen daher alle unsere Leser, Stellung für das zu beziehen, was richtig ist und den Brief zu unterzeichnen. Wir haben es auch getan! Senden Sie ein persönliches Signal.



Ein offener Brief an Präsident Putin von der realitätsbezogenen globalen Gesellschaft
Dearputin.com: Sehr geehrter Herr Präsident Putin und Bürger Russlands,

wir möchten uns hiermit für das Verhalten unserer Regierungen und Medien entschuldigen. Die westlichen Nationen, angeführt durch die Vereinigten Staaten, scheinen entschlossen zu sein, einen Krieg mit Russland zu beginnen. Eine vernünftige Person würde die schrecklichen Konsequenzen eines solchen Krieges erkennen und alles in ihrer Macht stehende tun, um ihn zu verhindern. Tatsächlich scheint es so, als ob dies exakt das ist, was Sie tun. Im Angesicht eines endlosen Stroms an Lügen und Provokationen haben Sie es geschafft, dass Russland nicht in einen nuklearen Krieg hineingezogen wurde.1, 2

Die Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine werden verdreht, um Sie als den Aggressor darzustellen, während die Fakten eindeutig etwas anderes zeigen. Neo-Nazi-Banden begehen tagtäglich Gräueltaten an den Bürgern Neurusslands und erhalten finanzielle Unterstützung von westlichen Regierungen. Die ukrainische Armee hat russische Grenzen und Städte angegriffen und wirft regelmäßig Bomben auf Flüchtlinge ab, die versuchen, aus dem Land zu fliehen. Russland wurde die Schuld für die Zerstörung des malaysischen Flugzeugs MH17 zugeschoben, obwohl die Beweise darauf hindeuten, dass das Flugzeug von der ukrainischen Armee abgeschossen wurde. Sie bieten den Menschen aus Luhansk humanitäre Hilfe an und werden hingegen beschuldigt, Waffen in die Ukraine zu schmuggeln.3

Kommentar:


Blackbox

Pixelige Schmierer vs. kristallklare Jets: Warum funktionieren US-Satelliten plötzlich über Syrien aber nicht über der Ukraine?


Hochauflösende Farb-Satellitenbilder aus Syrien
Die Ukraine-Krise ist aus den Mainstream-Medien vollständig entfernt worden. [...] Hingegen ist nun Syrien in aller Munde der westlichen Presse. Russland hat unbestreitbar massive Waffen- und humanitäre Lieferungen an die syrische Regierung durchgeführt. Präsident Putin hat das regelmäßig zugegeben, zuletzt im CBS-Interview. Es gibt auch klare Beweise dafür von Satelliten-Bildern des Syrischen Flughafen Bashar al-Assad.

Das Bemerkenswerte daran ist -- wenn man diese Bilder mit denen vergleicht, die von der westlichen Presse während der Ukraine-Krise geliefert wurden [siehe weiter unten] -- wie schnell diese neuen Bilder aus Syrien verfügbar gemacht wurden, und zwar im Format von hochauflösenden [Farb-] Satellitenbildern. [...]

Kommentar: Die Antwort auf diese Frage sollte mittlerweilen jedem, der die globalen Strategien der USA kennt, klar sein. Russland war nicht in der Ukraine. Die USA hingegen veranstaltet illegale Putsche in vielen Ländern im 'weichen Unterbauch' Russlands für ihren eigenen Macht-Ausbau. Sie tut damit genau das, was kollabierende Imperien schon immer getan haben. Die westliche Bevölkerung wird dabei von westlichen, USA-orientierten Mainstream-Medien nach Strich und Faden an der Nase herumgeführt.


Fire

Sott Exklusiv Nachrichtenüberblick: Syrien plötzlich aus Schlagzeilen verschwunden, nun beherrscht die Flüchtlingskrise die Titelseiten

Bild
Ist Ihnen aufgefallen, wie das Thema Syrien und Russland, wie auf Kommando, plötzlich aus den Schlagzeilen verschwunden zu sein scheint und nur noch in Nebensätzen erwähnt wird? Einen Tag lang gab es Empörung an allen Ecken, dann, plötzlich nichts mehr. Stattdessen regiert nun das Thema Flüchtlinge auf den Titelseiten. Da es dazu keinen wirklich offensichtlichen Anlass zu geben scheint, ist zu vermuten, dass unsere Medien tatsächlich durch Putin eiskalt erwischt wurden und nach dem verwirrten Aufschrei erst mal ein anderes Thema für die Schadensbegrenzung herhalten muss, bis man sich beraten hat, wie es medial-propagandistisch weiter gehen soll. Wir warten ab.

Nun müssen also die Flüchtlinge herhalten. Der allgemeine Tenor scheint indessen klar: "Ja, wir müssen etwas tun, aber es gibt Grenzen", dazu subtil beigemischt sind Hinweise, dass "nicht alle Flüchtlinge so nett sind, wie wir es gerne hätten". Unser Bundesgauckler schwört uns schon mal auf schwere Zeiten ein.

Da es derzeit so viele Berichte und Meinungen über die andauernde Flüchtlingskrise gibt und die Medien sich geradezu überschlagen mit "gut gemeinten" Vorschlägen, bis hin zu offener Hetze, haben wir für Sie eine kurze Zusammenfassung erstellt, die die derzeit wichtigsten Meldungen rund um das Thema Flüchtlinge beinhalten:

Verletzter bei Schlägerei unter Flüchtlingen:
Bei Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen am frühen Freitagmorgen im Benjamin-Franklin-Village in Mannheim gab es einen Verletzten. Kurz nach Mitternacht waren ein tunisischer und ein gambischer Flüchtling aus bislang unbekannten Gründen in Streit geraten.

Quelle: SWR

Георгиевская ленточка

Syrer singen auf der Straße: "Putin der Große, Putin der Cäsar!"

"Auf der Straße sind alle glücklich und singen: 'Putin der Große, Putin der Cäsar!'", sagte Mudar Haarbeck, Journalist in Syrien, live im Radio "Kommersant FM".

Ein moderner Cäsar?
Radiomoderator Anatoly Kuzichev sprach über die Situation in Syrien mit Militärjournalist Mudaram Hairbek, der sich in Latakia befindet.

Mudar Hairbek:
Die ganze Syrische Bevölkerung ist glücklich. Endlich machte Russland eine eiserne Entscheidung, um an unserem Krieg teilzunehmen. Wir wollten schon seit dem ersten Jahr, dass Russland uns hilft.

Sehen Sie, die USA helfen unverschämterweise der Al Nusra Front ISIS, allen diesen Terroristen. [...]

Warum sollten wir den Russen eine Absage erteilen, uns zu helfen, so wie der Westen das sagt? [...]

Auf der Straße sagen alle: "Großes Russland, Putin der Große, Putin der Cäsar". Jeder sagt das. Alle Terroristen der Welt befinden sich derzeitig hier. Sie töten; ich kann sie nicht einmal als Tiere bezeichnen. Sie sind schlimmer als Tiere. Die USA verteidigen aber die Terroristen in Afghanistan, in Syrien und überall.
Übersetzt durch K. Rus
Übersetzung ins Deutsche durch Sott.net

Kommentar: Eine passende Beschreibung. Gaius Julius Caesar war intellektuell, ein Meisterstratege und ein Mensch, der unermüdlich für das Wohl seiner Leute arbeitete.


Newspaper

Putins Strategie geht auf: "FAZ" schießt sich ein dickes Eigentor

Ein besonderes Glanzstück journalistischer Verwirrung legten heute die „Qualitätsjournalisten“ von der FAZ hin. Man muss sich diesen Artikel wirklich auf der Zunge zergehen lassen - nicht nur entlarvt er in ungewollt humorvoller Art und Weise die ganze Schande westlicher „Interventionspolitik“ und die zugehörige Begleitung durch die Medien, er zeigt auch eindrucksvoll, dass Putin mit seiner Anti-ISIS-Koalition den Westen eiskalt erwischt hat.
Bild
Die FAZ schreibt:
Washington wirft Russland Angriff auf Amerikas Partner vor

Die russischen Luftangriffe in Syrien haben laut den Vereinigten Staaten nicht den IS, sondern von der CIA ausgebildete Rebellen getroffen
. Außenminister Kerry warnt vor einer Eskalation. Und Chinas Außenminister vor „willkürlicher Einmischung“.
Okay, die Rollen sind klar verteilt, die Russen sind irgendwie böse, soweit nichts Neues: Doch der Grund lässt aufhorchen: Russland greift nämlich - was fällt denen ein! - statt ISIS die von der CIA unterstützten Rebellen an. Schock. Jetzt mal abgesehen davon, dass keinerlei Beweise für diese Behauptung aus dritter Hand vorgebracht werden und dass die Grenze zwischen „CIA-gestützten Rebellen“ und „ISIS“ nun, sagen wir mal, eher schwammig ist, scheint das Vorhandensein eben dieser CIA-Rebellen-Armeen in Syrien für die FAZ nicht weiter der Rede wert zu sein. Das wird einfach so im ersten Satz geschrieben, als sei es das Normalste von der Welt, dass ein Staat seinen Geheimdienst für den Aufbau einer Söldnerarmee in einem fremden Land benutzt, um die souveräne Regierung in diesem Staat zu bekämpfen - mit der logischen Konsequenz eines Bürgerkriegs und Flüchtlingsdramas.

Kommentar: SOTT Radio-Show: "God bless you, Putin!"- Video-Interview mit Monika Donner


Bulb

Syrische Regierung: „Moskau meint Kampf gegen den Terror ernst, der Westen nicht“

Die syrische Präsidentenberaterin, Bouthaina Schaban, hat Russland im Interview mit RT für seine Luftunterstützung gegen Terroristen gelobt. Zugleich erklärte sie westliche Anstrengungen in Syrien für „unwirksam“. Gegenüber RT betonte sie zudem, dass sich die Angriffe nicht nur gegen den IS richten werden. „Ich verstehe nicht, warum Leute Dschabhat al-Nusra vergessen, obwohl der UN-Sicherheitsrat die al-Nusra in einer Resolution als Terrororganisation deklarierte.“

Bild
Im Namen der syrischen Regierung hat die Politik- und Medienberaterin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mitgeteilt, dass Syrien „hoffe“, Russlands Unterstützung werde Damaskus helfen, „den Terrorismus zu unterminieren“ und „Frieden sowie Sicherheit wiederherzustellen“.


Kommentar: Könnte durchaus möglich sein.


„Es richtet sich nicht nur gegen den Islamischen Staat“, bemerkte Schaban gegenüber RT. „Ich verstehe nicht, warum Leute Dschabhat al-Nusra vergessen, obwohl der UN-Sicherheitsrat die al-Nusra in einer Resolution als Terrororganisation deklarierte.“

Kommentar: In der Tat! Politische Ponerologie erklärt was hier geschieht:
© SOTT
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



Bulb

Putin Video-Interview: Klartext über Propaganda und Lügen des Westens

Russland habe keine „imperiale Ambitionen“ und das Image eines „Mannes mit freiem Oberkörper auf einem Pferd“ diene nicht dazu, das vermeintliche Bild von Stärke zu kultivieren, sondern mehr einen gesunden Lebensstil zu verkörpern, sagte der russische Präsident Wladimir Putin im Fernsehinterview mit CBS. RT Deutsch präsentiert das Interview in deutscher Übersetzung.
Bild
© Screenshot CBS
„Bei uns gibt es keine Obsession, dass Russland eine Supermacht sein muss. Das einzige, was wir tun, ist unsere vitalen Interessen zu schützen. Nukleare Waffen und andere Systeme sind Mittel, um unsere Souveränität und legitimen Interessen zu verteidigen, nicht, um sich aggressiv zu verhalten oder nicht-existente imperiale Ambitionen zu verfolgen.“


Der US-Journalist Charlie Rose traf sich noch vor der UN-Generalversammlung mit dem russischen Präsidenten in Novo-Ogaryovo in der Nähe von Moskau und sprach mit Putin über dessen Verbundenheit zu seiner Heimat.

Putin, der hinzufügte, dass nationale Kultur und Geschichte es wert seien, gepflegt zu werden, betonte zudem:
„Ich bin mir sicher, dass die große Mehrheit der russischen Staatsbürger ihr Heimatland liebt und respektiert. Es gibt eine Sache, die mich mit anderen Bürgern Russlands vereinigt: Es ist die Liebe zu unserem Heimatland.“

Kommentar:


Arrow Up

Wahrheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit: Putins Rede vor der UN auf Deutsch

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag vor der UN-Generalversammlung eine Ansprache gehalten.

© TIMOTHY A. CLARY/NTB SCANPIX
Ich habe mir die grosse Mühe gemacht, seine Rede ins Deutsche zu übersetzen, da ich sonst keine im Netz gefunden habe:

Eure Exzellenz Herr Präsident, Ihre Exzellenz Herr Generalsekretär, verehrte Staats- und Regierungschefs, meine Damen und Herren,

Im Jahr 1945 haben die Länder, die den Nationalsozialismus besiegten, ihre Bemühungen zusammengefasst, um eine solide Grundlage für die Nachkriegsweltordnung zu legen.

Aber ich erinnere Sie daran, dass die wichtigsten Entscheidungen über die Grundsätze, die Zusammenarbeit zwischen den Staaten, sowie über die Errichtung der Vereinten Nationen, in unserem Land gemacht wurden, in Jalta, in der Sitzung der Anführer der Anti-Hitler-Koalition.

Das Jalta-System wurde tatsächlich mit Wehen geboren. Es wurde auf Kosten von zig Millionen von Menschenleben und zwei Weltkriege gewonnen.

Diese fegten über den Planeten im 20. Jahrhundert.

Lassen Sie uns fair sein. Es half der Menschheit durch turbulente, manchmal dramatische Ereignisse der letzten sieben Jahrzehnte. Es rettete die Welt vor grossen Umwälzungen.

Kommentar: Wer es noch nicht erkannt hat:
  • Warum haben die westlichen Eliten Angst vor Putin?
  • Punktlandung von Putin: "Nur Menschen ohne gesunden Menschenverstand glauben, dass Russland die NATO angreifen will"
  • Die Trumpfkarte von Putin ist die Wahrheit: "US-Politik hat zu Ausbreitung des Terrors in der Welt geführt. ISIS ist ein weiteres Beispiel. Wir müssen uns gegen diese Politik vereinen"
  • Globale Pathokratie, autoritäre Mitläufer und die Hoffnung der Welt
  • Putin wird zum Symbol-Gesicht der neuen globalen Widerstandsbewegung



  • Arrow Up

    Putin Interview in den USA: Klarer kann man die Wahrheit nicht ausdrücken

    Die Souveränität aller Staaten, einschließlich die der Ukraine, sollten respektiert werden, sagte der russische Präsident Wladimir Putin in einem Fernsehinterview mit dem US-amerikanischen Fernsehsender CBS. Zudem führte er aus, dass die USA mit „Sicherheit“ an der Amtsenthebung des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch 2014 beteiligt waren und Russland mittlerweile genaue Information vorliegen hat, wen die USA für diesen Zweck bezahlt und ausgebildet haben.

    Bild
    © CBS / PBS
    Im Gespräch mit dem renommierten Journalisten Charlie Rose betonte Wladimir Putin, dass Russland - entgegen westlicher Vermutungen - die Souveränität der Ukraine respektiere. Er fügte hinzu, „Russland hat zu keinem Zeitpunkt in der Vergangenheit und wird sich auch nicht in der Zukunft an Umstürzen gegen legitime Regierungen beteiligen“.

    Erläuternd führte er aus, dass Russland darunter verstehe, „Putsche zu verhindern sowie verfassungswidrige Handlungen“ abzulehnen.

    Es sei „absolut inakzeptabel“, Probleme durch verfassungswidrige Mittel anzugehen, sagte Putin mit Blick auf den Staatsstreich in der Ukraine im Februar 2014 und betonte:

    Kommentar: Nichts hinzuzufügen, denn die Aussagen von Putin sind die Wahrheit...
  • Warum haben die westlichen Eliten Angst vor Putin?
  • Punktlandung von Putin: "Nur Menschen ohne gesunden Menschenverstand glauben, dass Russland die NATO angreifen will"
  • Die Trumpfkarte von Putin ist die Wahrheit: "US-Politik hat zu Ausbreitung des Terrors in der Welt geführt. ISIS ist ein weiteres Beispiel. Wir müssen uns gegen diese Politik vereinen"
  • Globale Pathokratie, autoritäre Mitläufer und die Hoffnung der Welt
  • Putin wird zum Symbol-Gesicht der neuen globalen Widerstandsbewegung
  • "Krim. Der Weg in die Heimat" mit deutschen Untertiteln



  • Bulb

    Stephen Cohens Rat an Europa: Emanzipiert euch von der USA! Für den Weltfrieden braucht es eine Allianz mit Russland und China

    Stephen F. Cohen von der Princeton-Universität rät Europa, eine neue Orientierung der Außenpolitik vorzunehmen: Diese müsse sich aus der Abhängigkeit der US-Politik lösen, ohne deswegen antiamerikanisch zu werden. Es wäre positiv für den Weltfrieden, wenn eine Allianz zwischen Deutschland, Russland und China entstünde.
    © dpa
    Nicht alle Wege führen nach Washington: Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama beim Gipfel von Elmau, Juni 2015.
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Herr Cohen, Sie sind Professor Emeritus für Russland-Studien und Politik an der Princeton Universität, politischer Berater der US-Regierung und sind Mitglied im Council on Foreign Relations (CFR). Wie kommt es, dass Sie dennoch von den US-Medien gemieden werden, wenn es um eine Einschätzung zu Russland geht?

    Stephen Cohen: Ich wurde in den 1980ern zweimal von Präsident George H.W. Bush nach Washington und Camp David eingeladen, um über Russlands Politik zu sprechen. Und das Council on Foreign Relations? Bei Ihnen klingt das so, als ob ich der amerikanischen Elite nahe stehe, aber das ist nicht wahr. Es ist nur der innere Kreis des CFR, der einflussreich ist und die amerikanische Elite vertritt. Ich bin seit Jahrzehnten einfaches Mitglied. Einst interessierte man sich dort für eine ausgewogene Sicht auf Russland, doch nun nicht mehr. Diese Organisation ist inzwischen so uninteressiert an Russlands Politik, dass ich nicht länger hingehe. Es gab eine Zeit in den 70ern, 80ern und teilweise in den 90ern, als ich einfachen Zugang zu den Massenmedien hatte. Das hörte Ende der 90er Jahre langsam auf. Und seit Putin an der Macht ist, wurde ich fast gar nicht mehr eingeladen. Das trifft nicht nur auf mich zu, sondern auch auf andere Amerikaner, die gegen die derzeitige US-Außenpolitik sind. Wir wurden aus den Massenmedien verbannt.

    Kommentar: